„Zum Attersee“: Knapper Beschluss im Lotter Verkehrsausschuss
Mehrheit für mehr Breite

Lotte -

Die Straße „Zum Attersee“ wird bald 6,50 Meter breit sein, entschied der Verkehrs- und Umweltausschuss in jüngster Sitzung und auch am Hansaring soll sich etwas tun: Der zweite Abschnitt des Radwegs wird Ende Oktober fertig.

Samstag, 08.04.2017, 08:04 Uhr

Die Straße „Zum Attersee“ wird bald 6,50 Meter breit sein.
Die Straße „Zum Attersee“ wird bald 6,50 Meter breit sein. Foto: Angelika Hitzke

Anfang März hatten CDU und FDP neue Pläne zum Straßenausbau „Zum Attersee“ gefordert. Hintergrund: Aus Sicht der beiden Fraktionen sei das große Defizit der letzten Planungsschritte die Beschränkung der Straßenbreite auf 5,75 Meter. Dabei werde der landwirtschaftliche Verkehr nicht genügend berücksichtigt. Momentan ist der Weg 4,80 Meter breit.

Die neue Planung weißt nun eine Fahrbahnbreite von 6,50 Metern auf. Damit werde dem von CDU und FDP geforderten Anspruch der besseren und sicheren Durchfahrt für landwirtschaftliche Fahrzeuge entsprochen.

Die Gemeinde muss für diese zusätzliche Breite selber in die Kasse greifen. Die zusätzlichen 75 Zentimeter schlagen mit Mehrkosten von rund 60 000 Euro zu Buche. „Da es sich hier um eine Wohnstraße handelt, rate ich von einem noch größeren Straßenquerschnitt ab“, betonte Daniel Kloth von der Ingenieurgemeinschaft Flick während der Ausschusssitzung.

Ebenfalls empfahl der Fachmann verkehrsberuhigende Elemente zu berücksichtigen. „Der Einbau von Aufpflasterungen ist dringend notwendig, damit nachher keine Rennstrecke aus der neu angelegten Straße wird“, sagte er. Zur Erinnerung: Eine sieben Meter breite Straße schwebte zuletzt CDU und FDP vor – hiervon riet Daniel Kloth schon in der vergangenen Sitzung ab.

Stefan Franke , Fraktionsmitglied von Bündnis 90/Die Grünen äußerste sich kritisch zur neuen Planung: „Wir erweitern hier eine Straße nach Bauchgefühl und verlassen uns nicht auf den Rat der Fachleute. Wo soll das in Zukunft hinführen? Wo wird es mit der Straßenbreite zu Ende sein?“

Werner Birkhan (SPD) meinte: „Für eine unnötige Straßenverbreitung 60 000 auszugeben ist unverantwortlich.“ Werner Schwentker von der CDU ist da ganz anderer Meinung: „Mit den letzen beiden Entwürfen waren wir nicht einverstanden. Jetzt haben wir hier eine komplette Straße.“

Die Entscheidung im Ausschuss fiel knapp aus. CDU (vier Sitze), FDP (ein Sitz) stimmte geschlossen für die Verbreiterung der Straße. Diedrich Hesse und Stefan Franke von den Grünen stellten sich geteilt auf: Hesse sagte „Ja“, Franke „Nein“ - wie auch die SPD-Fraktion (vier Sitze).

Damit ist es entschieden: Die Ausführungsplanung für die Straße „zum Attersee“ mit 6,50 Metern Fahrbahrbreite und Aufpflasterungen zur Verkehrsberuhigung kann erarbeitet werden.

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