Offizielle Übergabe des Friedhofs der evangelischen Kirchengemeinde Alt-Lotte
Sanierung mit viel Fingerspitzengefühl

Lotte -

Über zehn Monate hinweg wurde umfassend saniert und umgebaut. Jetzt erfolgte die Übergabe des neugestalteten Teils des evangelischen Friedhofs in Lotte. Der Öffentlichkeit präsentiert sich dieser als ansprechendes Gartenareal, in dem sich Historie und Moderne bestens ergänzen.

Dienstag, 10.07.2018, 19:45 Uhr

Was lange währt...: Nach mehr als zehn Monaten ist die Sanierung und Umgestaltung des Alt-Lotter Friedhofs abgeschlossen. Ein Blickfang ist das aufwendig aufbereitete schmiedeeiserne Tor aus dem Jahr 1910. Kirchen- und Firmenvertreter, sowie zahlreich Ehrenamtliche haben eng zusammengearbeitet, um das Friedhofsareal an der evangelischen Kirche ansprechend umzugestalten.
Was lange währt...: Nach mehr als zehn Monaten ist die Sanierung und Umgestaltung des Alt-Lotter Friedhofs abgeschlossen. Ein Blickfang ist das aufwendig aufbereitete schmiedeeiserne Tor aus dem Jahr 1910. Kirchen- und Firmenvertreter, sowie zahlreich Ehrenamtliche haben eng zusammengearbeitet, um das Friedhofsareal an der evangelischen Kirche ansprechend umzugestalten. Foto: Christoph Beyer

Wer durch das Friedhofstor schreitet und das Gelände im Ortskern von Alt-Lotte betritt, wähnt sich in einer idyllischen Parkanlage. Sitzbänke laden zum Verweilen ein, Beete und helle Wege aus wasserdurchlässigem Pflaster prägen das Bild. Vom ehemals verwucherten Zustand ist nichts mehr zu erkennen. Voraus ging eine langjährige Planungsphase. Der Historie des Ortes und den Ansprüchen an eine zeitgemäße Friedhofsgestaltung sollte dabei Rechnung getragen werden. Das Ergebnis konnten die Beteiligten bei der offiziellen Übergabe betrachten.

Pfarrer Detlef Salomo würdigte in seiner Ansprache das große Engagement. „Was lange währt, wird endlich gut.“ Der Friedhof sei sichtbarer Ausdruck der persönlichen Beziehung zu den Verstorbenen, weshalb man sich bei der Gestaltung viel Mühe gegeben habe. Im Namen des Presbyteriums dankte Salomo unter anderem dem Münsteraner Architekten Heinrich Kettler für die Ideenentwicklung und Planung und hob insgesamt die konstruktive Zusammenarbeit hervor. Lobende Worte fand er auch für die ehrenamtlich Aktiven der zweitägigen Pflanzaktion, darunter Carola Albrecht, Iris Pfordt, Annegret Kellermeier, Margret Roloff, Helga und Werner Jost-Eneking, Peter Jäger und Hans Sommer.

  Foto: Christoph Beyer

Nach einem Beitrag des Posaunenchors der Kirchengemeinde ging Salomo auch auf aktuelle Bestattungsformen ein, denen mit der Sanierung entsprochen worden sei. Besonders für ältere Menschen könne die Pflege eines Grabes eine Last sein, so Salomo, weshalb beim Umbau nun auch ein eigener Bereich für Urnenbestattungen geschaffen wurde. Daneben existiert auch eine pflegefreie Erdgräberanlage. „Das macht mich frei von der Grabpflege und schenkt mir doch den so wichtigen Ort der Trauer,“ betonte der Pfarrer. Nach der Runderneuerung der Kirche zum 700 jährigen Jubiläum sei mit der Neugestaltung der nächste, notwendige Schritt getan worden.

  Foto: Christoph Beyer

Architekt Heinrich Kettler zeigte sich in seiner Ansprache erfreut über die positive Resonanz zur Umgestaltung. Gelobt würde auch die Integration historischer Relikte. Dazu zählt etwa ein zu Beginn der Sanierung in dichtem Buschwerk gefundener Grabstein aus dem 18. Jahrhundert. Dieser bildet nun, zusammen mit weiteren historischen Grabsteinen, ein begehbares „Lapidarium“ (steinerne Sammlung). Auch die Aufbereitung und Anbringung des schmiedeeisernen Tores aus dem Jahr 1910 fände viel Beifall.

Nach einer gemeinsamen Begehung des Areals bot sich im Gemeindehaus „Arche“ noch Gelegenheit, bei Kaffee und Kuchen über das Gesehene ins Gespräch zu kommen.

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