Motorradabenteurer aus Lotte und Melle in Astana und Sibirien
Im Dubai der Steppe

Lotte/Melle -

Nowosibirsk. Das klingt ziemlich weit weg. Andreas Nixdorf aus Melle und Friedhelm Lange aus Lotte haben die größte Stadt Sibiriens und überhaupt die drittgrößte in Russland mit ihren Motorrädern erreicht. Zunächst aber war Astana ihr Ziel, die kasachische Hauptstadt, in der ihre Tour 2013 endete.

Donnerstag, 10.08.2017, 14:08 Uhr

In der kasachischen Hauptstadt Astana treffen Friedhelm Lange (links) und Andreas Nixdorf vor den Toren der Expo 2017 ein.
In der kasachischen Hauptstadt Astana treffen Friedhelm Lange (links) und Andreas Nixdorf vor den Toren der Expo 2017 ein. Foto: Lange/Nixdorf

„Wir haben uns Zeit genommen für den Bajterek. Ein absolutes Highlight dieser außergewöhnlichen Stadt“, schreibt Friedhelm Lange über Whatsapp. Laut einer Sage legte der Vogel Samruk ein Ei in eine Baumkrone. Der Bajterek symbolisiert diesen Baum mit dem Ei an der Spitze, das einen Durchmesser von 22 Metern misst.

Astana wird als futuristischste Hauptstadt der Welt bezeichnet. Wolkenkratzer mit den merkwürdigsten Formen macht es laut Wikipedia zum Dubai der Steppe. In diesem Jahr ist Astana Ausrichter der Expo 2017. Und auch am Eingang zu dieser Weltausstellung machten die beiden Motorradfahrer halt.

Dann fuhren sie weiter in Richtung russischer Grenze. „Irgendwie hatten die russischen Grenzer Spaß an uns“, schreiben die Abenteurer. „Sie kokettierten ein wenig damit, die Farben unserer Motorräder auf Deutsch zu sagen, und beim Abschied verließen sie ihr Häuschen und winkten uns hinterher. Do swidanja – Auf Wiedersehen.“

Die grüne Landschaft wirkt auf Friedhelm Lange und Andreas Nixdorf ungewohnt nach den staubigen Steppen. Und sie sind fast allein unterwegs: „Das ist Cruisen pur“, schreiben sie.

Im futuristisch gestalteten Astana besichtigen sie auch den Bajterek, den Baum mit Ei in der Krone, einer alten Legende nachempfunden.

Im futuristisch gestalteten Astana besichtigen sie auch den Bajterek, den Baum mit Ei in der Krone, einer alten Legende nachempfunden.

Während einer kleinen Rast treffen sie auf einen Geschäftsmann aus Bielefeld, der seine Eltern besucht. Selbstverständlich tauschen sie ihre Adressen aus. Und dann erreichen sie die Millionenmetropole Nowosibirsk. Als sie dort in einem Blumenladen um Hilfe bei der Suche nach WiFi bitten, schenkt die Verkäuferin ihnen zum Abschied eines ihrer Bilder, die sie malt, wenn sie keine Kundschaft hat.

Die Nacht verbringen sie in den Einrichtungen der Caritas. „Begrüßt werden wir von Schwester Alexandra, die in Schlesien geboren wurde und nach der Flucht in Halle an der Saale aufwuchs“, erzählen die Motorradfahrer. Der Caritasverband für die Diözese Osnabrück unterstützt seit vielen Jahren bedürftige Familien mit dem Programm „Eine Kuh für Marx“, für das Friedhelm Lange mehrmals in Russland handwerklich tätig war. Bis zum geplanten Ziel ihrer Reise, der Mongolei, liegen noch mehr als 2000 Kilometer vor den Motorradfahrern, und sie werden sich sicher wieder melden.

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