TuS Lotte
TuS klagt über Nachwuchsmangel

Lotte -

Schuldenfrei, kräftige Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, Harmonie in Vorstand und Abteilungen und ein gutes Verhältnis zum Nachbarn Sportfreunde – der Lotter TuS-Familie geht es, wie die Jahresversammlung am Mittwochabend zeigte, rundherum prima.

Freitag, 31.03.2017, 16:03 Uhr

Gute Stimmung auch bei der Ehrung der TuS-Jubilare: Peter und Ulla Schmidt, Anita Jentsch, Reginald Rose, Lieselotte Hollmann, Klaus Grissel, Renate Giebel, Vorsitzender Günter Fischer, Sabine Völkel und Toni Holtmann (von links).
Gute Stimmung auch bei der Ehrung der TuS-Jubilare: Peter und Ulla Schmidt, Anita Jentsch, Reginald Rose, Lieselotte Hollmann, Klaus Grissel, Renate Giebel, Vorsitzender Günter Fischer, Sabine Völkel und Toni Holtmann (von links). Foto: Thomas Niemeyer

Seine erste Mitgliederversammlung als Vorsitzender des TuS Lotte bereitete Günter Fischer offenbar Freude. Unaufgeregt und verbindlich führte er im Haus Hehwerth durch die Tagesordnung, die dieses Mal keine Wahlen enthielt.

Den Jahresbericht des Vorstandes hielt Fischer kurz und animierte damit offenbar die Sprecher der Abteilungen, ihm später seinem Beispiel zu folgen. Höhepunkt war nach seinen Worten das „Spiel ohne Grenzen“, das 2016 der TuS ausrichtete. Allerdings war das ursprünglich nicht so geplant, sondern erst kurzfristig so entscheiden worden, was den Verein stark gefordert habe.

Zusammenfassend stellte Fischer fest, dass es gut gelaufen sei. Er dankte seinem Vorstand, den zahlreichen Helfern sowie als externen Unterstützern vor allem dem Gemeindesportbund, der Reservistenkameradschaft und den Landfrauen.

Eine Herausforderung sei auch die zeitweise Belegung der Schulsporthalle für Flüchtlinge gewesen. Doch auch die sei durch die Flexibilität der Betroffenen und die Zusammenarbeit der Vereine ordentlich bewältigt worden.

Ausdrücklich erwähnte Günter Fischer an der Stelle auch die Sportfreunde Lotte, zu denen in früheren Jahren zeitweise eine schwierige Nachbarschaft bestanden hatte. Er erwiderte damit ähnliche Aussagen aus der SFL-Jahresversammlung zwei Wochen zuvor. Gleiches gelte auch für Gemeinsamkeiten mit dem SC Halen. Fischer: „Das lässt uns für die Zukunft hoffen.“

Den rund 40 anwesenden Mitgliedern gab der Vorsitzende die Anregung mit auf den Weg, durch Fotos und Texte aus den Abteilungen für mehr Leben auf der neu gestalteten Homepage des Vereins zu sorgen. Er sei zuversichtlich, dass es im Verein weiter so harmonisch laufe.

Allerdings leide auch der TuS unter der demografischen Entwicklung: In allen Bereichen fehle es an Nachwuchs. Darauf müsse der Verein Antworten finden.

Geradezu euphorisch sprach anschließend Beate Diesel vom „besten Vereinsjahr“, das sie bislang als Kassiererin erlebt habe. Der TuS sei nicht nur schuldenfrei, sondern habe seine Rücklagen aus eigener Kraft nahezu verdoppelt, sodass der Vorstand ein offenes Ohr für Anschaffungswünsche aus den Abteilungen habe. Im vergangenen Jahr seien auch wegen Platzmangels nur neue Gartenmöbel fürs Tennisheim gekauft worden.

Geehrt wurden Klaus Grissel für 45 Jahre im Verein, Antonius Holtmann für 40 Jahre, Renate Giebel und Ulla Kollars (30) sowie Lieselotte Hollmann, Anita Jentsch, Peter und Ulla Schmidt, Sabine Völkel, Angelika und Reginald Rose, Stephan Schwert und Christoph Beier für 25 Jahre.

Für die Damengymnastik kündigte Kerstin Pott neue Ideen für neue Gruppen an. Gewohnt launig lobte Eckhard Erfmann für die Herrenfitness, auch Kampfsportgruppe 13 genannt, den Einfallsreichtum von Übungsleiter Heinz Klingbeil, auch K-Autsch genannt. Ute Kemper warb für ihre Rehasport-Angebote, die auch Nichtmitglieder über ihre Krankenkasse oder die rentenversicherung nutzen können.

Für die Judo-Abteilung sucht Günter Fischer Verstärkung in der Übungsleitung. Ballsportler, Kinderturnen und Volleyball laufen normal, aber unauffällig, nachdem die Hallen wieder frei sind. Manfred Kinne berichtete über Turniererfolge der stetig zahlreicher werdenden Bogensportler.

TuS-Geschäftsführer Matthias Ottenberg freute sich über spontane Hilfe beim Herrichten der Tennisplätze, die am 22. April mit Gästen aus der Partnerstadt Lys-Lez-Lannoy eröffnet werden sollen. Allerdings musste ascal Nikolay bei seiner positiven sportlichen Tennisbilanz auch hier Nachwuchsmangel eingestehen.

Die harmonische Versammlung ging bruchlos in ein gemütliches Beisammensein bei leckeren Schnittchen und Kaltgetränken über – ein Alleinstellungsmerkmal des TuS.

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