Marihuana-Prozess
Angeklagter gesteht

Lotte/Münster -

Im Prozess gegen drei Angeklagte wegen des illegalen Anbaus von Marihuana und der Pflege einer groß angelegten Plantage in einem Einfamilienhaus in Wersen sagte jetzt der erste Beschuldigte beim Landgericht in Münster aus. Er gestand und belastete zugleich die Mitangeklagten.

Dienstag, 24.01.2017, 16:01 Uhr

 
 

Der 51-Jährige aus Bochum , der schon in seiner richterlichen Vernehmung voll umfänglich ausgesagt hatte, ergriff auch im Prozess die Flucht nach vorne. Er räumte in dem weitreichenden Geständnis seine Rolle in dem Bandengeflecht ein.

Darüber hinaus belastete der Familienvater die beiden 39 und 44 Jahre alten Mitangeklagten erheblich. Demnach bestand die Aufgabe des 39-Jährigen im Bepflanzen und Bewässern. Nach einem Urlaub in Vietnam kehrte er zur Plantage in Wersen zurück.

Auch die 44-Jährige auf der Anklagebank, die zuvor schon auf einer Indoor-Plantage in Lehrte tätig gewesen sein soll, soll von dem illegalen Anbau in dem Einfamilienhaus gewusst haben.

Wie am Rande des Prozesses in Erfahrung gebracht wurde, soll die Angeklagte unter Androhung von Schlägen dazu gezwungen worden sein, die Marihuanapflanzen zu pflegen.

Dass die in dem Objekt angelegte Indoor-Plantage professionell betrieben wurde, macht der im Prozess verlesene Bericht der Ermittler deutlich: Neben der aufwendigen technischen Einrichtung wurden insgesamt 1261 Canabispflanzen in verschiedenen Wachstumsstadien aufgefunden und sichergestellt.

Der Prozess wird fortgesetzt.

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