CDU und FDP fordern neue Pläne für Straße „Zum Attersee“
Bald sieben Meter breit ?

Lotte -

Bei den Ausbauplänen der Straße „Zum Attersee“ in Lotte verlangen CDU und FDP Nachbesserungen. Sie sehen die Belange des landwirtschaftlichen Verkehrs nicht genügend berücksichtigt.

Montag, 13.03.2017, 16:03 Uhr

Wird nach dem Ausbau die Straße „Zum Attersee“ bald sieben Meter breit sein? Die Mitglieder des Verkehrs- und Umweltausschuss wurden sich in ihrer jüngsten Sitzung noch nicht einig.
Wird nach dem Ausbau die Straße „Zum Attersee“ bald sieben Meter breit sein? Die Mitglieder des Verkehrs- und Umweltausschuss wurden sich in ihrer jüngsten Sitzung noch nicht einig. Foto: Angelika Hitzke

Dass die Straße „Zum Attersee “ zwischen „An der Bringenburg“ und der Einmündung „Hoher Esch“ ausgebaut werden soll, ist unstrittig. Nur über den Umfang sind sich die Mitglieder des Verkehrs- und Umweltausschuss nicht einig.

Eigentlich sollte während der jüngsten Ausschusssitzung die Ausführungsplanung für den Straßenausbau auf den Weg gebracht werden. Doch dazu kam es nicht. Die vier SPD-Vertreter sowie Friedel Glüder von den Grünen stimmten zwar für die nächsten Schritte, CDU und FDP – mit ebenfalls fünf Stimmen – sprachen sich aber gegen die Pläne der Verwaltung aus. Diedrich Hesse (Die Grünen) enthielt sich. Dadurch entstand eine Pattsituation, die die Ablehnung der Beschlussempfehlung zur Folge hatte.

Zur Erinnerung: Der Anfang Dezember erstellte und vom Ausschuss mehrheitlich befürwortete Planungsentwurf in zwei Variationen für den Ausbau der Straße erlangte bei der Anliegerversammlung am 21. Februar kein eindeutiges Votum. Anlieger mahnten unter anderem verkehrstechnische Probleme an. Eine dritte Planungsvariante war die Folge.

Den veränderten Entwurf stellte Daniel Kloth vom Ingenieurbüro Flick den Ausschussmitgliedern vor und entfachte damit eine rege Diskussion. Die Parksituation, runde oder eckige Bordsteine sowie Straßenbreite und Begegnungsverkehr wurden über gut 40 Minuten von allen Seiten beleuchtet. „Wenn es um die Aufpflasterung geht, sind wir leidenschaftslos“, sagte Friedel Glüder von den Grünen, „was uns allerdings sehr stört, ist das Rundbord.“ Es verführe dazu, dass zum Teil auf dem Gehweg geparkt werde. Ein Hochbord sei eine sicherere Lösung für die Fußgänger. „Wir können diese Bedenken nachvollziehen. In der Straße besteht ein sehr hoher Parkdruck“, sagte Hermann Brandebusemeyer (SPD).

Die CDU-Fraktion sah das Problem des Parkens ähnlich. Aus ihrer Sicht sei das große Manko der ganzen Planung jedoch die Beschränkung des Straßenraums auf 5,75 Meter nach dem Ausbau. Momentan ist der Weg 4,80 Meter breit. „Wir haben hier Anliegerverkehr von einem Bauunternehmen und landwirtschaftlichen Verkehr, der diese Straße zwingend nutzen muss“, sagte Steffen Wascher (CDU). Daher rechne seine Fraktion mit Komplikationen im Begegnungsverkehr und könne sich mit der Planung nicht anfreunden. Er forderte eine alternative Planung mit einer Straßenbreite von sieben Metern.

Und nun? Jetzt ist die Verwaltung wieder am Zug. Sie muss dem Ausschuss die zusätzlich geforderte Planungsvariante mit einer sieben Meter breiten Straße vorlegen. Die Fraktionen werden darüber beraten und in einer der nächsten Sitzungen eine Entscheidung fällen, wie es mit dem Straßenbau „Zum Attersee“ weitergeht.

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