Lotter Schützen wollen Investitionsstau beheben
Nein zu Neubau, Ja zu Sanierung

Lotte -

Die Adresse Jahnstraße 6 in Alt-Lotte aufgeben oder bleiben? Die Mitglieder des Schützenvereins Lotte von 1659 stellten beim Jahrestreffen im Vereinshaus die Weichen für die Zukunft.

Montag, 07.01.2019, 17:04 Uhr aktualisiert: 07.01.2019, 17:06 Uhr
Engagiert für den und im Schützenverein bleiben Armin Sünnewie (von links), Horst Kröner, Heidi Willms, Michael Leben und Brigitte Gausmann.
Engagiert für den und im Schützenverein bleiben Armin Sünnewie (von links), Horst Kröner, Heidi Willms, Michael Leben und Brigitte Gausmann. Foto: Ursula Holtgrewe

Dieses Mal zahlreich erschienene Mitglieder hatten zu entscheiden, ob die Schützen den Investitionsstau in ihrem Vereinsheim nach und nach abbauen sollen oder ob der Überlegung von Schützenbruder Friedhelm Lange gefolgt werden soll, neue Bahnen unter der neu zu bauenden Sporthalle zu planen.

„Wir sollten uns fragen: Lohnt die Aufrechterhaltung des Betriebes noch in Zukunft? Als Verein müssen wir gucken, wo wir 2030 stehen“, betonte Lange. Er hatte auch denkbare bauliche Veränderungen im Rahmen des „Masterplans Sportzentrum Lotte 2030“ an der Jahnstraße im Blick.

Unterstützung erhielt er von Günter Fischer. „Wenn wir nur einen Keller bauen, dann brauchen wir jemanden, der oben drüber baut – am besten die Gemeinde.“

Bürgermeister Rainer Lammers kommentierte leicht erregt: „Wir kommt man darauf, dass man hier weg will? Es gibt meines Erachtens nur eine Lösung: Die Schützen müssen hier bleiben.“

Jedenfalls muss der Verein viel Geld in die Hand nehmen. Belastbare Zahlen legte der Ibbenbürener Architekt Otto Niehaus vor. Zeitwert für die gesamte Anlage: rund 416 000 Euro. „Das wird auf dem Markt nicht zu erzielen sein“, dämpfte er jeglichen Optimismus. Für den Neubau eines Kellers mit vier Luftgewehr- sowie vier Kleinkaliberbahnen plus Nebenkosten errechnete der Architekt 540 000 Euro. Hinzu kämen die Kosten für eine neu zu erteilende Genehmigung des Schießbetriebs – ohne die 100-Meter-Bahnen.

Das von der Gemeinde Lotte gepachtete Grundstück muss der Verein „befriedet“ zurückgeben. Soll heißen: Die unterirdische Schießanlage muss abgebrochen und verfüllt werden.

Voraussichtliche Zusatzkosten: 48 350 Euro. Für eine Renovierung und Modernisierung der Schießsportanlage indes kalkulierte Niehaus brutto rund 86 500 Euro.

„Wer soll das bezahlen“ war nun zu hören. Zuvor hatte der Kassenbericht von Brigitte Gausmann nach Investitionen im unteren fünfstelligen Bereich ein kleines Plus belegt. Horst Kröner erklärte: „Wir müssen das je nach Kassenlage nach und nach vollziehen.“

Dem folgten die Mitglieder des Schützenvereins mehrheitlich. Der Vorstand kann agieren.

In diesen wählten die Schützen für Schriftführerin Heidi Willms nun Michael Leben ins Amt. Bestätigt wurden der zweite Vorsitzende Armin Sünnewie und Schatzmeisterin Brigitte Gausmann für den Verein mit der Adresse Jahnstraße 6 in Lotte.

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