Blutspende
DRK dankt Spendern

Lotte -

575 Mal kamen die Jubiläumsspender insgesamt zum freiwilligen Aderlass ins Betreuungszentrum des DRK Ortsvereins Alt-Lotte. Das nahmen die Rotkreuzler zum Anlass, die elf Spender bei einem Grünkohlmahl zu ehren.

Dienstag, 30.01.2018, 17:01 Uhr

Die Jubiläumsspender wurden beim DRK in Alt-Lotte für insgesamt 575 einzelne Blutspenden geehrt. Foto: Andreas Koßmann
Die Jubiläumsspender wurden beim DRK in Alt-Lotte für insgesamt 575 einzelne Blutspenden geehrt. Foto: Andreas Koßmann Foto: Andreas Koßmann

Der Ortsvereinsvorsitzender Ralf Siemering begrüßte alle, die im DRK-Heim beisammensaßen. „Unser Dankeschön geht an unsere fleißigen Damen“, dankte er für den ehrenamtlichen Einsatz bei den Spende-Terminen.

Jürgen Schwering-Korves vom Blutspendedienst West, Münster, dankte für die Spendenbereitschaft. Das Blut werde in seine Bestandteile zerlegt. Eine Vollkonserve komme nicht mehr zum Einsatz. „Präparate, die die Krankenhäuser erhalten, sind gelb oder weißlich“, erklärte Schwering-Korves.

25 Prozent der Spenden würden in der Onkologie, also für Krebspatienten, benötigt; ein weiterer großer Anteil bei Operationen. Nur drei bis vier Prozent der Deutschen überhaupt spenden Blut. „Der Rest weiß, es ist alles vorhanden, wenn er es braucht“, fand Jürgen Schwering-Korves ein ironisches Fazit.

Nach einem kleinen „Hänger“ bei den Spendewilligen wies der Januartermin des Alt-Lotter DRK wieder einen Spenderzuwachs auf. Für alle neu waren bei der Spenderselbstauskunft einige Fragen und das nunmehr vierseitige Formular. Der Spender muss Informationen preisgeben, die man nicht mit jedermann teilt, zum Beispiel nach Gefängnisaufenthalt, ansteckenden Krankheiten, Sexualkontakten, Drogen- und Medikamentenkonsum.

„Wir benutzen die neue Selbstauskunft seit dem 16. Oktober 2017. Über die vier Seiten haben sich ganz wenige Spender beschwert. Die Fragen sind Vorgaben des Bundesgesundheitsministeriums. Teilweise steckt in ihnen auch EU-Recht“, erklärte Jürgen Schwering-Korves.

Weiterhin machte er klar, warum Spendewillige vom Arzt zurückgestellt werden: „Wenn ein Arzt so verfährt, macht er das in erster Linie, damit Ihnen die Spende nicht schadet. Der Arzt will Sie schützen. Andererseits muss er gewährleisten, dass wir ein zu hundert Prozent astreines Medizinprodukt herstellen.“

Anschließend lud der Alt-Lotter DRK-Ortsverein zum Grünkohlmahl aus der Küche von Familie Urban ein.

Geehrt wurden folgende Spender: Insgesamt 287,5 Liter Blut gaben Dieter Hommel und Andreas Honerkamp in jeweils 100 Spenden, Ursula Pfeiffer-Holtgrewe bei 75 Spenden, Frank Gröger, Petra Hindersmann, Mechthild Kottenbrock und Wolfgang Zipser in je 50 Blutspenden sowie Birgit Holle, Gabriele Roloff, Annette Salomo und Hendrik Schaschke bei je 25 Spenden.

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