Betriebsausschuss beschließt Wirtschaftsplan des Abwasserbetriebs Lotte
Regenwassergebühr soll sinken

Lotte -

2017 sollen in Lotte die Regenwassergebühren sinken: Das hat der Betriebs- und Beteiligungsausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag beschlossen.

Sonntag, 27.11.2016, 15:11 Uhr

Dirk Brönstrup (links) gab vor der Sitzung eine Führung durch die Zentralkläranlage in Wersen und erklärte die Funktionsweise der für rund 230000 Euro installierten neuen Schneckenpresse.
Dirk Brönstrup (links) gab vor der Sitzung eine Führung durch die Zentralkläranlage in Wersen und erklärte die Funktionsweise der für rund 230000 Euro installierten neuen Schneckenpresse. Foto: Jannik Zeiser

2017 sollen in Lotte die Regenwassergebühren sinken: Das hat der Betriebs- und Beteiligungsausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag beschlossen. Darüber hinaus hat das Gremium grünes Licht für den Wirtschaftsplan des Lotter Abwasserbetriebs sowie den Haushaltsplan gegeben. Die Beschlüsse werden am 15. Dezember dem Rat vorgelegt.

Unter anderem sieht der Finanzplan des Abwasserbetriebs für das Jahr 2017 Erneuerungen an den Kläranlagen und Kanalisationen der Gemeinde vor.

Kämmerer Jörg Risse erläuterte, dass sich bei den Abwassergebühren in den vergangenen Jahren Überschüsse angesammelt haben. Die Gemeinde ist verpflichtet, solche Rücklagen an die Bürger zurückzugeben; daher sollen die Regenwassergebühren von bisher 84 Cent pro Quadratmeter Grundstückfläche auf 70 Cent gesenkt werden. Für ein typisches Einfamilienhaus mit 120 Quadratmetern Entwässerungsfläche ergebe sich somit eine Einsparung von rund 17 Euro pro Jahr, so die Verwaltung.

Läuft also alles nach Plan, wird die Regenwassergebühr in den nächsten Jahren konstant bleiben. Bei der Schmutzwassergebühr dagegen sei kein Spielraum gegeben, ergänzte Bauamtsleiterin Astrid Hickmann . „Wir sind da sehr vorsichtig gefahren, es kann in den nächsten Jahren passieren, dass wir hier aus der Balance geraten.“ Manfred Garwels ( SPD ) fügte hinzu: „Wir müssen genau aufpassen, ob wir in nächster Zeit Reparaturen durchführen wollen. Denn wenn wir keine Erneuerungen vornehmen, wird uns das irgendwann einholen und die Gebühren schnellen in die Höhe.“

Schließlich ging es um die Haushaltssatzung für das Jahr 2017; der Betriebsausschuss diskutierte insbesondere über Finanzplan des Servicebetriebs der Gemeinde Lotte. Auch hier gab das Gremium grünes Licht für alle geplanten Investitionen, darunter die Anschaffungen eines neuen Sprinters, eines Salzstreuers für den Winterdienst sowie die Installation eines Salzsilos in Alt-Lotte.+

Zu den Leistungen des Servicebetriebs wollte Friedel Glüder (Grüne) wissen, wie hoch denn dessen Aufwendungen bei Heimspielen der Sportfreunde Lotte seien. „Hier muss man aber zwischen Profi- und Breitensport differenzieren“, merkte der Ausschussvorsitzende Horst Petersson an.

Eine solche Differenzierung konnte Kämmerer Risse mit Blick in die Haushaltszahlen zwar spontan nicht geben, wohl aber eine erste Einordnung: „Für die Sportanlage Alt-Lotte waren das im Jahr 2015 etwa 10 900 Euro.“ Das sei weniger als für die Sportanlagen in Halen und Büren auf dem gleichen Posten im gleichen Jahr: knapp 15 000, beziehungsweise 20 600 Euro waren es dort. Risse begründete diesen Unterschied mit dem großen ehrenamtlichen Engagement der Sportfreunde – der Servicebetrieb werde da einfach seltener gebraucht.

Während Glüder den Zahlen noch nicht ganz traute, wies ihr Fraktionskollege Dieter Hörnschemeyer darauf hin, dass die Gesamtaufwendungen für die Sportfreunde – über die Leistungen des Servicebetriebs hinaus – durchaus höher seien als für die anderen Vereine. „Das ist richtig, für die Gesamtaufwendungen muss man natürlich alle Zuschüsse zusammenziehen“, bestätigte Risse.

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