Quartierskonzept für Lotte-Büren
Quasi urbane Strukturen

Lotte-Büren -

Informationen zur künftigen Entwicklung Bürens konnten jetzt zahlreiche Gäste des Nachbarschaftsfestes des Vereins Energieland2050 auf dem Gelände des Bürener Sportvereins diskutieren und weiterentwickeln. Die kleinen und großen Besucher erlebten einen kurzweiligen Nachmittag.

Montag, 16.07.2018, 16:38 Uhr

Jede Menge Informationen und Diskussionsstoff gab es für die Erwachsenen. Die Bewohner Bürens konnten ihre Ideen zur Entwcklung des Ortsteils einbringen.
Jede Menge Informationen und Diskussionsstoff gab es für die Erwachsenen. Die Bewohner Bürens konnten ihre Ideen zur Entwcklung des Ortsteils einbringen. Foto: Peter Stelter

„Steht es um uns denn so schlecht?“ sei eine der ersten Fragen gewesen, die an ihn bei der ersten Vorstellung des Quartiersprojektes in Büren gerichtet wurde, berichtete der Klimaschutzmanager der Gemeinde Lotte, Marc-Philipp Nikolay . Schnell sei den Anliegern aber deutlich geworden, dass es mit dem energetischen Quartierskonzept um kons­truktive Fragen zur strategischen Entwicklung ihres Ortes gehe, so der Projektkoordinator.

Das Quartiersprojekt „Neue Energien für Büren“ ist beim Kreis Steinfurt angesiedelt. Der Verein Energieland 2050 koordiniert die Planungen für die Gemeinden Ibbenbüren, Lotte, Metelen, Mettingen, Neuenkirchen, Westerkappeln und Wettringen. Gefördert wird das Projekt von der KfW-Bank, dem Kreis Steinfurt und der Kreissparkasse Steinfurt.

Dabei ist die energetische Betrachtung der Häuser nur ein erster Einstieg. Vielmehr geht es um die Entwicklung des Ortes und der Lebenssituation insgesamt. Derzeit sei in Büren „quasi alles zu finden“, so Marc-Philipp Nikolay: vom frisch renovierten und energetisch sanierten Haus bis hin zu Häusern, die sich noch im „Originalzustand“ der 1960er Jahre befänden.

Wegen der Stadtrandlage habe Büren auch schon urbane Strukturen, quasi eine städtische Mischkultur, so der Wirtschafts- und Sozialgeograf weiter. Aber auch durch die „langen Gärten“, über deren künftige Nutzung die Meinungen der Anwohner durchaus auseinandergingen, sei der Ort geprägt.

Sehr praktisch und informativ fanden die Bewohnerinnen und Bewohner Bürens, dass sie eine zum Ende des vergangenen Winters von ihren Häusern angefertigten „Basis-Thermografie-Aufnahme“ abholen konnten. Eike Lang, studentische Hilfskraft vom Planungsbüro Gertec aus Steinfurt, hatte gut zu tun, die Unterlagen für die einzelnen Anlieger auszudrucken und zu erläutern.

„Wo stehen wir jetzt und wohin kann man wie weit kommen“ fragte Sara Dietrich , Projektkoordinatorin beim Kreis Steinfurt gerade auch mit dem Blick auf die zukünftige Entwicklung Bürens in den nächsten Jahrzehnten. Unterstützt von ihrer Kollegin Ursula Wermelt vom Klimaschutzteam des Kreises stand sie während des Nachbarschaftsfestes für Fragen um das Gesamtprojekt zur Verfügung.

Andreas Hübner vom Planungsbüro Gertec hatte gut zu tun, die zahlreichen Anregungen und Fragen der Bürener zu besprechen. „Es gibt ganz viele konkrete Fragen zur energetischen Sanierung“, so der Fachingenieur. Von der Sanierung der Fenster bis hin zu kleineren, aber sehr wirkungsvollen Dämmmaßnahmen seien die Fragen sehr vielfältig.

Auf die kleinen und großen Besucher wartete überdies ein buntes Programm. Kleinkünstler Daniel Langkamp, mittlerweile, so Sara Dietrich, auch als „Energieland2050-Stelzenläufer“ bekannt, bot den Kindern immer wieder neue Gelegenheiten zum Spielen und Ausprobieren. Monika Budde von der Camphill-Sellen-Textilwerkstatt hatte mit der Hemdtaschen-Aktion großen Zulauf. Für die passende musikalische Untermalung des gemütlichen Festes sorgten Sebastian Netta & Friends auf ihrer Bonsai-Bühne.

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