Jahresversammlung der Lotter Landfrauen
Guter Rat: „Lebe heute“

Alt-Lotte -

„Verschiebe dein Leben nicht auf morgen – lebe heute“, lautete der Titel des Vortrags von Marita Lammers beim Jahrestreffen des Landfrauenverbandes Lotte in Haus Hehwerth.

Sonntag, 29.01.2017, 15:01 Uhr

„Verschiebe dein Leben  nicht auf morgen – lebe heute“ – ein Motto, das Marita Lammers (links) und Ilse Lange so gut es geht umsetzen.
„Verschiebe dein Leben  nicht auf morgen – lebe heute“ – ein Motto, das Marita Lammers (links) und Ilse Lange so gut es geht umsetzen. Foto: Ursula Holtgrewe

Die Landfrauenvorsitzende Ilse Lange erinnerte eingangs daran, dass ein seltsames Jahr hinter allen liege: „Die Welt scheint aus den Fugen zu sein.“ Da sei es sinnvoll, sich auf sich selbst zu besinnen. „Lassen wir uns nicht wegspülen vom tosenden blinkenden Rundherum“, appellierte sie an die große Runde.

Bienenfleißig hatten zahlreiche Mitglieder die Tische erst gerückt und anschließend liebevoll gedeckt. Diesen und allen Unterstützern in vielen Bereichen dankte Ilse Lange und schloss auch das engagierte Vorstandsteam ein.

Renate König teilte beim Kassenbericht mit, dass die Landfrauen ein Minus erwirtschaftet hatten, das aber locker von den Rücklagen ausgeglichen wurde.

Den termingespickten Jahresrückblick mit Aktionen, Reisen und Kochen im Bansen trug Schriftführerin Sabine Teckemeyer vor und vergaß auch die regelmäßigen Treffen von handwerkelnden Landfrauen in der Spinn- und Webstube sowie die Weißstickerinnen nicht.

Nach ausgiebigem Kaffeetrinken und intensivem Plaudern waren alle ganz Ohr für Marita Lammers , die bei der Ibbenbürener Familienbildungsstätte arbeitet. „Verschieben Sie Ihr Leben auch manchmal auf morgen?“, fragte sie in die Runde. „Wir haben dazu keine Zeit mehr“, kam es vergnügt zurück; ein Zeichen, dass sich gerade ältere Mitglieder sehr wohl Gedanken machen und bewusst leben.

„Wir sind häufig nicht bewusst beim Gesprächspartner“, sagte die Referentin. Grund: Gedanklich sind wir dann schon bei einer oder mehreren anderen Aufgaben, die wir erledigen möchten. „Denken Sie dann bewusst dran: Wir leben im Hier und Jetzt und sollten das bewusst wahrnehmen“, riet Marita Lammers.

Warum nicht heute mal was tun, wozu es morgen vielleicht zu spät sein kann? Zum Beispiel ausgelassen etwas Verrücktes (aus Sicht des Umfeldes) tun, etwas unternehmen, wonach einem eigentlich ist. Wer stark eingebunden ist, soll versuchen, sich regelmäßig eine Auszeit zu nehmen und ganz bewusst etwas für sich zu tun. Eine halbe Stunde kann schon helfen.

„Hinderlich, um im Hier und Jetzt zu leben, sind häufig Ansprüche an sich selbst oder Angst vor dem Unbekannten sowie Selbstzweifel, was ich schade finde. Denn jeder ist wichtig“, betonte der Gast. Ihr Tipp: Je kürzer die Lebenserwartung ist, umso bewusster solle man eigene Wünsche umsetzen und das tun, wonach einem zumute ist. „Sagen Sie doch mal anderen, wie wichtig die Ihnen sind“, appellierte Marita Lammers daran, Dritten gegenüber Wertschätzung zu äußern. Das tut diesen genauso gut, wie einem selbst. Gleiches gelte für ein herzliches „Dankeschön“.

„Dankbarkeit ist wie Brausepulver. Das Leben bekommt Farbe und beginnt zu sprudeln. Das ist das, was einem Leben Glanz gibt, was das Leben ausmacht. Das Allerwichtigste ist Zufriedenheit. Sie steht noch über Gesundheit und Geld“, erklärte die Referentin. Sie verschenkte an alle ein symbolisches Tütchen Brausepulver und riet verschiedentlich, bewusster durch den Tag zu gehen und sich auch an kleinen Alltagsdingen zu erfreuen, wie die ersten Frühblüher.

„Jeder Tag ist wertvoll. Erst, wenn etwas Einschneidendes geschieht, wird einem das bewusst“, betonte Marita Lammers. Damit ihr Vortrag immer bei den Zuhörern präsent ist, verschenkte sie an jeden Schmetterlingskarten fürs Portemonnaie mit den Worten: „Jeder Tag ist ein Geschenk. Pack es aus und hab Freude daran.“

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