Diskussion um Gebühren für Geldautomaten
Geldabheben kostet nur ganz selten extra

Westerkappeln/Lotte -

In den allermeisten Fällen ist das Geldabheben am Automaten für die Kunden der Westerkappelner Geldinstitute umsonst. Nur die Volksbank Westerkappeln-Wersen hat in ihrem Portfolio ein Gebührenmodell, bei dem für jede Abhebung 30 Cents fällig werden.

Freitag, 07.04.2017, 19:04 Uhr

Eine Gebühr am Automaten erhebt in Westerkappeln lediglich die Volksbank.
Eine Gebühr am Automaten erhebt in Westerkappeln lediglich die Volksbank. Foto: dpa

In der vergangenen Woche hatte eine Recherche des Verbraucherportals biallo.de für viel Aufregung gesorgt. Danach berechnen 43 der rund 400 deutschen Sparkassen in bestimmten Kontomodellen eine Extra-Gebühr fürs Geldabheben am Automaten .

Bei den Volks- und Raiffeisenbanken sollen es der Untersuchung zufolge sogar rund 150 Institute sein, die unter bestimmten Bedingungen Geld fürs Abheben verlangen.

Ob sich die Volksbank Westerkappeln-Wersen die Dienste ihrer Geldautomaten künftig in einem größeren Umfang als bisher bezahlen lassen will, konnte Vorstandsmitglied Anita Kipp noch nicht sagen. „Ich schließe nichts aus“, erklärte sie auf Anfrage. Derzeit sehe eines von insgesamt vier Modellen Gebühren fürs Abheben am Automaten vor. Dieses beinhalte aber zugleich eine vergleichsweise niedrige Grundgebühr, betonte die Bankerin.

Die Kreissparkasse Steinfurt ( KSK , die auch in Westerkappeln mit einer Filiale vertreten ist, will hingegen erklärtermaßen darauf verzichten, von ihren Kunden fürs Abheben am Geldautomaten Gebühren zu verlangen. „Alle unsere Kunden können nach wie vor mit ihrer SparkassenCard kostenlos Geld an unseren und auch an den Geldautomaten der anderen Sparkassen in Deutschland abheben“, versichert Rainer Langkamp, Vorstandsvorsitzender der KSK.

Die Gebühren am Automaten sind für viele Institute, die wegen der dauerhaft niedrigen Zinsen weniger Geld verdienen, eine zusätzliche Einnahmequelle. Die Spanne zwischen den Zinsen für langfristige Kredite und jenen für kurzfristige Guthaben ist offenbar zu klein geworden, um daraus alle die Dienstleistungen zu finanzieren, die die meisten Banken und Sparkassen anbieten. Dazu gehören zum Beispiel die Beratung in der Filiale, ein Netz von Geldautomaten und der ganz normale Zahlungsverkehr.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4755075?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F177%2F4849609%2F4899853%2F
Nachrichten-Ticker