Rosenfest in Alt-Lotte
„Mozart“ trifft „Bonny“

Alt-Lotte -

Die „Königin der Blumen“ stand am Wochenende erneut im Mittelpunkt von Alt-Lottes Gärtnerei Flaucher-Feldkamp. Rosenspezialist Helmut Feldkamp bot Führungen an durch eine vielfältige farbige Blühpracht – auch zu derzeit nachgefragten insektenfreundlichen Rosen.

Mittwoch, 13.06.2018, 17:30 Uhr

Hinter den Rosenarten „Mozart“ und „Bonny“ steht Rosenspezialist Helmut Feldkamp.
Hinter den Rosenarten „Mozart“ und „Bonny“ steht Rosenspezialist Helmut Feldkamp. Foto: Ursula Holtgrewe

Dass der Starkregen der zurückliegenden Tage die Pflanzen arg zerzaust hatte, war nicht mehr zu sehen. Jede Rose präsentierte sich – als wäre sie sich ihrer majestätischen Aufgabe bewusst – adrett, kokett und blütenreich. Bei nieseligem Wetter waren am Samstag indes nur wenige Insekten unterwegs. Das schreckte zahlreiche Besucher nicht ab, vermutlich auch deshalb, weil die Alt-Lotter Landfrauen mit Selbstgebackenem in die Garten-Cafeteria lockten.

Rosenspezialist Helmut Feldkamp war in seinem Element und gab sein Fachwissen in zahlreichen Gesprächen weiter. „Momentan in voller Blüte stehen die Rambler-Rosen, das sind Baumrosen. Sie brauchen weniger Licht als andere, weil sie sich an Stämmen unter den Kronen hochhangeln“, erklärte er. Auch die Sorte „Lichtkönigin Lucia“ bestätigte das. An ihrem üppigen Flor war das Alter der Blüten leicht abzulesen: je älter, umso heller.

„Die Lichtkönigin gehört zu den halb offenen Blüten“, erklärte Feldkamp und zeigte auf eine hellgelbe Blüte, die bereitwillig die Staubgefäße den Insekten hinstreckte.

„Rosen brauchen ihren jeweiligen richtigen Standort. Wichtig ist ein lehmhaltiger Boden“, betonte der Fachmann. Sandige Böden seien mit Kompost zu verbessern. Sein Fachbetrieb arbeite mit organischem Dünger, „denn wenn die Wurzeln in Ordnung sind, dann blüht jede Rose üppig.“

Auch Helmut Feldkamp gehört zu denjenigen, die sich gegen das Insektensterben engagieren. Das fängt quasi vor der Haustür im eigenen Garten an. Dort darf sich auch Ziermohn aussäen. Das hat zur Folge, dass mittlerweile purpurne bis blauviolette Exemplare dort wachsen, deren Farben sich nach Mendels Vererbungslehre entwickeln konnten.

In diesem Garten trifft „Mozart“ auf „Bonny“, beides halb offene kleinblütige rosa- und pinkfarbene Strauchrosenarten, die mit mehr als zwei Meter Wuchshöhe dem Garten etwas märchenhaft Verwunschenes geben.

„Weil Insektenfreundlichkeit ein viel diskutiertes Thema ist, werden solche Rosen derzeit stark nachgefragt“, berichtete Feldkamp über den Trend in diesem Jahr. Vorrätig hat er ein reichhaltiges Sortiment. Darunter sind eine Neuzüchtung, die Zwergrose für den Balkon, und auch Baumrosen, die gut und gerne zehn Meter hoch wachsen können. Rot- und Rosatöne sind nach wie vor beliebt.

„Aber auch diese Rosen gefallen Gartenbesitzern“, sagt der Rosenfreund und deutet auf Duftrosen in unterschiedlichen Farben. Diese Sorte habe zwar gefüllte Blüten, aber Bienen, Hummeln und andere Hautflügler fänden die Staubgefäße dennoch, angelockt vom intensiven Duft.

Gesund und proper stehen die prächtigen Rosen im Freiland. Dahinter steckt kein Geheimnis. „Ganz ohne Spritzen kommen wir nicht aus“, räumt er ein. Aber nur so viel wie unbedingt nötig. „Gegen Mehltau behandeln wir sogar althergebracht mit verdünnter Milch“, hebt Feldkamp diese umweltfreundliche Methode heraus.

Sind die Fair-Trade-Rosen, die Walburga Flaucher-Feldkamp und ihr Team verkaufen, mit giftigen Pflanzenschutzmitteln gespritzt, damit sie makellos in den Verkauf kommen? „Unser Händler garantiert uns, keine hochgiftigen Pflanzenschutzmittel einzusetzen. Ganz verzichtet werden kann aber nicht“, betont die Floristikmeisterin.

In einer Infobroschüre heißt es: Auf nach FairTrade-Kriterien zertifizierten Farmen seien die Mittel verträglich für Umwelt und Gesundheit. „Überschüssiges Wasser aus der Tröpfchenbewässerung, das mit Pflanzenbehandlungs- oder Düngemitteln belastet ist, wird gesammelt, geklärt und wiederverwendet – und nicht ungeklärt in Oberflächenwasser geleitet.“ Diesen Äußerungen müsse man vertrauen können, wenn man Fair-Trade-Rosen verkaufe, sagt Walburga Flaucher-Feldkamp.

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5789705?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F177%2F
Kobylanskis herrlicher Schlenzer bringt Preußen drei Punkte gegen Würzburg
Fußball: 3. Liga: Kobylanskis herrlicher Schlenzer bringt Preußen drei Punkte gegen Würzburg
Nachrichten-Ticker