Weihbischof Christoph Hegge auf Visitation in St. Margaretha Westerkappeln
„Der Pfarrgemeinde geht es gut“

Westerkappeln/Lotte -

Einen ganzen Tag lang hat sich Weihbischof Christoph Hegge Zeit für Gespräche mit den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern in der Kirchengemeinde St. Margaretha genommen. Sein Fazit am Ende der Visitation: „Der Gemeinde geht es gut.“

Mittwoch, 03.05.2017, 14:05 Uhr

„Der Gemeinde geht es gut“, ist Weihbischof Christoph Hegge (2.von links) nach seiner Visitation in Westerkappeln überzeugt. Pater Shaji George (rechts), Dietmar Südbeck (Kirchenvorstand) und Petra Meyer (Pfarreirat) hörten es gerne.
„Der Gemeinde geht es gut“, ist Weihbischof Christoph Hegge (2.von links) nach seiner Visitation in Westerkappeln überzeugt. Pater Shaji George (rechts), Dietmar Südbeck (Kirchenvorstand) und Petra Meyer (Pfarreirat) hörten es gerne. Foto: Dietlind Ellerich

Visitationen sind in Kirchengemeinden gang und gäbe, erfordern aber auch eine intensive Vorbereitung und vor allem einen strammen Terminkalender für den Visitator wie für die Gläubigen in den Gemeinden.

„Die Menschen sind immer noch freundlich mit mir“, stellte Weihbischof Christoph Hegge dennoch am Dienstagabend im Reinhildis-Haus schmunzelnd fest. Die katholische Kirchengemeinde St. Margaretha ist die erste Pfarrei der zweiten Visitationsrunde des 54-Jährigen im Dekanat Mettingen.

Einen ganzen Tag lang hatte Hegge sich Zeit für die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter genommen, Gespräche mit den Seelsorgern Pater Shaji George, Dr. Norbert Tillmann und Irmgard Heidemann sowie mit dem Küster und Organisten Ulrich Hoffstädt sowie der Pfarrsekretärin Claudia Konermann geführt. „Ich möchte die Menschen ernst nehmen, möchte wissen, welche Schwerpunkte sie haben und ob es ihnen gut geht“, begründet er seinen Ansatz.

Zwei Projekte lagen dem Geistlichen so sehr am Herzen, dass er noch genauer hinschaute und sich mit den Menschen vor Ort traf. Das Projekt „Offener Treff Lotte“ (OteLo), das die Pfarrei in Kooperation mit der Caritas und der Diakonie angestoßen habe, sei eine wichtige Anlaufstelle mit verschiedenen Angeboten, die das Dorf miteinander ins Gespräch bringe, ist Hegge von der auf drei Jahre angelegten Initiative, die im September dieses Jahres an den Start gehe, überzeugt.

Mit besonderem Interesse nahm er auch das bemerkenswerte Engagement der 40 Aktiven des Vereins Wabe wahr, der sich in vielfältiger Weise für die Flüchtlingsarbeit vor Ort stark macht. „Diese Menschen fühlen sich als Bittsteller gegenüber der Kommune, wünschen sich aber ein Verhältnis auf Augenhöhe“, bedauert Hegge. Er habe ihnen seinen Dank ausgedrückt und Hilfe in Aussicht gestellt. „Ich kann nicht zaubern, aber ich bemühe mich und habe immer noch was gefunden“, versicherte Hegge.

„Der Gemeinde geht es gut“, zieht er nach vielen Stunden des Austauschs mit deren Gläubigen ein positives Fazit. Natürlich werde man sich irgendwann den Herausforderungen der Zukunft stellen müssen, ist er sich bewusst, dass es dann auch um die Kirchorte und die Personalausstattung gehe.

Einer möglichen Fusion mit der Mettinger Kirchengemeinde, wie sie vor einigen Jahren im Raum stand, erteilte Hegge am Dienstag eine Absage. „Da müssen wir uns keine Sorgen machen, wir stehen noch ganz gut da“, sagte er mit Blick auf Pater Shaji, der noch jung sei und sich in Westerkappeln sehr wohl fühle. „Was kann man sich Besseres wünschen“, erklärte der Weihbischof.

Am Dienstagabend feierte Weihbischof Christoph Hegge mit den Gläubigen eine Messe in der Pfarrkirche St. Margaretha. Nach einem Empfang mit einem gemeinsamen Abendessen standen Gespräche mit dem Kirchenvorstand und dem Pfarreirat auf seinem Plan. Thema war unter anderem der Pastoralplan und damit verbunden die Frage, wie es der Kirche gelingen könne, die Menschen an den Rändern der Gesellschaft zu erreichen.

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