Ausblick Lotte 2019
Lotte 2019 maßvoll weiterentwickeln

Lotte -

Bürgermeister Rainer Lammers hat die Themen zusammengefasst, die aus seiner Sicht für die Gemeinde Lotte im Jahr 2019 von besonderer Bedeutung sind.

Donnerstag, 03.01.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 03.01.2019, 18:10 Uhr
Die Aufstockung der Gesamtschule am Standort Wersen (im Hintergrund) um drei Räume sowie die Renovierung und Erweiterung der Wersener Sporthalle stehen im Jahr 2019 ganz obenan auf der To-do-Liste, betonte Bürgermeister Rainer Lammers.
Die Aufstockung der Gesamtschule am Standort Wersen (im Hintergrund) um drei Räume sowie die Renovierung und Erweiterung der Wersener Sporthalle stehen im Jahr 2019 ganz obenan auf der To-do-Liste, betonte Bürgermeister Rainer Lammers. Foto: Angelika Hitzke

Stillstand ist Rückschritt. „Und das will ich nicht“, hatte Bürgermeister Rainer Lammers in seiner Haushaltsrede gesagt. Die – maßvolle – Weiterentwicklung der Gemeinde ist also auch künftig Programm. Im Gespräch umriss der Verwaltungschef, was 2019 in Lotte wichtig wird. Und deutet an, was auch in den Folgejahren noch Thema in der Gemeinde sein wird.

Schulen: „Aufgrund des eklatanten Platzmangels brauchen wir die Erweiterung der Grundschule Lotte“, unterstrich Lammers. Diese solle am vorhandenen Baukörper andocken. Für die vier zusätzlichen Klassen- und zwei Funktionsräume stehe das Grundstück zur Verfügung. Der Anbau sei nicht nur wegen der Kinder mit Migrationshintergrund, sondern wegen der generell steigenden Schülerzahl notwendig, zumal die Gemeinde vorhabe, auch noch ein kleines Baugebiet in Alt-Lotte zu entwickeln.

Auch die Gesamtschule Lotte-Westerkappeln muss aufgrund der vielen Schüler mit Förderbedarf und/oder Migrationshintergrund am Standort Wersen um drei Klassenräume erweitert werden, habe die Bezirksregierung festgestellt. „Darunter sind auch deutsche Schüler mit Förderbedarf“,sagte der Bürgermeister und betonte: „Aufgrund der neuen Vorgaben brauchen wir mehr Platz.“ Und der muss spätestens zum Schuljahr 2020/21 zur Verfügung stehen. Im Sommer 2019 wird der letzte Jahrgang der Gemeinschaftshauptschule in Wersen und der Realschule in Westerkappeln verabschiedet. Er rechne damit, dass mit Schuljahresbeginn 2019/20 im August der Zulauf zur Gesamtschule als einziger weiterführender Schule in Lotte und Westerkappeln erheblich größer werde.

Für die Grundschule Büren steht 2019 ein „grünes Klassenzimmer“ auf der Agenda.

Kindergärten: Für den kommunalen Regenbogenkindergarten in Büren sind im Haushalt 2019 166 000 Euro für den Einbau einer neuen Küche und die Umgestaltung der Außenanlage einschließlich neuer Spielgräte eingeplant. Noch keine Entscheidung gefallen sei für das Grundstück zum Bau der endgültigen CJD-Kita Wersen, die derzeit im Provisorium an der Ecke Hoher Esch/Zum Attersee untergebracht ist: „Wir haben da mehrere Eisen im Feuer“, so Lammers.

Feuerwehr: Anfang des Jahres soll nach interner Beratung auch der Öffentlichkeit der neue Brandschutzbedarfsplan vorgestellt werden, der laut Lammers zurzeit von einem externen Berater aufgestellt wird. 155 000 Euro sind im Haushalt für die Anschaffung eines neuen Einsatzleitfahrzeugs eingestellt, weitere 700 000 Euro für die bereits begonnene Sanierung und Erweiterung der Feuerwache Wersen: „Wir werden wirklich ein Top-Gerätehaus bekommen. Wir rechnen damit, dass das komplette Gebäude Ende des Jahres 2019 fertig wird“, sagte der Bürgermeister.

