Bürgerverein Wersen
Ehrgeizige Ziele gesetzt

Lotte-Wersen -

Der Bürgerverein Wersen hat sein Geschäftsjahr ohne gewählten Vorsitzenden beendet. Am Freitagabend kürten die Mitglieder Olaf Wienhaus in den Ratsstuben zum Nachfolger von Dirk Loske, der vor Jahresfrist nicht wieder kandidiert hatte.

Sonntag, 26.03.2017, 15:03 Uhr

Vor der krautköniglichen Bildergalerie versammelt:  Der neue Vorsitzende Olaf Wienhaus und seine Mitstreiter in der Führung des Bürgervereins Wersen: Helmut Börst, Wilfried Freier, Hubert Brandebusemeyer, Klaus Schürkamp, Gaston Moschitz und Paul Loske (von rechts).
Vor der krautköniglichen Bildergalerie versammelt:  Der neue Vorsitzende Olaf Wienhaus und seine Mitstreiter in der Führung des Bürgervereins Wersen: Helmut Börst, Wilfried Freier, Hubert Brandebusemeyer, Klaus Schürkamp, Gaston Moschitz und Paul Loske (von rechts). Foto: Thomas Niemeyer

Der 56-jährige Bankkaufmann aus Wersen tritt mit einer auf mehreren Positionen veränderten Mannschaft und einem ehrgeizigen Programm an. So kündigte Wienhaus an, den Bürgerverein wieder stärker in die Öffentlichkeit bringen zu wollen und nicht wie derzeit letztlich nur vor und nach dem traditionellen Herrenabend. Gelingen soll das durch mehr Aktivitäten. Gedacht ist an Firmenbesichtigungen, historische Touren durch Wersen und die Gemeinde Lotte, die Wiederaufnahme der Ausspracheabende und anstelle des nicht mehr zeitgemäßen Minigolfturniers beim Ferienspaß ein Angebot für die Jugend, das auch die Eltern ansprechen soll.

Wienhaus forderte seine Vorstandskollegen auf, nicht nur dabei zu sein, sondern auch mitzutun, Aufgaben zu übernehmen und Kontakte zu knüpfen. In diesem Appell wurde er ausdrücklich von seinem Schwager, dem Ehrenvorsitzenden Wilfried Freier unterstützt.

Freier war es auch, der zuvor für den kommissarischen Vorsitzenden Helmut Börst die Wahlleitung übernommen hatte. Er wies auf die Besonderheit hin, dass nicht wie üblich ein Vorsitzender für eine zweijährige Amtszeit gesucht werde, sondern ein kommissarischer für ein Jahr, der anschließend aber weitermachen sollte. Grund ist, dass satzungsgemäß jedes Jahr nur zwei der vier Vorstandsposten neu zu vergeben sind.

Da es zu Olaf Wienhaus keinen Gegenkandidaten gab, erfolgte die Wahl in offener Abstimmung einmütig. Ebenso erging es Helmut Börst, der jedoch turnusgemäß für zwei Jahre wiedergewählt wurde. Für den ausscheidenden Gaston Moschitz wurde schließlich Andreas Pache, ehemaliger Geschäftsführer von Coppenrath & Wiese, in Abwesenheit zum neuen Schriftführer gewählt.

Aus dem Beirat schieden Friedhelm Pösse, Friedhelm Schürkamp, Stefan Ahlgrimm und Thomas Schulte aus. Für sie wurden Klaus Schürkamp, Gaston Moschitz und Jörg Kiel im Block an die Seite der verbliebenen Hubert Brandebusemeyer und Oliver Rahe gewählt. So zählt der Beirat nun fünf statt bisher sechs Köpfe.

Das entspricht – leider – der aktuellen Entwicklung des Vereins, der Olaf Wienhaus nun entgegentreten will. Wie Helmut Börst in seinem Jahresrückblick berichtete, schrumpfte der Verein im vergangenen Jahr von 585 auf 524 Mitglieder. Auf dem Höhepunkt waren es vor einigen Jahren noch über 700 Mitglieder. Am Mitgliedsbeitrag, der stabil bei zehn Euro im Jahr bleibt, dürfte das nicht liegen.

Zwar freute sich der Vorstand, dass der Herrenabend 2017 wieder ausverkauft war; der Run auf die Karten sei aber auch nicht mehr wie früher. Dennoch soll das Prinzip, vornehmlich Vereinsmitglieder zum Herrenabend zuzulassen, wieder höher gehalten werden als zuletzt.

Unvorhergesehene Misstöne erklangen von Kassenprüfer Franz-Josef Lüger , als es um die Entlastung des Vorstandes ging. Zwar stellte er die Korrektheit der Zahlen und der Buchführung von Kassenwart Paul Loske nicht in Zweifel; doch monierte er, dass entgegen dem Vereinsrecht die Sparbücher bei der Prüfung nicht im Original, sondern nur in Kopie vorgelegen hätten. Am Vortag habe sich Loske geweigert, diesen Missstand zu beheben.

Da neben Lüger auch Kassenprüferin Marlies Kütter den Prüfbericht unterzeichnet hatte und nun den Antrag auf Entlastung stellte, ging dann alles doch noch seinen geregelten Gang.

Allerdings bei einer Gegenstimme von Franz-Josef Lüger und mit manch verwundertem Gesichtsausdruck in der 21-köpfigen Runde. Quasi als Schlusswort meinte Wilfried Freier: „So, und nun wollen wir nicht länger sabbeln, sondern was tun.“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4727377?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F177%2F4849609%2F4899853%2F
Nachrichten-Ticker