Sportfreunde-Lotte-Vorsitzender Saatkamp nach dem Spiel gegen Borussia Dortmund / Dank an VfL Osnabrück
„Schauen wieder nach vorne“

Lotte -

Trotz einer über weite Strecken couragierten Leistung mussten sich die Sportfreunde Lotte aus dem DFB-Pokal verabschieden. „Das 0:3 gegen Borussia Dortmund fiel am Ende etwas zu hoch aus“, meinte der Erste Vorsitzende Hans-Ulrich Saatkamp.

Mittwoch, 15.03.2017, 14:03 Uhr

Hans-Ulrich Saatkamp verließ am Dienstagabend etwas traurig den Platz. Auf das Erreichte ist der Vorsitzende der Sportfreunde Lotte dennoch stolz.
Hans-Ulrich Saatkamp verließ am Dienstagabend etwas traurig den Platz. Auf das Erreichte ist der Vorsitzende der Sportfreunde Lotte dennoch stolz. Foto: Mrugalla

Herr Saatkamp , wie haben Sie das Spiel gesehen ?

Hans-Ulrich Saatkamp: Ich habe zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen. In der ersten Halbzeit hätten wir auch in Führung gehen können. Tim Wendel hatte da eine Riesenchance. Wir gingen mit einem 0:0 und einem guten Gefühl in die Halbzeit. Dann haben wir in der Vorwärtsbewegung aber den Ball verloren und Dortmund ging mit 1:0 in Führung. Das Tor fiel recht früh nach der Pause, aber man konnte dann sehen, welche individuelle Klasse Dortmund hat. Am Ende hat Dortmund verdient gewonnen, aber der Sieg ist zu hoch ausgefallen.

Eine Überraschung wäre also durchaus möglich gewesen ?

Saatkamp: Vielleicht. In den ersten 25 Minuten waren wir die bessere Mannschaft und hatten auch die Chancen, die wir aber leider nicht genutzt haben. Nach dem Rückstand haben wir sicherlich weiter versucht, Fußball zu spielen. Auch wollten wir weiter versuchen, dem Gegner unser Spiel aufzuzwingen. Aber das klappte nicht und Dortmund hat die Tore schön herausgespielt und daher geht mein Glückwunsch an Borussia Dortmund .

Wie sehr hatten Sie an die Pokalüberraschung geglaubt ?

Saatkamp: Eigentlich hatte ich schon darauf gehofft. Wir wollen ja immer jedes Spiel gewinnen. Und zur Halbzeit sah es ja noch ganz gut aus. Aber das nützt alles nichts, wir schauen nun wieder nach vorne und nicht zurück. Am Sonntag spielen wir gegen Halle und da müssen wir wieder gewinnen.

Was überwiegt bei Ihnen? Der Ärger über die Niederlage oder der Stolz auf das Erreichte ?

Saatkamp: Ich bin schon traurig, dass wir verloren haben. Das gebe ich gerne zu. Aber wenn man sich mal überlegt, was wir in dieser Saison im DFB-Pokal geleistet haben, dann können wir sehr stolz sein.

Dabei wäre es mit etwas Glück durchaus möglich gewesen, mal gegen die Bayern zu spielen.

Saatkamp: Klar, war das möglich. Und wer möchte nicht gerne, gegen den FC Bayern München spielen. Das hätten wir sehr gerne und ich hätte mich wahnsinnig gefreut, wenn wir gegen Dortmund gewonnen hätten. Aber so ist das halt, es ist kein Wunschkonzert. Jetzt schauen wir wieder auf die dritte Liga und da spielen wir ja eine gute Rolle.

Wie hat Ihnen der äußere Rahmen gefallen? Die Sportfreunde Lotte hatten ja viel Unterstützung im Stadion, oder ?

Saatkamp: Ja, allen gebührt mein großer Respekt. Unsere Fans haben uns auch hier im fremden Stadion großartig unterstützt. Alle wissen, dass wir wirklich gerne in Lotte gespielt hätten, aber wir sind auch hier fantastisch unterstützt worden. Daher gilt unseren Fans ein besonderer Dank.

Und ein Dank gilt sicher auch dem VfL Osnabrück , der den passenden Rahmen geschaffen hat, oder ?

Saatkamp: Ja, ein großer Dank geht an den VfL. Wir pflegen ein nachbarschaftliches Verhältnis. Früher haben wir ja in unterschiedlichen Ligen gespielt, wobei der VfL immer höherklassig war. Jetzt sind wir Konkurrenten, aber nichtsdestotrotz hatte uns der VfL bei unserer Anfrage sofort Unterstützung zugesagt, und dafür sind wir auch sehr dankbar.

Am Spieltag hat der Ablauf ja offenbar recht gut geklappt.

Saatkamp: Ja, wir hatten im Vorfeld einige Gespräche geführt, die allesamt sehr positiv gelaufen waren. Wir sind daher sehr zufrieden und sagen dem VfL Osnabrück ein herzliches Dankeschön für die gute Zusammenarbeit.

Nun zählt ja die Meisterschaft. Wie sehen Sie die momentane Lage ?

Saatkamp: Wir haben jetzt 40 Punkte und noch ein Nachholspiel zu absolvieren. Ich denke mal, man wird in dieser Zwanzigerliga so 46 Punkte brauchen, um die Klasse zu halten. Sollten wir am Sonntag gegen den Halleschen FC gewinnen, hätten wir 43 Punkte und mit dem Abstieg erstmal nichts mehr zu tun. Und dann können wir etwas nach vorne gucken und sehen, was wir in dieser Spiel-zeit noch erreichen können.  

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