Probeessen für den 43. Wersener Herrenabend
„Das Mettbrötchen macht die Haxe erst rund“

Wersen -

Der Stellenwert des Mettbrötchens wird in der öffentlichen Wahrnehmung ja oft unterschätzt. „Dabei macht es die Haxe erst rund“, erklärt Michael Starke. Die Beweisführung gelang ihm als edlen Spender auch in diesem Jahr beim Probeessen des Bürgervereins Wersen für den traditionellen Herrenabend.

Freitag, 02.03.2018, 16:03 Uhr

Aufgespießt haben Bürgermeister Rainer Lammers (links), Meik Stiller, Verkaufsleiter von Getränke Weidlich (rechts) und Gastgeber Olaf Wienhaus ihre Haxen nur fürs Foto. Gegessen wurde natürlich stilvoll mit Messer und Gabel. Michael Starke (im Hintergrund zwischen Wienhaus und Lammers) spendierte später Mettbrötchen als Fingerfood.
Aufgespießt haben Bürgermeister Rainer Lammers (rechts), Meik Stiller, Verkaufsleiter von Getränke Weidlich (links), und Gastgeber Olaf Wienhaus ihre Haxen nur fürs Foto. Gegessen wurde natürlich stilvoll mit Messer und Gabel. Michael Starke (im Hintergrund zwischen Wienhaus und Lammers) spendierte später Mettbrötchen als Fingerfood. Foto: Frank Klausmeyer

Dieser erlebt am kommenden Freitag (9. März) seine bereits 43. Auflage. Und auch dann werden Mettbrötchen tablettweise in den Saal getragen, wenngleich dann voraussichtlich weder Michael Starke noch jemand anderes große Worte über das kulinarische i-Tüpfelchen des Abends verlieren werden.

Der Vorstand sowie Unterstützer und einige Freunde des Bürgervereins testeten am Donnerstag in den Wersener „Ratsstuben“ schon einmal, ob das deftige Festmahl – wie immer bestehend aus Haxen, Püree, Sauerkraut und Specksoße – am nächsten Freitag den gehobenen Ansprüchen der Herrenrunde genügen wird. Allgemeiner Tenor der Abnahme war, dass das traditionelle Menü wieder bedenkenlos serviert werden kann.

Der Ablauf des Männerabends ist zementiert. Ab 18 Uhr ist Einlass der Gäste, die vor der offiziellen Eröffnung durch Bürgermeister Rainer Lammers und während des Essens musikalisch unterhalten werden durch das Original Hüttenblechtett aus Georgsmarienhütte unter der Leitung von Fred Wiegmann.

Neu ist der Moderator: Olaf Wienhaus, seit knapp einem Jahr Vorsitzender des Bürgervereins, wird erstmals durch den Abend führen. Die eher leise Art zur Begrüßung beim Probeessen wird er angesichts des zu erwartenden Stimmengewirrs in den „Ratsstuben“ dann sicher ablegen.

Gespannt darf das Wersener Krautvolk schon jetzt darauf sein, wen der Vorstand des Bürgervereins auf den Thron hebt. Nach Elmar Brok, christdemokratischer EU-Parlamentarier aus Westfalen, vor zwei Jahren und dem amtierenden Krautkönig Norbert Römer , der nebenbei als Fraktionsvorsitzender der SPD im Düsseldorfer Landtag sitzt, könnte dieses Mal wieder ein Niedersachse auf den Thron gehoben werden. Dem Vernehmen nach hat der Vorstand des Bürgervereins bereits einen Kandidaten in der engeren Wahl.

Norbert Römer hat fest versprochen, seine Königskette persönlich an den Nachfolger zu übergeben. Die Krautkönige von 2015 (Stephan Weil, Ministerpräsident in Niedersachsen) und 2014 (Garrelt Duin, Ex-Minister in NRW) – beide von der SPD – hatten ihr Krautvolk in dieser Hinsicht brüskiert.

Am Ehrentisch werden neben Römer auch dieses Jahr wieder eine Reihe früherer Majestäten und andere Prominente Platz nehmen. Schmerzlich vermissen werden alle sicher Constantin Freiherr Heereman von Zuydt­wyck. Der Krautkönig von 1980, der viele Jahre – gleichermaßen witzig und pointiert – das Schlusswort der Herrenabende sprach, verstarb im vergangenen Sommer im Alter von 85 Jahren. Im vergangenen Jahr hatte er sich die Teilnahme – schon im Rollstuhl sitzend – nicht nehmen lassen.

Beim Probeessen am Donnerstag wurde in den Gesprächen auch seiner gedacht, wenngleich der Humor bei den Plaudereien im Vordergrund stand. Dafür sorgte nicht zuletzt Michael Starke mit seiner Laudatio auf das Mettbrötchen, dass es nicht einmal im Gourmet-Restaurant „la vie“ in Osnabrück gebe, aber schon seit 1903 in den „Ratsstuben“, wie Starke herausgefunden haben will. In einem Online-Nachrichtenportal hat er bei den Recherchen zum Thema Hackepeter die wohl bedeutendste Definition gefunden: „Mett ist Gottes Entschuldigung für Salat.“

Wie Olaf Wienhaus mit Blick auf den 43. Traditionellen Herrenabend am kommenden Freitag noch mitteilte, bestehen angesichts der immer noch grassierenden Grippewelle wider Erwarten doch noch Aussichten, eine der rund 350 Eintrittskarten zu ergattern, da Rückläufer zu erwarten seien. Interessenten sollten sich umgehend unter ✆ 05404/919634 melden.

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