IHK-Projekt: Partnerschaft zwischen Schulen und Betrieben
Betriebe müssen heute offensiv auf junge Leute zugehen

Westerkappeln/Lotte -

Bei „Partnerschaft Schule-Betrieb“ geht es aber nicht nur um Berufsorientierung. Mit dem Projekt wolle die IHK die Unternehmen auch bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses unterstützen, erläutert IHK-Projektmitarbeiterin Inna Gabler. Das Unternehmen Frimo arbeitet jetzt mit der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln zusammen.

Donnerstag, 12.07.2018, 19:00 Uhr

Freuen sich auf die Zusammenarbeit bei der Berufsorientierung von Schülern (von links): IHK-Projektmitarbeiterin Inna Gabler, Studien- und Berufswahlkoordinator Thorsten Freese, Personalleiter Holger Hinz und Personalreferentin Julia Eilers.
Freuen sich auf die Zusammenarbeit bei der Berufsorientierung von Schülern (von links): IHK-Projektmitarbeiterin Inna Gabler, Studien- und Berufswahlkoordinator Thorsten Freese, Personalleiter Holger Hinz und Personalreferentin Julia Eilers. Foto: IHK-Pressefoto

Die Gesamtschule Lotte-Westerkappeln und die Frimo Lotte GmbH sind offizielle Kooperationspartner im Projekt „Partnerschaft Schule-Betrieb“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen. Vertreter von Unternehmen und Schule haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Damit steigt die Zahl der Kooperationen im Kreis Steinfurt auf 86. Für die Gesamtschule Lotte-Westerkappeln ist es die siebte Partnerschaft mit einem Unternehmen in der IHK-Initiative.

Hauptziel des IHK-Projektes ist es, Schülerinnen und Schüler bei der Berufsorientierung sowie Unternehmen bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses zu unterstützen. „Viele Jugendliche haben nur ungenaue Vorstellungen von einer be-trieblichen Ausbildung und den guten Karrierechancen, die sie bietet“, erläutert IHK-Projektmitarbeiterin Inna Gabler. Unternehmen wie Frimo seien dank ihres großen Tätigkeitsspektrums bestens geeignet, „den Schülern die Vielfalt und Wirklichkeit der Arbeitswelt zu zeigen, mit ihren Möglichkeiten, aber auch mit ihren Anforderungen“, so Gabler weiter.

Die Frimo-Unternehmensgruppe gehört nach eigenen Angaben zu den weltweit führenden Entwicklern und Herstellern von Werkzeug- und Anlagentechnik zur Fertigung von Kunststoffkomponenten. „Als Systempartner der internationalen Automobilindustrie liefert das Unternehmen maßgeschneiderte und effiziente Fertigungslösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Aktuell gehören 15 Standorte in Europa, Amerika und Asien mit insgesamt 1600 Mitarbeitern sowie zahlreiche internationale Vertretungen zum Frimo-Netzwerk“, heißt es in einer Mitteilung.

Das Unternehmen lädt Schüler und Lehrer der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln zu Betriebsbesichtigungen ein, um ihnen Einblicke in die Arbeits- und Produktionsweise des Betriebes zu ermöglichen und das Ausbildungsangebot zu präsentieren. Zudem können die Jugendlichen auf Wunsch, ein Betriebspraktikum absolvieren. Daneben gebe es Tipps zu Bewerbungsverfahren.

Bei „Partnerschaft Schule-Betrieb“ geht es aber nicht nur um Berufsorientierung. Mit dem Projekt wolle die IHK die Unternehmen auch bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses unterstützen, erläutert IHK-Projektmitarbeiterin Gabler. „Der Schlüssel zum Erfolg ist das persönliche Kennenlernen: Die Schüler erkennen ihre Interessen und das Unternehmen findet Talente, die es zu fördern lohnt, auch wenn das Zeugnis auf den ersten Blick etwas anderes sagt“, betont Gabler.

Holger Hinz, Personalleiter der Frimo-Unternehmensgruppe, unterstreicht angesichts der demografischen Entwicklung die Notwendigkeit, keine Talente unentdeckt zu lassen: „Um unser Unternehmen nachhaltig weiterzuentwickeln, müssen wir schon heute offensiv auf die jungen Leute zugehen und immer wieder begabte und motivierte Jugendliche entdecken, ausbilden und fördern.“ Für Frimo sei die Nachwuchsgewinnung ein zentrales Element einer umfassenden Demografie-Strategie. Über all dem stehe eine langfristige Personalplanung, deren Ziel es sei, das gewachsene Know-how des Unternehmens zu erhalten und auszubauen. „Die Ausbildung ist für die meisten unserer Mitarbeiter daher oftmals nur der erste Schritt eines langen gemeinsamen Weges“, so Hinz.

Thorsten Freese, Koordinator für die Berufs- und Studienorientierung an der Gesamtschule, betont: „Das IHK-Projekt bietet unseren Schülern, aber auch den Lehrern die Chance, Betriebe hautnah kennenzulernen und sich für Ausbildungsberufe und die Wirtschaft nachhaltig zu begeistern.“

Die IHK Nord Westfalen bietet allen Schulen und Unternehmen in ihrem Bezirk Unterstützung bei der Anbahnung von Kooperationen an. Ansprechpartnerinnen für das Projekt „Partnerschaft Schule-Betrieb“ sind im Münsterland Inna Gabler, ✆ 0251 / 707-305, oder Melanie Vennemann, ✆ 0251 707-304.

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