Verkehrs- und Umweltausschuss Lotte
Klimaschutz: Alle Fraktionen sind sich einig

Lotte -

Marc-Philipp Nikolay ist Klimaschutzmanager in der Gemeinde Lotte. Sprecher aller Fraktionen lobten jetzt die gute Arbeit, die er bislang gemacht habe. Die Politik will sich deshalb dafür einsetzen, dass die Stelle auch ohne weitere Förderung erhalten bleibt.

Montag, 09.07.2018, 17:40 Uhr

Diskussionsbedarf gibt es über das Radweg-Nadelöhr Dütebrücke auf der Achmerstraße: Für den Radweg muss die Brücke verbreitert werden.
Diskussionsbedarf gibt es über das Radweg-Nadelöhr Dütebrücke auf der Achmerstraße: Für den Radweg muss die Brücke verbreitert werden. Foto: Ursula Holtgrewe

Klimaschutzmanager Marc-Philipp Nikolay soll auch über den Zeitraum der möglichen Anschlussförderung hinaus das Klimaschutzkonzept der Gemeinde weiter umsetzen. Darüber war sich der Verkehrs- und Umweltausschuss ebenso einig wie über die Stellungnahme zum Nahverkehrsplan des Kreises Steinfurt.

Da die 65-Prozent-Förderung von Nikolays Stelle zum 30. Juni 2019 ausläuft, die Bearbeitung des Antrags für eine möglich Anschlussförderung von zwei Jahren mit dann 40 Prozent Zuschuss aber bis zu einem halben Jahr dauert, soll die Verwaltung fristgerecht die Förderung beim Bundesumweltministerium beantragen. Zur Beschlussvorlage gehörte auch ein Bericht, in dem Nikolay den Stand der 21 begonnenen und teilweise auch schon umgesetzten Klimaschutzprojekte auflistet.

Sämtliche Fraktionen äußerten sich sehr angetan von der bisherigen Arbeit: „Der Klimaschutz hat seit 2016 Fahrt aufgenommen“, sagte beispielsweise Steffen Wascher (CDU ). Er unterstrich, dass Projekte wie die Teilnahme an der bundesweiten Aktion „Stadtradeln“ auch das allgemeine Bewusstsein für dieses wichtige The ma geschärft hätten. Nicht nur das Thema, auch die Person, die es umsetzt, sei wichtig, betonte SPD-Fraktionschef Thomas Giebel . Dem stimmten „selbstverständlich“, so Stefan Franke, auch die Grünen sowie die FDP zu. Selbst wenn eine Förderung abgelehnt werden sollte, so der Tenor, sei die Arbeit des Klimaschutzmanagers so wichtig, dass sie fortgesetzt werden sollte.

Hauptamtsleiterin Petra Tepe berichtete zum rund 150 Seiten starken Nahverkehrsplan, dass dieser neben Aussagen zum ÖPNV für jede Kommune Vorschläge für alternative Mobilitätsangebote zur Verbesserung der innerörtlichen Erschließung mache, einen Bürgerbus für eine Gemeinde von der Größe Lottes aber für ungeeignet halte. Dem widerspricht der Ausschuss einstimmig: „Westerkappeln hat kaum mehr Einwohner, und da funktioniert der Bürgerbus auch“, betonte SPD-Fraktionschef Thomas Giebel.

Die CDU forderte neben dem Hinweis auf das Projekt Bürgerbus Wallenhorst-Wersen als ergänzendes Mobilitätsangebot, auch zu prüfen, ob eine Busschleife am Bahnhof Halen, ein zusätzlicher Halt des Linienbusses R 31 näher am Zentrum Alt-Lottes in der Bahnhofstraße sowie eine Verlängerung der von Osnabrück aus geplanten Metro-Linien über das Landwehr-Quartier hinaus bis zum Bürener Ernst-Lück-Platz und über Ikea hinaus bis zum Kreisverkehr Gaste/Atterfeld nahe der Lotter Gohfeld-Siedlung möglich wäre. Das soll auf einstimmigen Beschluss ebenso in die Stellungnahme der Gemeinde aufgenommen werden wie eine verbesserte Anbindung der Gewerbegebiete im Ortsteil Lotte.

Die Aufteilung der Verkehrsfläche am Strotheweg sollte wegen des hohen Verkehrsaufkommens überdacht werden. Insgesamt empfehle die Straßenverkehrsbehörde, es bei der aktuellen Beschilderung und Markierung zu belassen.

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