Achmerstraße
Wachsende Gefahr

Lotte -

Der gemeinsame Antrag von CDU und Grünen zum Radweglückenschluss an der Achmerstraße (Dütebrücke) wurde letzte Woche im Verkehrs- und Umweltausschuss vertagt. Deshalb baten Vertreter der beiden Fraktionen jetzt zum Ortstermin, um ihr Anliegen zu unterstreichen.

Dienstag, 22.11.2016, 17:11 Uhr

Da der Radweglückenschluss an der Achmerstraße wegen des dafür erforderlichen Neubaus der Dütebrücke noch auf sich warten lässt, weisen Werner Schwentker und Walter Ottens von der CDU sowie Stefan Franke und Dieter Hörnschemeyer von den Grünen (von links) auf den dringenden Handlungsbedarf für die Sicherheit der Radfahrer hin.
Da der Radweglückenschluss an der Achmerstraße wegen des dafür erforderlichen Neubaus der Dütebrücke noch auf sich warten lässt, weisen Werner Schwentker und Walter Ottens von der CDU sowie Stefan Franke und Dieter Hörnschemeyer von den Grünen (von links) auf den dringenden Handlungsbedarf für die Sicherheit der Radfahrer hin. Foto: Angelika Hitzke

Laut jüngster schriftlicher Mitteilung des Kreisstraßenbauamtes , in dessen Zuständigkeit der Radwegabschnitt mit Dütebrücke zwischen Mühlengrund und Sonnenkamp fällt, ist die Baudurchführung nämlich „vor 2021 auf keinen Fall realisierbar“. Da dieser Abschnitt planungs- und bautechnisch besonders anspruchsvoll sei, könnten die entsprechenden Arbeiten nicht von einer Bürgerinitiative geleistet werden. Die Bezirksregierung habe vor 2021 keine Fördermittel in Aussicht gestellt, so das Kreisstraßenbauamt.

Die Bürgerradwegabschnitte von der Halener Straße bis zum Sonnenkamp und von der Bergstraße bis zum Mühlengrund sind wie berichtet fertig. Nur das rund 300 Meter lange, kurvenreiche und unübersichtliche Teilstück über die Düte dazwischen fehlt noch. „Die Radfahrer werden durch die bisher hergestellten Teile des Radweges dazu verleitet, ihn zu benutzen. Solange die Brücke nicht fertig ist, müssen sie dazwischen auf der Straße fahren“, erklärte Franke und verdeutlicht anhand vorbeisausender Autos: „Mitten in der Kurve müssen sie dann die Fahrbahn kreuzen, um wieder auf den Radweg zu kommen.“

CDU und Grüne im Lotter Gemeinderat hatten deshalb beantragt, dass die Verwaltung die Kosten der insgesamt rund 340 000 Euro teuren Maßnahme, für die Förderung aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) beantragt werden soll, bis zur Ausschusssitzung präzisiert. Mit dem Kreis soll zudem eine Vorfinanzierung durch die Gemeinde ausgehandelt werden, um das Teilstück schon bis Anfang 2018 fertigstellen zu können.

Weil man aber auch nicht „ein bis zwei Jahre“, so Hörnschemeyer, damit warten könne, etwas für die Sicherheit der Radfahrer zu tun, solle die Verwaltung beim Kreis bis zur Fertigstellung des kompletten Radweges auf dem Teilabschnitt eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 50 und die Einrichtung eines 1,50 Meter breiten Schutzstreifens für Radler durch entsprechende Markierung auf der Straße durchsetzen. Beides, so betonten CDU-Fraktionschef Werner Schwentker , der selbst ganz in der Nähe wohnt, und sein Fraktionskollege Walter Ottens, müsse möglichst schnell umgesetzt werden, ehe etwas passiert. Denn: „Die Gefahr ist jetzt größer als vorher.“ Die Achmerstraße muss ausgerechnet auf dem unübersichtlichsten Abschnitt gleich zweimal von den Radfahrern überquert werden, bis das letzte Radwegstück fertig ist. Und da die Kreisstraße hier durch den Außenbereich führt, fahren die meisten Autofahrer viel zu schnell.

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