Jazz
Sieben auf einen Streich

Lotte -

Die Musiker von „Cronemeyers Jazzkränzchen“ haben die legendären 20er nach Lotte geholt

Montag, 10.10.2016, 18:10 Uhr

Armin Schecker (Klarinette), Achim Plehn (Gitarre), Jens Cronemeyer am Klavier, Klaus Wittig (Bass), Claus Cronemeyer (Trompete), Dieter Hülsken (Banjo) und Jan-Otto Behrends an der Posaune (v.l) beendeten die Jazz-Pause nach vier Jahren.
Armin Schecker (Klarinette), Achim Plehn (Gitarre), Jens Cronemeyer am Klavier, Klaus Wittig (Bass), Claus Cronemeyer (Trompete), Dieter Hülsken (Banjo) und Jan-Otto Behrends an der Posaune (v.l) beendeten die Jazz-Pause nach vier Jahren. Foto: Ulrich Eckseler

Die sieben Vollblutmusiker von „ Cronemeyers Jazzkränzchen “ sorgten jetzt in Lotte für einen schwungvollen Abend. Rund 60 Jazzfreunde ließen sich das Konzert nicht entgehen. Nach vier Jahren war es wieder die erste Jazz-Veranstaltung im Haus Hehwerth .

Fröhlich-schwungvolle Dixieland Musik, ausdrucksstarker Blues aus den amerikanischen Südstaaten dazu Swing und Jazz aus aller Welt: „Das ist Musik“, meinte Claus Cronemeyer, der die Band 1977 mit seinem Bruder gründete. Ihr musikalisches Vorbild sei damals der britische Jazz-Musiker Chris Barber gewesen. Dass der Name „Jazzkränzchen“ nicht mit einem beschaulichen Kaffeekränzchen in Verbindung gebracht werden sollte, zeigten die sieben Musiker gleich zu Beginn des Konzerts. Schwungvoll ging es mit „Ain´t she sweet“, im Original von Milton Ager und Jack Yellen, los. Der Song stammt aus dem Jahr 1927 und wurde mehrmals gecovert, unter anderem von den Beatles.

„Wir wollen keine Noten nachspielen“, so Claus Cronemeyer. Wichtig sei ihm und den anderen eine freie und spontane Spielweise, im Kollektiv als auch beim Soloauftritt. Einmal mehr begeisterte die „Cronemeyers Jazzkränzchen“ gut gelaunt und dynamisch das Publikum mit exzellenter Musik und viel eigener Spielfreude. Und das war in dem zweieinhalbstündigen Auftritt des Septetts unverkennbar herauszuhören. Schon sehr bald sprang der Funke über. Jeder der Musiker durfte mal die Hauptrolle spielen.

Organisiert wurde das Konzert vom Schützenverein Lotte. Bislang hatte dies die Bürgergemeinschaft übernommen. Diese befindet sich jedoch in einer Umstrukturierungsphase, es ist nicht klar, ob sie überhaupt bestehen bleibt. Die Veranstaltung sei der Nachfolger vom Dielen-Jazz, den die Bürgergemeinschaft zuvor lange Jahre ausgerichtet habe. Um das kulturelle Leben Lottes zu bereichern, habe der Schützenverein diese Veranstaltung wieder in Leben rufen wollen. Dabei gehe es nicht um finanzielle Gewinne.

Vielmehr solle Jazzfreunden etwas geboten werden. Es gebe in Lotte die Musiknacht und ja auch das Kinderfest, mit der Jazzkonzert solle jetzt ein Event für die ältere Generation dazu kommen.

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