Feuerwehr Lotte
Offene und ernste Worte

Lotte -

Ernst wurde es bei der Jahresversammlung der Lotter Feuerwehr, als die Turbulenzen des vergangenen Jahres thematisiert wurden; entspannter, als zwei neue Mannschaftswagen in Dienst gestellt wurden.

Montag, 23.01.2017, 17:01 Uhr

Freuen sich über zwei neue Mannschaftswagen:  Ordnungsamtsleiterin Esther Kleina-Metelerkamp, Martin Schmidtmeier, Holger Schlak, Marcus Prinz, Rainer Lammers, Stephan Läken und Gerd Nüsse (von links).
Freuen sich über zwei neue Mannschaftswagen:  Ordnungsamtsleiterin Esther Kleina-Metelerkamp, Martin Schmidtmeier, Holger Schlak, Marcus Prinz, Rainer Lammers, Stephan Läken und Gerd Nüsse (von links). Foto: Ursula Holtgrewe

Ernst wurde es bei der Jahresversammlung der Lotter Feuerwehr , als die Turbulenzen des vergangenen Jahres thematisiert wurden; entspannter, als zwei neue Mannschaftswagen in Dienst gestellt wurden. „Negative Dinge sind geschehen: Nachlässigkeiten, die inzwischen abgearbeitet sind, und auch Führungsschwächen innerhalb der Wehrführung – und ich schließe mich da ausdrücklich mit ein – haben dazu geführt, dass sich viel Frust bei einigen Feuerwehrleuten aufgebaut hat“, sagte der stellvertretende Wehrleiter Gerd Nüsse . Eine Austrittswelle sei gefolgt. Indes sei auch dank der Gespräche mit Marcus Prinz ein Teil der Kameraden von der Wehrleitung wiedereingestellt worden.

Nüsse betonte, dass sich alle Kameraden in den zurückliegenden Jahren mit sehr viel Herzblut für die Wehr eingebracht hatten. Die Außendarstellung habe gelitten, daher lautete sein Appell an die Kameraden, sich zu besinnen, was „uns ausmacht und wofür wir als Feuerwehrleute stehen: Nämlich für eine großartige kameradschaftlich geführte Feuerwehr mit großartigem politischen und Verwaltungsbackground und mit großartigen Kameradinnen und Kameraden, die sich jederzeit für ihre Mitbürger einsetzen, gemäß unserem Motto ,Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr‘.“

Das hofft auch Bürgermeister Rainer Lammers. Auf die Frage, wann die angekündigte Mediation innerhalb der Lotter Feuerwehr beginne, antwortete er: „Die Mediation wird es geben, denn das ist ein Antrag aus dem Rat heraus. Wann ist noch nicht geklärt. Der Steinfurter Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier hat gesagt: Erst werden die beiden Löschzüge an zwei unterschiedlichen Terminen angehört, dann die gesamte Wehr. Wenn die Nachfolgeregelung der Wehrführung erfolgt sei, so Meier, solle mit der Konfliktberatung begonnen werden.“ Ob sich die Ratsfraktionen mit diesem Vorgehen zufrieden geben werden, bleibt abzuwarten. CDU, Grüne und FDP hatten in der letzten Sitzung des Gemeinderates 2016 gedrängt, dass das Mediationsverfahren noch vor der personellen Neuaufstellung der Wehrführung beginnen solle. So hatte es der Rat einstimmig beschlossen.

Kreisbrandmeister (KBM) Raphael-Ralph Meier betonte, dass Bürgermeister und Verwaltung zeitnah auf die Probleme innerhalb der Wehr reagiert hätten. „Aus meiner Sicht ist es erforderlich, dass der Brandschutzbedarfsplan extern erstellt wird. Schlecht aufgestellt ist die Lotter Wehr nicht“, sagte Meier.

Die Wehr stehe vor einem Wandel. Ab dem 1. Mai solle eine neue Wehrleitung tätig werden. „Meine Aufgabe ist es, den oder die Kameraden zu finden. Ich werde nach bestem Wissen und Gewissen Rat und Verwaltung Vorschläge unterbreiten“, sage der Kreisbrandmeister. Nach den Anhörungen werde seine Entscheidung fallen. Er bat, den Personen Vertrauen entgegenzubringen, damit wieder Ruhe und Frieden einkehre.

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