Gewerbegebiet Pätzkamp
Bebauungsplan in der Endphase

Lotte -

In der Endphase befindet sich der wiederholt diskutierte Bebauungsplan für das knapp sechs Hektar große Gewerbegebiet Pätzkamp an der Bahnhofstraße in Alt-Lotte.

Montag, 07.11.2016, 13:11 Uhr

An der Bahnhofstraße hatte die Gemeinde Lotte nach dem Scheitern der Koch-Ansiedlung viele Flächen erworben. Dafür wurde der Bebauungsplan Gewerbegebiet Pätzkamp aufgestellt.
An der Bahnhofstraße hatte die Gemeinde Lotte nach dem Scheitern der Koch-Ansiedlung viele Flächen erworben. Dafür wurde der Bebauungsplan Gewerbegebiet Pätzkamp aufgestellt. Foto: Thomas Niemeyer/Montage: Stefan Langer

In der Endphase befindet sich der wiederholt diskutierte Bebauungsplan für das knapp sechs Hektar große Gewerbegebiet Pätzkamp an der Bahnhofstraße in Alt-Lotte . Einstimmig bei zwei Enthaltungen empfahl der Bau- und Planungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung, die Planung samt Begründung als Satzung zu verabschieden. Das letzte Wort hat jetzt der Rat.

Zuvor hatte Planer Norbert Reimann erläutert, dass im Rahmen der Offenlegung von drei Bürgern Bedenken geäußert worden waren. Diese hätten überwiegend auf die befürchtete Ansiedlung eines Entsorgungsbetriebes mit entsprechenden Lärm- und Geruchsbelästigungen abgezielt. Da hier kein vorhabenbezogener, sondern ein Angebots-Bebauungsplan vorliege, werde jedes Projekt im Bauantragsverfahren geprüft und es könnten sich nur Betriebe ansiedeln, die die Festsetzungen erfüllen, so der Hinweis in der Abwägung zu diesem Einwand.

Zurückgewiesen wird auch der Einwand des Anliegers im Norden, der eine zu starke Verschattung seines Grundstücks durch die möglichen Gebäudehöhen bis zu zwölf Meter befürchtet. Die Höhen seien innerhalb des Planbereiches so gestaffelt, dass sie zum Inneren hin zunehmen. Der Mindestabstand zur Baugebietsgrenze betrage zwölf Meter; hinzu kämen acht Meter bis zum Anlieger, sodass ein Abstand von insgesamt 20 Metern gegeben sei, erklärte der Planer: „Ich meine, das ist ausreichend, um hier eine verträgliche Situation herzustellen.“

Auf die Frage von CDU-Ratsmitglied Walter Ottens, ob damit klar sei, dass es keine Verschattung gebe, präzisierte Reimann: „Bei tief stehender Sonne wird es in den späten Nachmittagsstunden immer Verschattung geben, aber der Zeitraum ist zumutbar.“ Denn dass sei für die nach Südosten gelegene Terrasse nur in der Wintersaison und nur kurzzeitig der Fall. „Aus Westen gibt es gar keine Verschattung“, sagte er.

Von den Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange seien wenig Hinweise gekommen. Nur die Stadt Osnabrück habe jetzt abweichend von ihrer Stellungnahme zum Vorentwurf für die Möglichkeit einer gemeinsamen Erschließungsstraße in der Mitte des Plangebietes eine 14 statt zwölf Meter breite Trasse angeregt. „Ich denke, dem brauchen wir nicht zu folgen. Wenn die Stadt eine 14 Meter breite Straße anlegen will, um Parkflächen zu haben, kann sie das auf ihrem Gebiet gerne tun“, so Reimann. Auf Lotter Seite bleibt es also bei zwölf Metern.

Die Forderung der Naturschutzbehörde beim Kreis Steinfurt, den Pflanzgebotsstreifen als Abschirmung des Gewerbegebiets breiter zu machen, folgt der Plan nur zum Teil: Er sei schon erweitert worden, aber nicht so breit, wie von den Naturschützern gewünscht.

Deren Wunsch unterstützte Thomas Schmitt (Grüne). Er verwies darauf, dass es im Plangebiet selbst keine Grünflächen gebe und dass mit einem breiteren Grünstreifen auch ein größerer Abstand zum Grundstück im Norden entstünde, sodass man dem Anlieger, der keine Verschattung möchte, entgegenkäme.

Darauf ging im Ausschuss aber niemand ein. Bei der Abstimmung mochten die beiden Grünen-Vertreter deshalb nicht zustimmen; sie enthielten sich der Stimme.

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