Kirchengemeinden verabschieden sich
Pastorin Kükenshöner geht

Lotte -

Ihre letzten Gottesdienste hat am Sonntag Christine Kükenshöner in Wersen und Büren gefeiert. Die Pastorin wechselt mit Wirkung zum 1. April nach Bochum in die Gemeinde Siepel.

Dienstag, 28.03.2017, 05:03 Uhr

Mit dem Herzen dabei: Christine Kükenshöner verabschiedete sich im Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden.
Mit dem Herzen dabei: Christine Kükenshöner verabschiedete sich im Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden. Foto: Erna Berg

Fast drei Jahre lang hat Christine Kükenshöner Jutta Kiquio und Jörg Oberbeckmann in den evangelischen Kirchengemeinden Wersen und Büren unterstützt. Am 1. April wird sie als Gemeindepfarrerin in Bochum-Stiepel einen neuen Lebensabschnitt beginnen.

In der Ruhrgebietsstadt, wo sie eine unbefristete Stelle als Gemeindepfarrerin antritt, hat sie während ihrer Ausbildungszeit gelebt, schon einen Probegottesdienst gehalten und Kontakte geknüpft. „Die Dorfkirche dort ist über 1000 Jahre alt, und der ländliche Ort Stiepel liegt im südlichsten Stadtteil von Bochum “, berichtete sie.

Ihre letzten Gottesdienste in der Gemeinde feierte sie am Sonntag in der Dorfkirche Wersen und anschließend in der Bürener Friedenskirche. Viele Menschen waren ihrer Einladung gefolgt: Familie, Kollegen, Freunde, die Frauenhilfe, Erzieherinnen des evangelischen Kindergartens und die Presbyter. Die Konfirmanden, der Posaunenchor, die Kantorei und der Chor der Friedenskirche – mittendrin Sängerin Christine Kükenshöner – hatten die Feier gestaltet, die auch gleichzeitig der Vorstellungsgottesdienst für die Konfis war und musikalische Wünsche der Pastorin erfüllte.

„Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch“, lautet die Jahreslosung 2017, die Grundlage dieses Gottesdienstes. Die Konfirmanden hatten Steine und Herzen verteilt, auf die die Gemeindeglieder Gedanken schrieben und als Herz geformt auf den Altar legten.

Ihre Ankündigungen begann Kükenshöner mit herzlichem Dank an ihre Konfis, „die mit Herz, Geist und Sinn den Gottesdienst gestaltet hatten“. Sie dankte ihrem Chor, den Konfi-Teamern und Organistin Christiane Harig: „Ohne euch sähe die Kirche alt aus und wäre nur eine halbe Sache.“

Ins Stocken kam die junge Pfarrerin dann doch, als sie sagte: „Für mich geht es in Bochum weiter, für euch hier bei den nächsten Gottesdiensten und Chorproben und baldigen Konfirmationen.“ Aber auch die Gäste wischten sich die eine oder andere Träne aus den Augen. In ihre Fürbitte schloss die scheidende Pfarrerin besonders die Jugendlichen, die ihr sehr am Herzen liegen, mit ein.

Nach dem Gottesdienst ging es im Gemeindesaal der Friedenskirche weiter. Dort verabschiedeten sich die Gäste und Christiane Kükenshöner voneinander. Mit Geschenken, Blumen und guten Worten wurde sie reichlich bedacht. Superintendent André Ost betonte, dass es für ihn wichtig sei, trotz seines Urlaubs an diesem Tag dabei zu sein: „Es waren drei sehr gute Jahre, und uns war klar, dass dies nur eine Durchgangsstation für sie war. Ich wünsche ihnen alles Gute für den neuen Lebensabschnitt als Pfarrerin.“ Als Nachfolgerin werde Pfarrerin Miriam Seidel die Konfirmandenarbeit in Büren und Wersen fortführen.

Pfarrerin Jutta Kiquio und Pfarrer Jörg Oberbeckmann bedankten sich ebenfalls für die gute Zeit, in der die Kirchengemeinden zusammengewachsen seien und Christine Kükenshöner als institutionelles Bindeglied gewirkt habe. „Es war schön, dass du da warst. Wir wünschen dir Gottes Segen auf deinen weiteren Wegen.“ Ein älterer Herr verabschiedete sich mit den Worten: „Ich wünsche ihnen auch die Erfüllung manch irdischer Träume!“

Und was meinte Christine Kükenshöner? „Ich gehe mit Tränen in den Augen, denn es war eine schöne Zeit, aber ich freue mich auf Bochum!“

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