Schützenverein Lotte
Crowdfunding als Geldquelle für Giebel-Sanierung

Lotte -

Der Westgiebel des Schützenhauses muss saniert werden. Das notwendige Geld dazu soll jetzt mittels Crowdfunding zusammengetragen werden, erfuhren die Mitglieder des Schützenvereins Lotte bei der Jahreshauptversammlung.

Donnerstag, 10.01.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 10.01.2019, 17:46 Uhr
Sanierungsbedarf besteht am Westgiebel des Schützenhauses, erfuhren die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung.
Sanierungsbedarf besteht am Westgiebel des Schützenhauses, erfuhren die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung. Foto: Ursula Holtgrewe

Nach dem Votum der Mitglieder, am Standort im Alt-Lotter Sportpark an der Jahnstraße zu bleiben, wird der Vorstand des Schützenvereins Lotte von 1659 die Sanierung angehen. Die Finanzierung soll auch mit Hilfe von Crowdfunding gelingen.

Damit möchten die Verantwortlichen die Renovierung des Westgiebels des rund 40 Jahre alten Vereinshauses sicherstellen. Irgendwo dort dringt Regenwasser ins Gebäude. „Den Wassereinbruch im Lüftungsbereich über den Schießbahnen haben wir in den Griff bekommen“, berichtet Präsident Hort Kröner. Um Wasser vom Gebäude fernzuhalten, soll an der Photovoltaik-Anlage neben dem Schießstand eine Regenrinne installiert werden.

„Untersuchungen mit einer Kamera haben ergeben, dass auch die Regenfallrohre am Haus teilweise kaputt sind. Das wird schnellstmöglich repariert“, sagte Kröner. Wie es in den unterirdisch verlegten Rohrleitungen aussieht, werde geprüft, wenn der Spielbetrieb der Sportfreunde ruhe. Dazu müssten die Container beiseite gerückt werden.

Jedenfalls sind die Schützen bereit, Eigenleistung einzubringen. Die Sanierung des Westgiebels soll nach ersten Kalkulationen zwischen 8000 und 12 000 Euro kosten.

Von einer vorgeschlagenen Sonderumlage nehmen die Schützen Abstand. Ein KfW-Kredit sei auch nicht vorgesehen, betonte Kröner. Er stellte die Spenden-Akquise durch Crowdfunding mit Unterstützung der VR-Bank Kreis Steinfurt als Plattform vor.

Dazu sind unter dem Motto „Viele schaffen mehr“ einige Vorleistungen des Vereins erforderlich. Er müsse beispielsweise ausreichend Fans für das Projekt nachweisen und sich mit dem Projekt bei potenziellen Unterstützern bewerben. Weiterhin gibt der Verein einen Betrag an, der erreichbar ist und für die Finanzierung sinnvoll.

Die VR-Bank gibt für jeden gespendeten Euro den gleichen Betrag hinzu. Gedeckelt ist der so unterstützte Einzelbetrag mit 50 Euro, was Spender nicht daran hindern soll, mehr bereitzustellen. erläuterte Kröner. Ist der Wunschbetrag nach Ablauf der dreimonatigen Laufzeit der Spenden-Akquise nicht erreicht worden, wird das Verfahren rückabgewickelt.

Um den Verwaltungsaufwand der Banker möglichst gering zu halten, seien Spenden nur online möglich. Im Mai soll es in einer Mitgliederversammlung einen Zwischenbericht geben über wirklich erforderliche Arbeiten.

Ohne Einschränkung erhielt der Vorstand grünes Licht für den von einer Brauerei finanzierten Umbau der Theke. Zu den Neuerungen gehören ein zweiter Zapfhahn für große Veranstaltungen und Edelstahl-Kühlschubladen. Der Verein zahlt in kleinen Monatsraten den Investitionsbetrag ab. „Wir können auch Sondertilgungen vornehmen, wenn es unsere finanzielle Situation erlaubt“, berichtete Kröner.

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