Bauflächen: Noch in Arbeit sind die extern vergebenen Konzepte für die Entwicklung von Wohnbau- und Gewerbeflächen in der Gemeinde. Vorgesehen sei eine weitere Wohnbaufläche in Büren, „wünschenswert“ eine Erweiterung der Wohnbaugebiets Schabergs Esch, denn Wersen und Alt-Lotte seien die Siedlungsschwerpunkte, erklärte Lammers.

Sporthallen: Kurzfristig renoviert und erweitert werden soll die Sporthalle in Wersen. „Und wir wollen in Alt-Lotte die alte Turnhalle durch den Neubau einer Dreifachhalle auf einem geeigneten Grundstück ersetzen“, kündigte er an. „Die Sporthalle in Halen ist nicht vergessen“, versicherte der Bürgermeister. Dort gebe es zudem eine Initiative für ein Sport- und Kulturzentrum, aber das sei „noch nicht spruchreif“. Der Renovierungsbedarf der Turnhalle in Büren „ist uns auch bewusst und muss umgesetzt werden“. Auch am Masterplan Sportzentrum 2030 arbeite man. Mittel- und langfristig seien weitere Investitionen in diesem Bereich geplant, „aber nicht in diesem Jahr“.

Wirtschaftswege: Für ländliche Wirtschaftswege sind 500 000 Euro für den Ausbau und 100 000 Euro für die Unterhaltung im Topf. 2019 werden der Hunterorther Eschweg und der Napoleondamm saniert.

Verkehrsführung: Ein „heißes Thema“ werde Rat und Verwaltung Anfang dieses Jahres in Atem halten: „Wir müssen die mögliche Reaktivierung der Tecklenburger Nordbahn weiter diskutieren und damit einhergehend ein Verkehrskonzept für den Strotheweg“, so der Bürgermeister. Weitere Beratungen über mögliche Verkehrsführungen stünden auch im Zusammenhang mit der Umleitung für die A 1 an: „Da müssen neue Konzepte angedacht werden.“

Radwege: Für den Radwege-Lückenschluss an der Achmerstraße (K 15) zwischen Sonnenkamp und Mühlengrund ist wegen der Dütebrücke der Kreis zuständig, der im Sommer 2019 mit dem Bau beginnen will. Die nötigen Grundstückskäufe hat die Gemeinde erledigt. Laut Lottes Bürgermeister befindet sich auch die Planung für den grenzübergreifenden Radweg Halen-Hollage auf gutem Wege: „Der Kreis Steinfurt ist Träger und hat seine Schularbeiten gemacht.“ Auch die Gemeinde Wallenhorst sei „gut aufgestellt“. Ein Problem sei aber der Bahnübergang für Radfahrer auf Lotter Seite: „Das dauert immer etwas länger.“ Das gelte auch für die Bemühungen um einen Radweg an der Lengericher Straße (L 589) von Lotte nach Osterberg, der vom Landesbetrieb Straßen.NRW zu errichten sei. „Aber das wird voraussichtlich nicht in 2019 umgesetzt werden“, sagte Lammers, betonte aber zugleich: „Ziel ist ein flächendeckendes Radwegenetz.“

Bürgerbus: Der Bürgerbus Wallenhorst–Wersen soll noch in diesem Frühjahr in Betrieb genommen werden. „Wir hoffen, dass sich ein guter Zuspruch ergibt“, so Lammers.

Klimaschutz: Die Umstellung des gemeindeeigenen Fuhrparks auf Elektrofahrzeuge geht 2019 weiter, ebenso die Installation von Photovoltaikanlagen auf gemeindeeigenen Dächern. „Die Umstellung der Straßen­beleuchtung auf LED haben wir auch vor“, sagte der Bürgermeister und versicherte: „Da sind wir unterwegs.“

Ikek und Düteaue: Mit dem Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept (Ikek) gebe es einige Fördermöglichkeiten, um die Dorfentwicklung weiter voranzutreiben.

In Sachen Düteaue/ Dorfsee befinde sich die Gemeinde in Verhandlungen mit Grundstückseigentümern und Fachbehörden. Konkreteres könne er derzeit noch nicht sagen, stellte Lammers fest und betonte zum Schluss: „Wichtig ist, dass Rat und Verwaltung weiter gut zusammenarbeiten, damit die vielen gesteckten Ziele auch erreicht werden können.“

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