Weltmeisterschaft
Nach der WM ist vor der WM

Lotte -

Nach der Weltmeisterschaft ist vor der Weltmeisterschaft, bei der Fußball-Nationalelf wie auch beim Lotter Team der Technischen Unfallrettung (TR). Das Team möchte auch im nächsten Jahr in Rumänien wieder an der Lebensrettungs-Weltmeisterschaft teilnehmen.

Samstag, 05.11.2016, 06:11 Uhr

Zurück in Lotte: Das TR-Team Nils Gebauer, Janec Hofer, Julian Birkenkämper, Julia Brüske, Bastian Bartels und Florian Feist (von links).
Zurück in Lotte: Das TR-Team Nils Gebauer, Janec Hofer, Julian Birkenkämper, Julia Brüske, Bastian Bartels und Florian Feist (von links). Foto: Erna Berg

Seit Dienstag vergangener Woche sind Bastian Bartels, Florian Feist , Julia Brüske, Janec Hofer, Nils Gebauer und Julian Birkenkämper heile zurück aus Brasilien . Von 32 teilnehmenden Teams erreichten sie den 17. Platz.

Schon am Tag nach der Ankunft begann für alle wieder die Arbeit, teilweise im Schichtdienst. Nicht nur der Arbeitsalltag, auch die Einsätze für die Feuerwehr gehörten schnell wieder zum ganz normalen Tagesablauf; zwei First-Responder-Einsätze, eine Brandmeldeanlage, eine Ölspur.

Tagesgeschäft, im Gegensatz zur WM-Erfahrung. Alles lief gut – bis São Paulo . Dort mussten sie anderthalb Stunden auf das Gepäck warten, verpassten den Anschlussflug, fuhren mit dem Taxi zu einem anderen Flughafen. Die Fahrt durch die Stadt dauerte so lange, dass sie einen weiteren Flug verpassten. Irgendwann klappte es dann doch, und sie erreichten nach rund 26 Stunden endlich ihr Hotel in Curitiba.

Am nächsten Abend besuchten die Lotter und fast 400 Teilnehmer die Eröffnungsveranstaltung mit Bürgermeister, Gästen, Stadtrat, Vorstand der World Rescue Organisation (WRO) und 32 Wettkampfteams.

Mit Marschgepäck von zwölf Kilo erreichten sie am Tag darauf den Wettkampfort. Um 9.15 Uhr begann für das Trauma-Team Gebauer und Hofer die erste Prüfung am Patienten, der durch einen Hundebiss eine arterielle Blutung erlitten hatte. Am Nachmittag stand ein 20-minütiges Szenario der Technischen Unfallrettung an.

Am Freitagmorgen stand die nächste Prüfung an, Crashrettung in zehn Minuten. „Wir waren mit unserer Leistung sehr zufrieden“, bilanzierte Florian Feist. Auch das Trauma-Team musste wieder antreten und diesmal zwei Patienten versorgen, so wie es die First Responder in der Heimat machen.

Abends trafen sich wieder rund 400 Leute in einem Irish Pub, wo die TR-Teams untereinander T-Shirts, Jacken, Overalls und Pullover austauschten. Florian präsentierte stolz eine komplette Trainingsausstattung, die er vom Ausbilder in São Paulo bekommen hatte.

Am Samstag musste sich das TR-Team in der Kategorie „Komplex“ um zwei Patienten zeitgleich kümmern, in 30 Minuten. „Eine Minute fehlte uns, aber bei dieser Prüfung versagten die fremden hydraulischen Geräte. Unsere Geräte der Firma Lukas waren nicht in Brasilien angekommen“, bedauerte das Team.

Bei der Abschlussveranstaltung mit Siegerehrung und Erinnerungsfotos wurde das Team aus South Wales als Sieger gekürt. Die deutsche Arbeitsweise sei nicht international, so Hofer. „Aber den Ausbildern in São Paulo hat unsere Art und Weise gefallen. Es ist wichtig, wie man rettet, auch wenn noch eine Minute fehlt.“

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