Zwischenbericht zum Quartierskonzept
Ein Kümmerer soll kommen

Lotte-Büren -

Im nächsten Sommer soll es losgehen mit der Umsetzung des Quartierskonzepts für Büren.

Montag, 03.12.2018, 17:06 Uhr
Die erste Phase mit der Analyse des Status quo ist inzwischen abgeschlossen. Das Bild entstand beim Auftaktworkshop zum Quartierskonzept für Büren: Quartierbewohner Thomas Schmitt und Andreas Hübner vom Planungsbüro Gertec (von links).
Die erste Phase mit der Analyse des Status quo ist inzwischen abgeschlossen. Das Bild entstand beim Auftaktworkshop zum Quartierskonzept für Büren: Quartierbewohner Thomas Schmitt und Andreas Hübner vom Planungsbüro Gertec (von links). Foto: Marc-Philipp Nikolay

Projektkoordinatorin Sara Dietrich vom Verein „Energieland2050“ und Andreas Hübner , Geschäftsführer des Essener Planungsbüros Gertec, stellten jetzt in der Sitzung des Verkehrs- und Umweltausschusses einen Zwischenbericht zur geplanten energetischen Sanierung des Lotter Ortsteils vor.

Die Gemeinde mit ihrem ältesten Wohnquartier in Büren ist eine der sieben Pilotkommunen im Kreis Steinfurt, für die im Frühjahr 2017 das Projekt „Sieben auf einen Streich“ im Rahmen des KfW-Förderprogramms „ KfW 432 – Energetische Sanierung“ startete. Die erste der zwei mit jeweils 65 Prozent bezuschussten Phasen, nämlich die Analyse des Status quo und die Konzepterstellung, ist nach Darstellung von Sara Dietrich weitgehend abgeschlossen. Im ersten Quartal 2019 sollten die Maßnahmen priorisiert und für die Förderung dann im April 2019 ein Sammelantrag gestellt werden. Wenn man von acht Wochen Bewilligungszeit ausgehe, könne die Umsetzung also im Sommer beginnen.

Die nächsten, auf drei bis fünf Jahre ausgelegten Schritte seien jetzt die Bildung eines (kreisweit agierenden) Teams für das Sanierungsmanagement sowie die Erprobung und Anpassung der Maßnahmen und die Verstetigung der Bürgerbeteiligung. Dreh- und Angelpunkt für die sieben Strategien zur Optimierung der Entwicklung Bürens sei die Beratung und Unterstützung durch „ einen Kümmerer vor Ort“. Wer das sein wird, so erklärte Lottes Klimaschutzmanager Marc-Philipp Nikolay auf Nachfrage, steht derzeit noch nicht fest.

Andreas Hübner unterstrich, dass die Beteiligung etwa am Nachbarschaftsfest des Energieland-Vereins, der Thermografie-Aktion, den Gesprächen und Workshops oder auch die Sensibilisierung für das Thema an der Schule über die „Klima-Detektive“ sehr rege gewesen sei. Nikolay sprach auf Nachfrage aus dem Ausschuss von zehn bis 20 Prozent Beteiligung, was im Vergleich zu den anderen Pilotkommunen eine durchaus große Resonanz sei.

Hübner betonte, dass es bei dem gesamten Projekt nicht nur um Klimaschutz und energetische Sanierung gehe, sondern darum, ein „positives Investitionsklima“ zu schaffen: „Aktivieren, damit die Menschen in ihre Gebäude investieren“. Das könnten schon ganz einfache Maßnahmen, die in Eigenleistung umzusetzen sind, sagte er und nannte als Beispiel eine Kellerdeckendämmung. Aber eben auch Beratung zum Austausch von Heizungen, altersgerechtem Umbau, nachbarschaftlicher Austausch, die Verbesserung der allgemeinen Parksituation, die Schaffung von mehr Verkehrssicherheit.

Grünen-Fraktionschef Dieter Hörnschemeyer, selbst Bürener, fand das „alles sehr theoretisch“. Seine Frage, was denn konkret auf die Bürener Bürger zukomme, beantwortete Sara Dietrich mit dem Hinweis auf den „Kümmerer vor Ort“: Der werde in der ersten Zeit im Quartier von Haus zu Haus gehen, über die jeweils konkret möglichen Maßnahmen individuell beraten und später eine Sprechstunde einrichten.

Auch das Thema altersgerechter Umbau für diesen überwiegend von älteren Menschen bewohnten Ortsteil sei mit abgedeckt. Einziger Wermuttropfen: „Die Siedlungsstruktur ist wegen der zu großen Abstände nicht wirklich geeignet für eine zentrale Wärmeversorgung.“

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