Frauenhilfe Lotte
Erinnerungen an die Kindheit

Lotte -

Puppen, Teddys, andere Kuscheltiere: Für viele Menschen waren sie Begleiter in der Kindheit. Jetzt hatte die Frauenhilfe Lotte zu einer „Puppenstunde“ eingeladen. Viele Erinnerungen wurden auf diese Art geweckt.

Mittwoch, 01.02.2017, 12:02 Uhr

Vergnügliches rund um Puppen und Spielzeug können Detlef Salomo (von links), Lieselotte Zimmerling, Annette Salomo, Gitta Schwegmann und Gertraud Deuper berichten.
Vergnügliches rund um Puppen und Spielzeug können Detlef Salomo (von links), Lieselotte Zimmerling, Annette Salomo, Gitta Schwegmann und Gertraud Deuper berichten. Foto: Ursula Holtgrewe

Mehrere Jahrzehnte zurück in die Kinderzeit reisten die Besucherinnen der Frauenhilfe im evangelischen Gemeindehaus „Arche“. „Meine erste Puppe “ hieß das Thema, bei dem aber auch Teddys ihren Platz hatten.

Egal was in der Kinderzeit Seelentröster, Geheimnisträger oder innig geliebtes Kuschelkind war: Es ist Teil der persönlichen Geschichte. Wen so ein Geselle jahre- oder gar jahrzehntelang begleitet hat, der kann sich davon zeitlebens nicht trennen. So hatte Frauenhilfeleiterin Gitta Schwegmann unter anderem ihre rund 72 Jahre alte Puppe mitgebracht und eine Schildkröt-Puppe, die sie einst aus einem Altkleidersack rettete. Annette Salomo hatte eine gleichfalls einst geliebte Puppe und ihren abgewetzten viel gekuschelten Pandabären vor sich auf dem Tisch sitzen.

Angeregt von Bildern über Käthe Kruse-Puppen, Barbie , die seit 1959 nahezu alle gesellschaftlichen Trends verkörpert, die bei den Frauen weniger bekannten Caho-Biegepuppen, Puppenstuben und Puppenwagen berichteten einige Frauen über ihre Kindheitserinnerungen.

Längst nicht jede Familie konnte sich für die Töchter Puppen oder gar Zubehör leisten. Lieselotte Zimmerling erinnerte sich: „Mein Vater hat für mich unter einem Apfelsinenkorb Räder montiert und eine Schiebestange angebaut. Das war dann mein Puppenwagen.“

Gertraud Deuper berichtete: „Ich hatte ein Celluloid-Baby. Damals hat mich meine Freundin immer mit ihrem Puppenwagen abgeholt und wir sind mit unseren Babys spazieren gegangen. Anschließen haben wir sie in der Gartenlaube gewickelt. Ich habe mein Baby ausgezogen und nachgeschaut. ,Guck mal, schon wieder voll‘, habe ich dann gesagt und die Windel gewechselt. Die war ein Taschentuch von meinem Vater mit einem Klecks Senf.“. Schmunzelnd ergänzte sie: „Nur, meine Mutter war mit dem Senf so geizig.“

Dass Mädchen nicht ausschließlich mit Puppen, sondern sehr wohl mit Teddys und anderen Schmusetieren spielen und gespielt haben, kam in der Gesprächsrunde ebenso zutage.

Passend hatte Pastor Detlef Salomo zwar keine Bibelstelle über Puppen gefunden, regte die Damen aber mit seiner Geschichte über einen Sammler-Teddy zum Nachdenken an. Auf Auktionen wurde dieser unbeschädigte Vitrinen-Teddy für viel Geld gehandelt und schaute fast verächtlich auf einen mit reichlich Gebrauchsspuren versehenen Teddy herab: „Wer das nicht möchte, sollte wie ich in einer Vitrine sitzen“, schloss die Geschichte über den Edelbären – doch wer möchte schon auf liebevolles Kuscheln verzichten? Auch das mag manch einer Frau durch den Kopf gegangen sein, als sie sich nun an die viel geliebten Kindheitsbegleiter erinnerten.

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