Klimaschutz
Das Bewusstsein schärfen

Lotte -

Erfolgreicher erster Klima-Tisch in Lotte: 40 Bürger haben sich jetzt im Haus Hehwerth zum Referat „Energiesparen zu Hause“ getroffen. Mit diesem ersten öffentlichen Angebot war Lottes Klimamanager Marc-Philipp Nikolay durchaus zufrieden.

Donnerstag, 24.11.2016, 17:11 Uhr

Auch LED-Lampen helfen, den Stromverbrauch zu senken, wissen Marc-Philipp Nikolay, Herbert Kreke und Rainer Lammers (von links.
Auch LED-Lampen helfen, den Stromverbrauch zu senken, wissen Marc-Philipp Nikolay, Herbert Kreke und Rainer Lammers (von links. Foto: Ursula Holtgrewe

Dass andere Themen unter anderem zur energetischen Sanierung folgten, erklärte Nikolay . Er bekräftigte: „Es ist mir ein großes Anliegen, das Bewusstsein für Klimaschutz zu schärfen.“ Klimaschutz sei gleichzeitig Umweltschutz, weil ein geringerer Energieverbrauch eine Reduzierung des Ausstoßes von Kohlendioxid bedeute.

Zum Thema Energiesparen gab Herbert Kreke Tipps. Der Referent berät für die Stadtwerke Osnabrück . Wichtig nach der Anschaffung verbrauchsarmer Geräte wie Spül- und Waschmaschine sei deren regelmäßige Pflege. Reinigen bei niedrigen Temperaturen könne Strom sparen, aber auch dazu führen, das sich Fett und Essensreste in den Ablaufschläuchen festsetzen. „Derartige Geräte sollten mit maximaler Temperatur einmal im Monat leer durchgespült werden, damit sich die Abflüsse nicht zusetzen. Das erhöht die Maschinenlebensdauer“, empfahl Kreke.

Mit einem Wechsel auf LED-Leuchtmittel könne bis zu 80 Prozent des Stromverbrauchs eingespart werden, betonte der Referent. Zugleich machte er darauf aufmerksam, dass nicht jedes Leuchtmittel bei Niedervoltanlagen funktioniere. Gleiches gelte auch für dimmbare Lampen und deren LED-Ersatz, ergänzte Kreke.

Der Jahreszeit angepasst gab es auch viele Tipps fürs Heizen in der Winterzeit. Der Stromfresser schlechthin bei alten Heizungsanlagen sei die Umwälzpumpe. „Eine alte Pumpe kann der größte Verbraucher im Haus sein. Neue brauchen bis zu 80 Prozent weniger Strom. Ein Austausch kann sich in drei bis fünf Jahren amortisieren“, rechnete der Fachmann vor.

Der Heizenergieverbrauch ist abhängig von Dämmung, Ausstattung und Heiztechnik. „Besser als Fenster dauerhaft auf Kipp zu stellen, ist einige Minuten lang das Stoß- und Querlüften mit offenen Fensterflügeln und das mehrmals am Tag. Schauen sie nach versteckten Dauerlüftern wie offenen Kellerfenstern und Dachbodenluken“, riet Kreke.

Beachtet werden sollte, so der Referent weiter, dass sich bei Temperaturen unter 17 Grad Luftfeuchtigkeit an Wänden niederschlägt, sodass bei unzureichendem Lüften die Gefahr von Schimmelbildung steigt. Andererseits sei in der Heizperiode im Wohnzimmer mit 20 bis 22 Grad eine Luftfeuchtigkeit von 50 bis 60 Prozent sinnvoll gegen trockene Schleimhäute der Atemwege.

Geringere Luftfeuchtigkeit spiegele weiterhin vor, dass es im Raum kühler ist, als es das Thermometer anzeige. „Aber jedes Grad mehr erhöht auch die Energiekosten um einige Prozent“, hob Kreke heraus.

Mehr Tipps gibt es bei Marc-Philipp Nikolay, ✆ 05404/88940.

Zum Thema

www.we-lo-klimaschutz.de

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