Streunende Katzen in Lotte
Streuner an der Moorbreede

Lotte -

Die Streunerhilfe „Ni-No“ hat jetzt in Lotte 24 Katzen an der Moorbreede eingefangen. Die Tiere sollen jetzt kastriert und dann weitervermittelt werden.

Freitag, 03.02.2017, 20:02 Uhr

Von Anwohnern  sind die streunenden Katzen in Lotte offenbar gut versorgt worden. 24 Tiere konnte die Streunerhilfe „NiNo“ jetzt einfangen.
Von Anwohnern  sind die streunenden Katzen in Lotte offenbar gut versorgt worden. 24 Tiere konnte die Streunerhilfe „NiNo“ jetzt einfangen. Foto: Melanie Euler

24 streunende Katzen hat die Tierschutzorganisation „ Streunerhilfe Ni-No“ an der Moorbreede in Lotte eingefangen. Gerade noch rechtzeitig, bevor die jungen, unkastrierten Katzen trächtig werden konnten.

Während über Sinn und Unsinn einer Katzensteuer heftig diskutiert wird, sind die Tierschützer des Vereins „Streunerhilfe Ni-No“ an der Basis aktiv. Sie möchten das Leid streunender Katzen mildern, kastrieren sie, richten Futterstellen ein, behandeln kranke Tiere und nehmen den Nachwuchs der Streuner in Pflegestellen auf, um sie anschließend in ein Zuhause zu vermitteln.

Jetzt wurde der Verein, der sich im Grenzgebiet zwischen Niedersachsen und NRW engagiert, in Lotte aktiv. „Ende 2016 sind wir erstmalig auf die Katzenschwemme aufmerksam wor­den, erläutert Vorsitzende Melanie Euler . Zunächst konnte jedoch kein genauer Aufenthaltsort oder Unterschlupf der Tiere ausgemacht werden. Eine große Zahl von Streunern sei dann an einem Müllcontainer in der Moorbreede gesichtet worden. Für die Tierschützer ein Alarmsignal. „Für uns war sofort klar, dass Handlungsbedarf besteht“, so Euler. 21 Katzen zwischen einem und zwei Jahren sowie drei etwa fünf Monate alte Jungtiere zählten und fingen die Tierschützer bis heute.

„Die Tiere waren alle in einem guten Zustand“, erklärt Euler. Denn sie seien von Anwohnern versorgt worden. Trotzdem sei es aus Tierschutzsicht unhaltbar, nicht kastrierte Streuner frei laufen zu lassen. „Katzen werfen bis zu dreimal im Jahr“, weiß Euler. Spätestens im Herbst wäre die Gruppe auf bis zu 100 Katzen explodiert und so zum echten Problem geworden. „Solch große Kolonien können auch von Anwohnern nicht mehr genügend versorgt werden.“ Unterernährte und kranke Tiere wären die Folge gewesen.

Mit Lebendfallen und der Unterstützung der Organisationen „Arche KaNaum“ aus Bad Arolsen und dem Tierschutzverein Melle gelang es Euler, die Tiere zu fangen. 22 der Streuner seien dank der Hilfe der Arche bereits kastriert und sollen nun weitervermittelt werden. Zwei Tiere habe der Meller Tierschutz aufgenommen. „Wer Interesse daran hat, den Tieren ein Zuhause zugeben, sollte sich direkt an diese Organisationen wenden“, so Euler. Leben noch weitere Streuner in der Moorbreede? „Davon gehen wir derzeit aus, können es aber nicht genau sagen.“

Und was sagt die Gemeindeverwaltung zu dereFrage? „Uns war das Problem bekannt, aber nicht in diesem Ausmaß“, meint Fachbereichsleiterin Esther Kleina-Metelerkamp. Die Verwaltung habe das Problem „in Angriff“ nehmen wollen. Die Tierschützer seien ihr nun zuvorgekommen. „Wir sind aber erfreut, dass ein Großteil der Katzen gefangen ist.“

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