„S4acw“ feiert zehnjähriges Bestehen
„S4acw“ kämpft seit zehn Jahren

Lotte -

Leider hatte ein Teil der Gründer, die John McGurk bereits bei dessen Spendenläufen, um Leid von Kindern zu mildern, vor Vereinsgründung unterstützten, keine Zeit; sehr wohl indes der Vorsitzende McGurk, der sich als Benefizläufer im Schottenrock für Not leidende Kinder einsetzt und längst international bekannt ist, dessen Frau Katja, der damalige Vereinsgeschäftsführer Helmut Hörnschemeyer, dessen Frau Zemira, Vorstandsmitglied Patrick Beitz, Christopher Davies und Sven Kösters, der bislang keinen Lauf ausgelassen hat.

Donnerstag, 19.07.2018, 15:38 Uhr

Nach zehn Jahren Engagement für Kinder in Not postiert wie auf dem Gründungsfoto: Christopher Davis, Katja McGurk, Sven Kösters, Helmut Hörnschemeyer, John McGurk, Zemira Hörnschemeyer und Patrick Beitz (von links) gehören zum Gründungsteam von „S4acw“.
Nach zehn Jahren Engagement für Kinder in Not postiert wie auf dem Gründungsfoto: Christopher Davis, Katja McGurk, Sven Kösters, Helmut Hörnschemeyer, John McGurk, Zemira Hörnschemeyer und Patrick Beitz (von links) gehören zum Gründungsteam von „S4acw“. Foto: Ursula Holtgrewe

Sie genossen mit anderen langjährigen Unterstützern von „S4acw“ das sommerliche Ambiente. Fürs Foto zum kleinen Jubiläum war der Globus von vor zehn Jahren nicht mehr vorhanden. Da half ein Ball aus.

Gleichwohl hatte John McGurk , der Läufer mit dem großen Herzen für Kinder, der in Schottland traumatisierende Heimerfahrungen als Kind machen musste, eine Vielfalt an Erinnerungen parat. Bereits vor der Vereinsgründung schnürte er für die Jüngsten auch im Ausland die Laufschuhe und sammelte Geld, um deren Schicksale zu mildern. Überaus stolz können alle Förderer auf die mehr als eine Million Euro sein, die bislang erlaufen wurde – immer getreu dem Motto „Kinder verleihen Flügel“.

Seit zehn Jahren nun organisiert der gemeinnützige Verein „S4acw“ Läufe, auch zugunsten gemeinnütziger Institutionen. Das bewegendste Erlebnis schlechthin gibt es für den Lotter Schotten nicht. „Alle Projekte waren besonders, Begegnungen mit den Menschen und viele bewegende Ereignisse“, betonte er.

Dann fallen ihm die Läufe im Rahmen der Fußball-WM nach Südafrika (2010) und Brasilien (2014) ein. Die Läufe für die „Archen“, in denen Kinder in sozial schwierigem Umfeld Mittagessen und Betreuung erfahren, in Deutschland und Berlin. Die 900 Kilometer mit dem Ziel von McGurks Geburtsstadt Glasgow. In dieser Region ist er als Neunjähriger in ein Kinderheim im Ort Dumfries gekommen. Misshandlungen dort arbeiten die Behörden auf und befragten auch McGurk dazu. Dessen erniedrigende Erlebnisse und schmerzhafte Erinnerungen wurden wieder an die Oberfläche gespült.

Nie vergessen wird der gläubige John McGurk den Händedruck von Papst Franziskus auf dem Petersplatz in Rom im letzten Jahr. „Das war sehr bewegend und hat mir neue Kraft gegeben“, erinnerte er sich lächelnd.

„Ohne die Unterstützung meiner Frau Katja und wir als Team ohne die Hilfe unserer Frauen beziehungsweise Partner hätten nie das erreicht, was wir geschafft haben“, erkennt McGurk aus vollem Herzen das Engagement seiner Mitstreiter an. „Klar trugen und tragen einen keinesfalls zu unterschätzenden Teil auch unsere Sponsoren bei“, betonte der Spendenläufer, für den bei einer Million Euro überreichter Gelder längst nicht Schluss ist.

Das aktuelle Projekt geht über zwei Jahre: 2018 und 2019. „Wir unterstützen die SOS-Kinderdörfer weltweit. Die Institution wurde im Jahr 1949 in Osterreich gegründet und feiert im nächsten Jahr das 70-jährige Bestehen“, berichtete der Bürener. Die ersten 37 119 Euro hat der Verein in London an Sheriff Neil Redcliffe, Vorgesetzter des abwesenden Bürgermeisters, überreicht.

„Der Sheriff hat uns gesagt, er möchte Osnabrücks Bürgermeister Wolfgang Griesert nach London einladen, um die Beziehung der Städte zu intensivieren“, sagte McGurk nicht ohne Stolz. „Damit haben wir als Vereins für Kinder in Notlagen eine Brücke gebaut von Osnabrück nach London.“

Den zweiten Teil der Benefizaktion für die SOS-Kinderdörfer weltweit nehmen die Aktiven im Juni 2019 unter die Sohlen. „Wir laufen dann rund 1000 Kilometer zur SOS-Kinderdorf-Zentrale nach Innsbruck und hoffen, dort den Rest zu mindestens 70 000 Euro beisteuern zu können“, gab sich der Läufer mit dem großen Herzen für Kinder zuversichtlich, dass das gelinge. „Es für mich eine Botschaft der Solidarität als Heimkind John McGurk an alle Kinder in den SOS-Kinderdörfern in 135 Ländern“, betonte er.

Ein weiteres Highlight in der Karriere John McGurks als Benefizläufer, der einen Großteil seiner Freizeit für benachteiligte Kinder investiert, wird im Jahr 2019 die Veröffentlichung seiner Lebensgeschichte sein. „Wir werden es voraussichtlich bei der Frankfurter Buchmesse vorstellen“, verriet er schon mal.

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