KvG-Schulen suchen Gespräch mit Gesamtschule Lotte-Westerkappeln
Gemeinsam Schulstandort stärken

Mettingen/Westerkappeln/Lotte -

Die Mettinger Kardinal-von-Galen-Schulen wollen die Zusammenarbeit mit der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln stärken. Es gehe nicht darum, sich Konkurrenz zu machen, sondern für einen gemeinsamen Schulstandort zusammenzuarbeiten.

Dienstag, 20.03.2018, 09:03 Uhr

An der Mettinger KvG-Realschule werden nach den Sommerferien drei fünfte Klassen mit jeweils 30 Schülern gebildet. Zuletzt wurden vier Kinder mit Realschulempfehlung aufgenommen, die zuvor an der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln abgelehnt worden waren.
An der Mettinger KvG-Realschule werden nach den Sommerferien drei fünfte Klassen mit jeweils 30 Schülern gebildet. Zuletzt wurden vier Kinder mit Realschulempfehlung aufgenommen, die zuvor an der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln abgelehnt worden waren. Foto: Stefan Nieland

Die Leiterinnen der Mettinger Kardinal-von-Galen-Schulen (KvG) möchten Gespräche mit der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln aufnehmen. Dabei soll unter anderem über die Formalitäten zur Anmeldung von Schülern des fünften Jahrgangs geredet werden. Ziel sei es, mit den beiden Nachbarkommunen einen gemeinsamen Schulstandort über alle drei Orte zu stärken. „Wir sehen uns als eine Schulachse“, sagt Mettingens Bürgermeisterin Christina Rählmann. Dazu gehöre natürlich auch die örtliche Josef-Schule. Darin sei sie sich nicht nur mit dem beiden Schulleiterinnen der KvG-Realschule und des Gymnasiums, Eva Oltmann und Anja Telljohann einig, sondern auch mit ihren Amtskollegen Annette Große-Heitmeyer aus Westerkappeln und Rainer Lammers aus Lotte. Die Gespräche sollen im kommenden Jahr geführt werden, wenn die Anmeldezeit erneut ansteht.

Das Verhältnis zwischen den KvG-Schulen in Mettingen und der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln war während der jüngsten Sitzung des Mettinger Hauptausschusses zur Sprache gekommen. Auslöser war die Versammlung des Schulzweckverbandes Lotte-Westerkappeln. Dort ging es um die 18 Mädchen und Jungen, deren Anmeldung an der Gesamtschule abgelehnt wurde. Vier dieser Kinder mit Realschulempfehlung seien auch am KvG nicht aufgenommen worden, hieß es dort. Denn dazu sei die Mettinger Schule als Ersatzschule nicht verpflichtet.

Das sei nicht korrekt, betont KvG-Realschulleiterin Eva Oltmann. Sie habe mit den Eltern der Westerkappelner Schüler, die eine Empfehlung zur Realschule haben, gesprochen. Natürlich seien diese aufgenommen worden. An der Mettinger Realschule werden somit zum neuen Schuljahr nach den Sommerferien drei fünfte Klassen mit je 30 Schülern gebildet.

Oltmann hob hervor, dass es für Mettingen, Lotte und Westerkappeln mit Gymnasium, Realschule, Hauptschule und der Gesamtschule insgesamt ein umfangreiches Schulangebot gebe. Für einen ländlichen Raum sei das schon eine besondere Vielfalt. Das biete den Eltern eine Wahlmöglichkeit, und das finde sie sehr gut, sagte die Schulleiterin im Gespräch mit unsrem Medienhaus. Dieses Angebot gelte es, auch künftig weiter zu stärken. Denn Oltmann ist überzeugt davon, dass sich diese Schulformen gut ergänzen und nicht in Konkurrenz zueinander stehen sollten. Dafür müssten alle Schulen verstärkt zusammenarbeiten.

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