Awo-Ortsverein Lotte
Awo Lotte: Schläft das Vereinsleben ein?

Alt-Lotte -

Wenn die Mitglieder eines Vereins Post vom Vorstand erhalten, muss das einen wichtigen Grund haben. Diesen hat der Vorstand der Arbeiterwohlfahrt in Lotte: Die Angebote des Vereins kommen offenbar nicht mehr an. Ein Fragebogen soll helfen, Gründen dafür zu finden.

Montag, 30.01.2017, 19:01 Uhr

Vorbildlich: Seit 45 Jahren gehört Helene Laumeyer (Mitte) der Awo Lotte an und nimmt an den Aktivitäten des Vereins teil. Darüber freuen sich Marianne Schröer (links), Klaus Kunde und Helga Strübbe.
Vorbildlich: Seit 45 Jahren gehört Helene Laumeyer (Mitte) der Awo Lotte an und nimmt an den Aktivitäten des Vereins teil. Darüber freuen sich Marianne Schröer (links), Klaus Kunde und Helga Strübbe. Foto: Ulrike Havermeyer

Das Vorstandsteam um die Vorsitzende Marianne Schröer und ihren Stellvertreter Klaus Kunde sorgt sich um das Vereinsleben der Awo in Lotte . Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Lotte hat zu ihrer Jahreshauptversammlung ins Haus Hehwerth eingeladen.

Voraussichtlich Mitte Februar werden die 111 Mitglieder der Awo Lotte Post vom Vorstand bekommen. Weil immer weniger von ihnen sich an den angebotenen Veranstaltungen des Vereins beteiligen, hat das Team um die Vorsitzende Marianne Schröer und ihren Stellvertreter Klaus Kunde einen – anonym auszufüllenden – Fragebogen erarbeitet, mit dem die Vereinsführung auf Ursachenforschung gehen und dem „Trend zur Verweigerung“ entgegentreten will.

Elf Awo-Mitglieder waren beim Maigang im vergangenen Jahr. 17 Leute beim Oktoberfest, neun bei der gemeinsamen Silvesterfeier. „Was machen wir falsch?“, fragt Klaus Kunde die anderen rund 30 Mitglieder, die zur Jahreshauptversammlung gekommen sind.

„Warum ist beinahe Dreiviertel der Gemeinschaft der Awo Lotte nicht dabei?“ Klaus Kunde und Marianne Schröer blicken ratlos. Und auch ein wenig enttäuscht. „Natürlich können einige aus Altersgründen nicht kommen“, wissen die beiden. Dass das Interesse in der vergangenen Zeit allerdings derart eingebrochen sei, erklärten diese Umstände allein jedoch nicht.

Nachdem der Awo-Ortsverein Halen sich im Herbst 2015 aufgelöst habe, sei es besonders wichtig, dass die jetzt noch in der Gemeinde aktiven Gruppen in Lotte und Wersen/Büren erhalten blieben, schloss sich auch Helga Strübbe dem Appell des Vorstands zu mehr Engagement an. „Die Awo ist ein Standbein unserer Gesellschaft und nicht wegzudenken“, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin, „und wir müssen darum kämpfen, dass beide Ortsvereine stark bleiben.“ Eine Fusion der Awo Lotte und der Awo Wersen/Büren komme nicht infrage, betonten Schröer und Kunde, dafür sei die Entfernung zwischen den Ortsteilen zu groß und die Mobilität vieler Senioren zu eingeschränkt.

„Wir wollen besser werden“, vermittelte Klaus Kunde zuversichtlich Aufbruchstimmung, „aber das können wir nur mit eurer Hilfe.“ Allen, die ihren Kontakt zur Awo wieder aufleben lassen wollen, legte Marianne Schröer gleichsam als ersten Schritt das Kaffeetrinken in der Tagesstätte ans Herz, das der Verein jeden Dienstag um 15 Uhr anbietet. Montags um 14 Uhr treffen sich die Männer der Awo zum Doppelkopfspielen. Jeden zweiten Freitag im Monat organisiert die Awo ein offenes Pokal-Doppelkopfspiel.

Neben den mauen Beteiligungszahlen gab es auf der Jahreshauptversammlung der Lotter Awo aber auch Erfreuliches: Kassiererin Susanne Haslöwer sagte, der Ortsverein habe 2016 2000 Euro aus dem Fonds des Kreisverbandes erhalten. „Davon haben wir eine neue Spülmaschine und einen neuen Elektroherd angeschafft.“ Besonders freute sich der Vorstand darüber, dass man mit Hilfe des Geldes auch die komplette Beleuchtung der Tagesstätte auf LED umstellen konnte.

Im Jahr 2018 will die Awo Lotte ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Geplant sei ein großes Fest, deutete Marianne Schröer an, aber gerade dafür brauche man eben auch die Beteiligung und das ehrenamtliche Engagement möglichst vieler Vereinsmitglieder.

Für 45 Jahre Mitgliedschaft in der Awo Lotte ehrte der Vorstand Helene Laumeyer. Die weiteren Jubilare – Anneliese Rose (25 Jahre Mitgliedschaft), Werner Kipp (30 Jahre dabei) und Erika Pause (seit 40 Jahren im Verein) – erhalten ihre Urkunden später – sie waren nicht zur Jahreshauptversammlung gekommen.

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