Gutes für Seele und Bauch
„Eine Chance für unser Land“

Lotte -

Das „25 mal 25“-Benefizessen für die Bürgerstiftung zugunsten der Flüchtlingshilfe war ein Erfolg. Stiftungsratsgeschäftsführer Wolfgang Israel: „Ich denke, die Flüchtlingssituation ist für unser Land eine Chance, dass wir uns von einer anderen Seite präsentieren können. Einen wichtigen Part dabei übernehmen Ehrenamtliche.“

Donnerstag, 13.10.2016, 10:10 Uhr

Auf einen schönen Abend
Auf einen schönen Abend Foto: Ursula Holtgrewe

Gutes für Leib und Seele gab es jetzt beim Benefizessen „25 mal 25“ zugunsten der Bürgerstiftung in den Wersener Ratsstuben. Den Erlös erhält die Flüchtlingshilfe Lotte. Mithilfe einiger zweckgebundener Aktionen unterstützt die Bürgerstiftung diesen Verein mit fast 4000 Euro. Stiftungsratsgeschäftsführer Dieter-Joachim Srock begrüßte als Ehrengast André Ost , Superintendent des Kirchenkreises Tecklenburg , als Koch Tilmann Fuchs, Sozialdezernent des Kreises Steinfurt, und als Gast- sowie Ideengeber Thomas Engel.

Würzige Zwischengänge mit ausgesuchten Textbeiträgen servierte Alt-Lottes Pastor Detlef Salomo , einmal mehr pointiert kabarettistisch. Dabei zitierte er unter anderen Hans-Dieter Hüsch und Richard Rogler, den er besonders schätze. Salomo zitierte auch aus Heinrich Heines „Deutschland – ein Wintermärchen“. „Das ist politische Satire“, betonte er. Das Wintermärchen schrieb Heine, nachdem er im Jahr 1943 das Exil in Paris verlassen hatte und wieder in Westfalen war. Seine Schwärmereien über vermisste Speisen fasste Heine beispielsweise so in Worte: „Es jauchzen die Würste in schwimmendem Fett.“ Gleichwohl kritisierte Salomo den Überfluss, geschaffen zu Lasten anderer: „Die Erde könnte uns allen gehören, wenn es keine Neider gäbe. Teilet und herrschet nicht!“

André Ost wandte sich ebenfalls an die Gäste: „Ich bin umso lieber gekommen, als ich gehört habe, dass sie den Erlös der Flüchtlingshilfe zur Verfügung stellen. Ihr Engagement ist eine erfreuliche Unterstützung der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit im Kirchenkreis. Diese Arbeit kann unsere Gemeinden bereichern.“

„Öffentlichkeitsarbeit ist ein wichtiges Pfund für Stiftungen“, betonte der Superintendent. Er wisse das gut als Leiter der „Stiftung für denkmalwerte Kirche“, zu der auch die Alt-Lotter Dorfkirche zähle. Über seinen Zuständigkeitsbereich berichtete er, dass zum Kirchenkreis Tecklenburg zirka 75 000 evangelische Gemeindeglieder gehörten, betreut von rund 50 Pfarrerinnen und Pfarrern. Sein Gastgeschenk war ein Ausblick auf das Jahr 2017, das Martin-Luther-Jahr. Vor dann 500 Jahren soll er seine 95 Thesen an der Schlosskirche zu Wittenberg angebracht haben. Das Jahresmotto zur Reformation lautet: „Einfach frei“. Luther habe auch Freiheit und Verantwortung beschrieben, erklärte André Ost, als er Anstecker überreichte.

Auch der elfte kulinarische Benefizabend neigte sich dem Ende zu. Stiftungsratsgeschäftsführer Wolfgang Israel sprach traditionell Schlussworte: „Es ist immer wieder schön zu sehen, dass sich so viele Bürger für unsere Arbeit engagieren und interessieren. Ich denke, die Flüchtlingssituation ist für unser Land eine Chance, dass wir uns von einer anderen Seite präsentieren können. Einen wichtigen Part dabei übernehmen Ehrenamtliche.“ Es war das letzte „25 mal 25“ in diesem Jahr. Das erste für 2017 ist bereits in Planung, wie Dieter-Joachim Srock verriet.

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