Umbau der K  23 in Halen startet im April
Nach über 30 Jahren tut sich was

Lotte-Halen -

Nach mehr als drei Jahrzehnten Gezerre scheint das Ziel in greifbarer Nähe: Laut Informationen des Kreises Steinfurt sollen im April die Arbeiten zur Umlegung der K 23 in Halen starten und sechs Monate später – im November – beendet sein.

Donnerstag, 19.01.2017, 16:01 Uhr

Durch diese hohle Schneise soll sie führen:  Die Verschwenkung der K 23 zwischen Wersen und Halen. Um eine Lösung für das Nadelöhr an den Höfen (links im Hintergrund) wird seit 30 Jahren gerungen. Seit 2014 ist sie gefunden - gebaut wird erst im April.
Durch diese hohle Schneise soll sie führen:  Die Verschwenkung der K 23 zwischen Wersen und Halen. Um eine Lösung für das Nadelöhr an den Höfen (links im Hintergrund) wird seit 30 Jahren gerungen. Seit 2014 ist sie gefunden - gebaut wird erst im April. Foto: Jessica von den Benken

Seit über 30 Jahren beschäftigt das Nadelöhr an der Halener Straße zwischen dem Hof Steinmeier und Havermeyer die Anlieger, den Kreis Steinfurt und die Gemeinde Lotte. Viele Halener Bürger haben nicht mehr an eine Entschärfung der Verkehrssituation geglaubt.

Nachdem dann Ende 2014 eine Lösung in der Bauernschaft gefunden worden war, sollten die Bauarbeiten eigentlich schon im Herbst 2015 starten. Doch bis heute passierte nicht viel.

„Das lag an verschiedenen Gründen“, erklärt Stephan Selker vom Kreis Steinfurt. Die Situation vor Ort sei im Vorfeld nicht einfach gewesen. Der Kreis habe versucht, auf die topographischen Gegebenheiten Rücksicht zu nehmen und möglichst schonend beim Bau der neuen Strecke vorzugehen.

Auch habe die Abstimmung mit den Anliegern länger gedauert als erwartet. „Es musste beispielsweise geklärt werden, wie mit bestehenden Bruchsteinmauern umgegangen wird“, sagt Selker. Einige seien komplett abzutragen und neu aufzubauen. Ebenso habe sich die Frage gestellt, wie mit der Entwässerung der Fundamente umgegangen werde. „Dazu mussten wir erst verschiedene Einzelfälle prüfen.“ Dies sei nun alles erledigt und die Ausschreibungen laufen.

Auch der Halener Landwirt Hartmut Meyer musste für den Umbau der K 23 aktiv werden. Er stellt einen Teil seines Waldes für die neue Straße zur Verfügung. Die Baumfällarbeiten, die auf diesem Stück notwendig waren, sind seit dem Frühjahr 2016 beendet. Auch die Baumstumpen sind gefräst, bestätigt Meyer auf Anfrage. „Von unserer Seite aus ist alles startklar“, bestätigt er.

Los gehen soll es nun definitiv im April dieses Jahres. Die Baustelle erstreckt sich, wenn Autofahrer aus Richtung Wersen kommen, vom Ende des Radweges durch die Deewege, durch ein Waldstück über die Achmerstraße bis hin zum Bahnübergang Richtung Wallenhorst-Hollage.

Gebaut werde in mehreren Phasen, heißt es seitens des Kreises Steinfurt. So könne man bis Ende Juli sicher stellen, dass die Strecke entweder über die Halener Straße oder die Achmerstraße weiter befahren werden kann. Mit wesentlichen Verkehrsbehinderungen rechne man dann ab dem 1. August. „Dann müssen wir den Bereich zwischen der Einmündung der Halener Straße in die Achmerstraße und der Hollager Straße bis November voll sperren“, so Bauleiter Klaus Overesch.

Der überörtliche Verkehr und die Umleitungsstrecke für die Bundesautobahn (BAB) 1 werden in der Zeit großräumig umgeleitet. Die Schulbusse und Anlieger sollen während der Bauarbeiten auf ortsnahe Straßen gelenkt werden.

„Die Umleitungsstrecken werden mit Beginn der Bauarbeiten ausgeschildert“, so Overesch. Der RVM (Regionalverkehrsgesellschaft Münsterland) werde Schüler über Verlegungen von Streckenverläufen und Haltestellen informiert. „Die Verkehrsteilnehmer und die Anlieger müssen sich auf Behinderungen einstellen. Dafür wird die Verkehrsführung für alle nachher umso besser,“ versichert Overesch.

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