Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept
Gute Basis für künftige Entscheidungen

Lotte -

Viel Lob und, wie es Vorsitzender Georg Holtgrewe formulierte, „wertschätzende Anerkennung“, gab es für die Ergebnispräsentation des Ikek-Prozesses im Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde Lotte.

Mittwoch, 24.10.2018, 17:10 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 24.10.2018, 17:10 Uhr
Frank Bröckling von Planinvent (rechts) beantwortet bei einem der Ikek-Foren im Restaurant des Golfclubs Dütetal die Fragen von Bürgern.
Frank Bröckling von Planinvent (rechts) beantwortet bei einem der Ikek-Foren im Restaurant des Golfclubs Dütetal die Fragen von Bürgern. Foto: Andreas Wenk

Dabei stellte Frank Böcking vom Münsteraner Büro Planivent, das die Erstellung des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzeptes (Ikek) begleitete, weniger die in mehreren Foren und Dorfwerkstätten erarbeiteten konkreten Projekte der Dorfentwicklungskonzepte vor. Vielmehr verwies er auf den auf der Homepage der Gemeinde im Ratsinformationssystem als Anlage zur Beschlussempfehlung dieser Sitzung hinterlegten Bericht und beschränkte sich angesichts der Tagesordnung darauf, einen Rückblick auf den Prozess, die Strategie und die Ziele und einen Ausblick auf Fördermöglichkeiten und „Zeitstrahl“ für die Umsetzung zu geben.

Schon bei der Auftaktveranstaltungen seien Interesse und Beteiligung der Bürger groß gewesen. In den Dorfwerkstätten seien die einzelnen Ortsprofile erarbeitet, Ziele und Projekte formuliert und Paten für Projekte benannt worden, während in den Foren die gesamtkommunalen Zusammenhänge im Vordergrund standen.

Als Beispiele für konkrete Projekte und Themenfelder nannte Böckling die Stichworte E-Bike-Training, Rundwanderwege, attraktive Radwege, das „Forschungsprojekt“ Osterberg im Bereich Geschichte/Tradition, Insektenschutz, Schallschutz mit Solarnutzung und Hochwasserschutz im Bereich Ökologie oder Lebensmittelversorgung und Pflegedienste im Bereich Wirtschaft. Die Projekte seien nicht in Stein gemeißelt, sondern könnten in einer Ideenbox auch jederzeit ergänzt und modifiziert werden.

Mit Ikek seien im Grunde drei Konzepte erarbeitet worden, nämlich eines für die Kommune als Auftraggeber, eines für die Bezirksregierung und eine „für die Leute, die damit arbeiten werden“. Ansprechpartnerin, also sozusagen die Ikek-Beauftragte für das gesamte strategische Konzept bei der Gemeindeverwaltung sei Joana Watermeyer . Fördermöglichkeiten gebe aus dem Dorferneuerungsprogramm des Landes NRW, der Heimatförderung und im Rahmen des Leader-Programms der EU.

Nach der Präsentation im Ausschuss und im Rat gehe das Konzept an die Bezirksregierung. Im kommenden Jahr beginne dann mit der Beratung über die Leit- und Startprojekte in den Gremien des Gemeinderates die konkrete Umsetzung.

SPD-Fraktionschef Thomas Giebel betonte, dass innerhalb weniger Monate ein „sehr stringentes“, umfangreiches, dabei aber überschaubares und nachvollziehbares Konzept entwickelt worden sei. Das sei eine „sehr gute Basis“ für die Umsetzung „unserer Ziele“. Für die CDU schloss sich Christian Thies dieser Einschätzung an. Er hob die Beteiligung der Bürger hervor: „Das bürgerschaftliche Engagement war wirklich toll!“ Thies regte an, aus dem mit abgebildeten Baulückenkataster die Grundstücke, deren Eigentümer nicht eingewilligt haben, herauszunehmen und noch zu ergänzen, welche Fachabteilung wann genau zuständig sei.

Auch Lothar Albers (FDP) und Friedel Glüder, als sachkundige Bürgerin für die Grünen im Ausschuss, bedankten sich bei allen Beteiligten, auch bei Joana Watermeyer, ausdrücklich für das Ergebnis. „Es wird sicherlich darauf ankommen, die Konzepte in die richtige Reihenfolge zu bringen“, meinte Albers mit Blick auf die Umsetzung.

Friedel Glüder bemängelte lediglich, dass ihr im Abschlussbericht die Vorstellungen der Jugendlichen fehlten. Die jungen Leute hätten insbesondere deutlich gemacht, dass sie sich Treffpunkte wünschten, die unabhängig von den Öffnungszeiten der Jugendzentren sind. Lob hatte sie hingegen gerade für den „vorderen Teil“ parat, der mit seiner Sammlung von Daten und Fakten sehr hilfreich sei. Der einstimmige Beschluss des Ikek war da nur noch Formsache.

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