Ruhestand
Mit dem Porsche in den Ruhestand

Lote -

Nach 44 Jahren im Dienst hat sich Heinrich Erpenstein am 1. November von den Kollegen der Autobahnpolizei Lotte in den Ruhestand verabschiedet. Als Überraschung verschafften diese ihm eine Heimfahrt im Polizei-Porsche.

Donnerstag, 03.11.2016, 17:11 Uhr

Nach 44 Jahren im Dienst ist Heinrich Erpenstein (5. von links) von der Autobahnpolizei Lotte am 1. November in den Ruhestand getreten.
Nach 44 Jahren im Dienst ist Heinrich Erpenstein (5. von links) von der Autobahnpolizei Lotte am 1. November in den Ruhestand getreten. Foto: Ulrich Eckseler

So einfach ließen seine Kollegen den Hauptkommissar aber nicht abtreten. Bei einer kleinen Abschiedsfeier in der Wache an der Tecklenburger Straße wünschte ihm Dienstgruppenleiterin Kirsten Tschirner im Namen aller „alles Gute und dass Du die Ruhe findest“.

„Wir haben immer gerne mit Dir zusammengearbeitet“, so die Polizistin weiter. Geschenke gab es dabei natürlich auch. Erpenstein erhielt unter anderem ein gerahmtes Foto von sich, das ihn 2002 kurz nach dem Umzug der Autobahnpolizei zeigt.

Zum Abschied hatten sich Erpensteins Kollegen aber noch etwas Besonderes überlegt. Sie beschafften den letzten in NRW zugelassenen Polizei-Porsche aus Düsseldorf. Bei dem Oldtimer handelt es sich um das Modell 924 aus dem Jahr 1981 – unter der Haube: 125 PS. 1984 wurde der Wagen außer Dienst gestellt. Seitdem dient er repräsentativen Zwecken – wie eben der Verabschiedung von Heinrich Erpenstein. Mit diesem Porsche fuhr ihn ein Kollege nach Greven, wo der Neu-Rentner wohnt. „Ihr seid ja verrückt“, kommentierte er die Überraschung.

Bevor er aber in den Ruhestand abrauschen konnte, musste Erpenstein noch seine dienstliche Pflicht erfüllen. „Es gibt keine besonderen Vorkommnisse“, mit diesen Worten vollzog er seine letzte Wachablösung und übergab den Schlüssel an seinen Kollegen Thorsten Radetz. „Ich habe mich gedanklich gut darauf eingestellt“, erläuterte Erpenstein seinen Gemütszustand. „Die Wehmut hat sich in den letzten Tagen aber gesteigert“, so der Pensionär weiter. Vermissen werde er aber das tägliche Gespräch mit den Kollegen.

Er habe unzählige Einsätze gehabt, erläuterte Erpen­stein. Besonders Unfälle, bei denen es Tote gegeben habe, blieben lange in der Erinnerung. Das sei auch als Polizist immer schwer. Aber auch so manches Kuriosum war dabei. So erzählte er von einer Gruppe, die mit zwei Wagen unterwegs war. „An einem Rastplatz haben die dann die Oma vergessen, denn jeder dachte bei der Weiterfahrt, dass sie im jeweils anderen Auto sitzt“, so Erpenstein lächelnd.

Lang war unsicher, was mit der Autobahnpolizei Lotte in Zukunft passiert. Denn der Mietvertrag für die Räume sollte 2017 auslaufen.

Diskutiert wurde ein erneuter Umzug, da das Verkehrsaufkommen auf der A 31, vor allem auf dem sogenannten „Ostfriesenspieß“ immer weiter steige. Da in diesem Jahr eine neue Wache in Heek bei Gronau eingerichtet wurde, ist der Umzug der Autobahnpolizei Lotte vom Tisch.

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