Gemeindeverwaltung empfiehlt zusätzliche Stellplätze
Parken bei den Sportfreunden Lotte bleibt ein Problem

Lotte -

Wenn es um die Sportfreunde Lotte geht, werden die Grünen im Rat besonders hellhörig. Kritisch hinterfragten sie jetzt die Pläne der Verwaltung, die für zusätzliche Parkplätze am Frimo-Stadion 17 850 Euro in die Hand nehmen, den Flächennutzungsplan anpassen und eine Bebauungsplanung anstoßen will.

Freitag, 07.04.2017, 16:04 Uhr

Am Stadion fehlen oft Parkplätze, wenn die Sportfreunde Lotte zu Hause spielen.
Am Stadion fehlen oft Parkplätze, wenn die Sportfreunde Lotte zu Hause spielen. Foto: Astrid Springer

Hintergrund: 420 zusätzliche Stellmöglichkeiten fehlen laut Verwaltung momentan bei besonderen Sportereignissen. Die Parksituation sei für Anlieger nicht mehr tragbar und auch der Kreis habe die Gemeinde schon mehrfach deswegen verwarnt.

Da die Sportfreunde wohl auch weiterhin in der Dritten Liga spielen werden, sei eine Entspannung der Parksituation unrealistisch. „Es besteht dringender Handlungsbedarf. Sonst finden nachher noch mehr Spiele an der Bremer Brücke statt“, gab der Bürgermeister zu bedenken.

Die für die Lösung des Problems vorgesehene Fläche liege südlich der L 501 und westlich des Kornwegs bis zur Tennishalle.

„Wir haben hier extreme Bedenken“, so Dieter Hörnschemeyer von den Grünen. Der Antrag sei mit heißer Nadel gestrickt und nicht ordentlich durch den Bau- und Planungsausschuss gegangen. Es werde nicht klar, wer Antragsteller sei und wer eigentlich die Kosten zu tragen habe. „Und wir sollen jetzt hier wieder was im Schweinsgalopp durchwinken. Das ist das ,Modell Lotte‘ – hier wird wieder unnötig Zeitdruck erzeugt.“

Unnötig sei dieser Zeitdruck nicht, entgegnete Margarete Lersch aus dem Fachbereich Bauverwaltung. Es gehe momentan darum, ein erstes „Go“ für die weitere Planung durch den Rat zu bekommen. Man müsse an dieser Stelle eine Lösung finden und mit der Änderung des Flächennutzungsplans und der Aufstellung des Bebauungsplans vertue man sich derzeit überhaupt nichts. Es sei der erste Schritt, um dann mit ordentlichen Entwürfen in den zuständigen Ausschuss gehen zu können und dort inhaltlich zu diskutieren.

Ein Gesamtkonzept für den Bereich rund um das Sportzentrum forderten währenddessen CDU und Grüne mit Nachdruck. „Ich bin auch ein Freund von Gesamtkonzepten“, entgegnete Lersch und beruhigte damit einen Großteil der Bedenkenträger.

Nach 50-minütiger Diskussion fiel mehrheitlich folgende Entscheidung: Der Flächennutzungsplan wird geändert, der Bebauungsplan aufgestellt und das Osnabrücker Planungsbüro pbh wird mit der Erarbeitung der Bauleitpläne beauftragt. Den Vorschlag der Verwaltung, dass die Gemeinde die Kosten für die Aufstellung der Bauleitpläne tragen soll, ließen die Fraktionen einstimmig aus der Beschlussvorlage streichen.

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