Launiges Probeessen für den Herrenabend des Bürgervereins Wersen
Sportfreunde in aller Munde

Lotte-Wersen -

Die Gemeinde Lotte hat drei große Werbeträger: Das Autobahnkreuz, die Sportfreunde und natürlich den Bürgerverein Wersen, wie dessen kommissarischer Vorsitzender Helmut Börst ganz unbescheiden feststellt. Zwar hatte Letztgenannter am Donnerstagabend zum Probeessen für den 42. Herrenabend eingeladen, zwischen den Mahlzeiten waren aber eigentlich nur die Fußballer in aller Munde.

Freitag, 03.03.2017, 17:03 Uhr

Vorfreude auf Haxe Kraut und launige Unterhaltung bei herrlichen Kaltgetränken strahlten beim Probeessen (von links) Sportfreunde-Boss Hans-Ulrich Saatkamp, Koch Manfred „Manni“ Wilke und Gastgeber Helmut Börst in der Küche der „Ratsstuben“ Wersen aus
Vorfreude auf Haxe Kraut und launige Unterhaltung bei herrlichen Kaltgetränken strahlten beim Probeessen (von links) Sportfreunde-Boss Hans-Ulrich Saatkamp, Koch Manfred „Manni“ Wilke und Gastgeber Helmut Börst in der Küche der „Ratsstuben“ Wersen aus Foto: Thomas Niemeyer

Da wurde unentwegt darüber spekuliert, was gewesen wäre, wenn das DFB-Pokalspiel am Dienstag doch im Frimo-Stadion ausgetragen worden wäre. Und mit der Frage nach dem möglichen Austragungsort für das Nachholspiel gegen Borussia Dortmund wurde Hans-Ulrich Saatkamp nicht minder gelöchert. „Lass uns doch lieber über hübsche Mädchen sprechen“, meinte der Vorsitzende der Sportfreunde (SF), allerdings gar nicht genervt, sondern bestens aufgelegt. Saatkamp war der Ehrengast beim Probeessen , was insofern ein bisschen wundert, weil er nach eigenem Bekunden schon seit 27 Jahren Mitglied im Bürgerverein Wersen ist und genauso oft beim Herrenabend dabei war.

Dass Haxen, Kraut und Püree am Donnerstag von „Manni“ Wilke zubereitet wurden, ist eine nette Randnotiz. In der Küche stand jedoch nicht der SF-Fußballobmann, sondern dessen Namensvetter.

Helmut Börst , der am kommenden Freitag den Herrenabend erstmalig (und einmalig?) moderieren wird, begrüßte zum Probeessen in den Wersener „Ratsstuben“ Vorstandskollegen, Unterstützer und einige Freunde des Bürgervereins. Den Lieferanten für den Krautabend könne der Verein zwar vertrauen. „Probieren ist aber besser“, stimmte er die Männer auf einen kurzweiligen Abend ein. „Das hätte man beim Brexit oder bei der US-Präsidentenwahl auch mal machen sollen.“ Mit seiner Rolle als kommissarischer Vorsitzender hat sich Börst identifiziert: „Ich habe eine tolle Karriere gemacht. Um Präsident zu werden, musste ich nicht einmal durch den Knast gehen.“

Gerne hätte Börst die Sportfreunde unter den Gästen als kommende Gegner von Bayern München im DFB-Pokal begrüßt. „Da musst du noch ein bisschen warten“, konterte Hans-Ulrich Saatkamp ganz selbstbewusst. „Leichter werden die Gegner nicht.“ An einer Stelle in den Gesprächen war ihm aber doch nicht nach Witzeln zumute. „Ich bin noch nie in so ein Loch gefallen wie an dem Abend“, räumte er zur Spielabsage diese Woche ein. „Da arbeitet man so lange auf diesen Moment hin und dann so was.“

Für schlechte Laune war allerdings kein Platz. Denn gerade war der Verdauungs-HKT heruntergespült, da wurden schon die Mettbrötchen serviert. „Die schnellste Mitternachtsmahlzeit, die ich kenne“, kommentierte Rüdiger Kuhlmann, Geschäftsführer des Verkehrsvereins Stadt und Land Osnabrück (VVO), mit Blick auf die Uhr, die 21.15 Uhr zeigte. Auch dieses Jahr hatte Michael Starke die Brötchen bestellt (und bezahlt) und wollte der Runde nicht vorenthalten, was (beim wohl noch zu schreibenden Beitrag) im Internetlexikon Wikipedia zum Mettbrötchen und seiner internationalen Bedeutung steht. Dass Mett auch Hackepeter genannt wird, ist ja geläufig, dass das Schweinehackfleisch gut zu Haxe und Kraut passt, gewöhnungsbedürftig. Und dass der 14. Februar nicht nur Valentinstag, sondern auch Weltmettbrötchentag ist, dürfte den meisten neu sein.

Die Tradition des Mettbrötchens zum Abschluss des Probeessens gebe es seit 15 Jahren, sagte Starke. Was vorher war, könnten wohl nur die Altvorderen sagen. Dazu hatte der Ehrenvorsitzende Wilfried Freier schlagfertig die Antwort: „Da gab es zwei Haxen.“

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