Acht Menschen und ganz viel Arbeit
Die Chemie stimmt

Lotte -

Das Lotter Presbyterium steht vor großen Herausforderung. Nur einmal im Monat treffen sich die Mitglieder.

Donnerstag, 20.10.2016, 11:10 Uhr

Acht Menschen und ganz viel Arbeit : Die Chemie stimmt
Foto: Angelika Hitzke

Das im Frühjahr neu gewählte Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Lotte hat sich ein wenig gefunden, einmal im Monat kommen die Mitglieder zusammen. Rechnet man Pfarrer Detlef Salomo als Kopf dazu, hat das neue Leitungsgremium sieben statt bisher acht Mitglieder. „Warum es früher acht waren, weiß keiner“, sagt Salomo. Ihm stehen jetzt die sechs Presbyter Carola Albrecht , Heinrich Arendröwer, Dominik Hens, Uwe Märsch, Dr. Iris Pfordt und Margret Roloff zur Seite. Vor welchen Herausforderungen steht das Presbyterium? Wer hat welches Ressort und welche inhaltlichen Schwerpunkte übernommen?

Letztere Frage könne man nach der kurzen Einarbeitungszeit so noch gar nicht beantworten, sind sich alle Mitglieder einig: „Zur inhaltlichen Schwerpunktsetzung sind wir noch gar nicht gekommen, wir treffen uns ja nur alle vier Wochen. Da mussten wir erst einmal Verträge und die Homepage aktualisieren“, erklärt Iris Pfordt, von Beruf Ärztin. Und die kaufmännische Angestellte Carola Albrecht, die unter anderem den Besuchsdienst, für den Auguste Westermann Hauptansprechpartnerin ist, koordiniert, ergänzt und unterstreicht: „Bislang mussten wir die Zeit aufwenden, um die internen Verwaltungsbaustellen abzuarbeiten.“

Ein festes Ressort gibt es aber doch schon: Heinrich Arendröwer ist nicht nur Stellvertreter des Kirchenvorstandsvorsitzenden Pfarrer Salomo, sondern als Kirchmeister auch für die Gebäude und die Finanzen der Gemeinde zuständig. Und auf diesem Gebiet gibt es demnächst die größten Herausforderungen zu bewältigen: die (energetische) Sanierung des Pfarrhauses, die Friedhofsumgestaltung und die Beseitigung der Probleme mit der elektronischen Steuerung sowie der Heizung in der Kirche, die seit der Renovierung auftreten. Hauptproblem sei die sehr hohe Luftfeuchtigkeit in der Kirche, die bei 80 Prozent liege, erklärt Salomo und weist zugleich auf die zum Spagat zwingende schwierige Finanzsituation hin: „Wir haben Aufgaben zu erfüllen, müssen aber auch sparen.“

Stichwort Friedhofssanierung: Zum einen ist die Fläche mit rund einem Hektar begrenzt, zum anderen gibt es laut Salomo „ziemlich große Veränderungen in der Bestattungskultur“. Auf dem Alt-Lotter Friedhof sind aber noch sehr viele große und alte Familiengräber zu sehen, während der Trend zu pflegeleichten Einzel- und Urnengräbern geht. Zusammen mit einem Landschaftsarchitekten wird deshalb ein Plan für die bessere Ausnutzung der Fläche erarbeitet. Geplant ist etwa, die Freifläche an der Ostseite der Kirche für Urnengräber zu nehmen.

Seine Sachkenntnisse als Bauingenieur – zum Beispiel auch bei der Pfarrhaussanierung – kann Presbyter Uwe Märsch einbringen, während Bankkaufmann Dominik Hens „Finanzminister“ Arendröwer unterstützt. Und natürlich bringen alle Presbyter ihre schon zuvor in der aktiven Gemeindearbeit eingesetzten Kompetenzen mit: Margret Roloff aus der Arbeit mit Senioren, Carola Albrecht aus dem Frauentreff, Iris Pfordt aus Posaunenchor und Flüchtlingshilfe etwa. „Wir brauchen noch Ansprechpartner für die Diakonie und vielleicht für den Jugendbereich“, sagt Pfarrer Salomo.

Die Chemie im Presbyterium stimmt bisher offenbar, wie nicht nur Heinrich Arendröwer herausstellt: „Die Zusammenarbeit läuft bis jetzt sehr gut.“ So gut, dass die Beteiligung am Gemeindeleben auch bei den einzelnen Veranstaltungen sehr stark sei: „Bei der Kirchturmwanderung waren alle Presbyter dabei!“

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