Schützenwesen
Erste Frau auf dem Schützenthron?

Lotte-Osterberg -

Finanziell erholt und durch Mitgliederzuwachs verjüngt startete der Lotter Schützenverein Osterberg von 1890 ins Schützenjahr 2018. Die Mitglieder erfuhren beim Jahrestreff zudem, dass alsbald mit der Sanierung des Vereinsgebäudes begonnen wird.

Dienstag, 09.01.2018, 16:01 Uhr

Gut aufgelegt starten Alfons Osterbrink (von links), Stefan Kunz, Jörg Siekkötter und Thomas Schirmbeck ins Osterberger Schützenjahr.
Gut aufgelegt starten Alfons Osterbrink (von links), Stefan Kunz, Jörg Siekkötter und Thomas Schirmbeck ins Osterberger Schützenjahr. Foto: Ursula Holtgrewe

Nach der Begrüßung des Präsidenten Stefan Kunz berichtete Schriftführer Alfons Osterbrink über die Verjüngung des Vereins: „Deshalb blicken wir optimistisch in die Zukunft.“ Das bestätigte Kassenwart Jörg Siekkötter mit einem erfreulichen Plus, angespart seit dem Jahr 2014, in dem der Verein laut Kunz aus monetärer Sicht mit dem Rücken dicht an der Wand gestanden habe. Nun stellte der Präsident den Beginn einer schrittweisen Sanierung des Schützenhauses in Aussicht.

Dass der Verein keinen neuen Schützenkönig gefunden habe, beschrieb Kunz beim Jahresrückblick als „beschämende Situation“. In der Hoffnung, die Schützenbrüder beim Wort nehmen zu können und doch mit gewisser Ironie ergänzte er: „Wir werden zahlreiche Bewerber in diesem Jahr haben. Ich habe bei meinen zahlreichen Bittgängen immer wieder gehört: ,In diesem Jahr nicht, aber im nächsten Jahr sicher.‘“

Gefeiert wird auf dem Festplatz auf dem Klausberg. Den Pachtvertrag hat der Verein um weitere 15 Jahre verlängert.

In der Diskussion wurde auch in Osterberg ein Gedankenwandel deutlich. Der Senior Manfred Westermann brachte die Frage auf, warum es nicht auch eine Schützenkönigin geben könne? Schließlich sei die vielfältige Unterstützung der Vereinsarbeit für die Frauen selbstverständlich. In den anderen vier Lotter Schützenvereinen hat es bereits weibliche Majestäten gegeben; die Osterberger Schützenbrüder reagierten jedoch zurückhaltend. Präsident Kunz hingegen machte klar: „Ich wäre stolz, wenn wir aus dem Kreis unserer Frauen eine Königin fänden.“

Was es bis auf Weiteres nicht mehr geben wird, sind Extraaktionen für Kinder. Kunz bedauerte, dass es immer weniger Kinder in Osterberg gebe und, dass das langjährige Betreuungsteam Simone Goldlücke und Christine Kunz ihre Ämter niederlegten. „Aber das Kinderschützenfest bleibt in gewohnter Form bestehen“, beruhigte Kunz die Mitglieder. Weiterhin versprach er, alle Kinder möglichst ins Vereinsleben einzubinden.

Ab einem gewissen Alter können sie dann auch an den Schießabenden für Vereinsmitglieder teilnehmen. Schießsportleiter Thomas Schirmbeck berichtete über zahlreiche interne und externe Wettbewerbe. Von außerhalb brachten die Osterberger einige Pokale für die Plätze eins bis drei mit. „Wir werden in diesem Jahr erstmals einen Klausberg-Pokal auflegen. Er ist kein Wanderpokal, sondern geht gleich ins Eigentum des Gewinners über“, informierte Schirmbeck über eine weitere Neuerung.

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