Neujahrsempfang der SPD-Ortsvereine Westerkappeln, Lotte und Mettingen
Freiwillige im Fokus, nicht Politik

WEsterkappeln/Mettingen/Lotte -

Die „Funny Red Line“ hatte es dem SPD-Landtagsabgeordneten und Westerkappelner Fraktionsvorsitzenden Frank Sundermann besonders angetan. „Vielleicht wäre es nicht schlecht, wenn unsere Partei mal eine rote Linie hätte“, stellte er (selbst)kritisch mit Blick auf die schlechten Umfragewerte für die Genossen fest.

Sonntag, 13.01.2019, 13:42 Uhr aktualisiert: 14.01.2019, 18:36 Uhr
Gut gelaunt ins neue Jahr starteten mit insgesamt rund 70 Genossen Christina Rählmann (Bürgermeisterin von Mettingen), Ulla Kropf (Vorsitzendes SPD-Ortsvereins Westerkappeln), Sebastian Brandmann (Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Mettingen), Rainer Lammers (Bürgermeister von Lotte), Thorsten Laske (SPD-Fraktionschef Mettingen) und Thomas Giebel (SPD-Fraktionschef Lotte) (von links).Der Landtagsabgeordnete Frank Sundermann (2. von links) moderierte das Gespräch mit den Kulturschaffenden Christiane Budke, Karl Dorenkamp, Peter Hillenkamp, Barbara Brüning, Petra Kleen, Heinz Görtemöller und Franz-Josef Schlie (von links).
Gut gelaunt ins neue Jahr starteten mit insgesamt rund 70 Genossen Christina Rählmann (Bürgermeisterin von Mettingen), Ulla Kropf (Vorsitzendes SPD-Ortsvereins Westerkappeln), Sebastian Brandmann (Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Mettingen), Rainer Lammers (Bürgermeister von Lotte), Thorsten Laske (SPD-Fraktionschef Mettingen) und Thomas Giebel (SPD-Fraktionschef Lotte) (von links).Der Landtagsabgeordnete Frank Sundermann (2. von links) moderierte das Gespräch mit den Kulturschaffenden Christiane Budke, Karl Dorenkamp, Peter Hillenkamp, Barbara Brüning, Petra Kleen, Heinz Görtemöller und Franz-Josef Schlie (von links). Foto: Dietlind Ellerich

Das war’s am Freitagabend im „Kuckucks-Nest“ auch schon in Sachen Politik, hatten es sich doch die Mitglieder der SPD-Ortsvereine aus Lotte, Mettingen und Westerkappeln auf die Fahne geschrieben, auch bei ihrem fünften gemeinsamen Neujahrsempfang die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, die die Gemeinden mit ihrem ehrenamtlichen Engagement zusammenhielten und als „Kitt der Gesellschaft“ in der heutigen Zeit wichtiger denn je seien.

Nachdem im vergangenen Jahr die Sportvereine der drei Kommunen im Fokus gestanden hatten, stellten am Freitag Kulturschaffende ihr Tun vor.

Peter Hillenkamp, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Mettinger Schultenhof, ließ mit Unterstützung von Barbara Brüning und Karl Dorenkamp die nunmehr 22-jährige Vereinsgeschichte Revue passieren und gab einen Ausblick auf das Jahresprogramm. Mit der Überholung einiger Kunstwerke entlang der „Funny Red Line“ zwischen Ibbenbüren-Dörenthe und Mettingen arbeitet der Förderverein aktuell gemeinsam mit dem Förderverein Kulturspeicher Dörenthe und dem Kunstverein Ibbenbüren an der Reaktivierung der „SkulpTour“, die im Jahr 2001 in der Region für Begeisterung gesorgt hatte.

Anschaulich machte das Trio aus Mettingen deutlich, wie es dem Verein seit Mitte der 1990er Jahre mit Fördermitteln und sehr viel Herzblut und Engagement gelungen ist, aus einer baufälligen Ruine mitten im Ortskern den kulturellen Mittelpunkt des Dorfes mit Museen, Bauerngarten, Konzerten, Ausstellungen, Festen und weiteren beliebten Veranstaltungen zu machen. Ein Schmuckstück, das sich mit diesem Angebot sowie mit seinen Geschäften und der Gastronomie über das Tüöttendorf hinaus einen Namen gemacht habe. Davon waren am Freitag auch die Gäste im „Kuckucks-Nest“ überzeugt.

Für den Lotter Kunstkreis und das Wirken seiner Künstler rührte dessen Vorsitzende Christiane Budke die Werbetrommel. Sie lud alle ein, sich Ende März bei einer Ausstellung im Haus Hehwerth vom Schaffen der Mitglieder zu überzeugen. Eine Sommerkulturnacht stehe im August ebenfalls wieder auf dem Programm, kündigte sie an. Budke bedauerte, dass der Lotter Kunstkreis keinen Gruppenraum für kreative Zwecke habe. Sie wünschte sich, dass die meist im stillen Kämmerlein tätigen Frauen und Männer gemeinsam arbeiten und sich austauschen könnten.

Fehlender Raum ist auch das Problem der Gustav-Künnemann-Stätte, deren Arbeit Heinz Görtemöller und Franz-Josef Schlie vorstellten. Bis zu 4000 Bilder habe der Velper Maler geschaffen, 600 hätten einen Platz im Gut Velpe gefunden, sagte Schlie. Leider könnten lediglich 40 Werke in einer Ausstellung in der Velper Mühle besichtigt werden.

„Es fehlt die ordnende Hand“, wünschten sich Schlie und Görtemöller, der eng mit dem 1998 verstorbenen Künstler befreundet gewesen war, Unterstützung, damit der Velper nicht in Vergessenheit gerät.

„Wir erreichen an die 2000 Kinder und Jugendliche jährlich“, zog Petra Kleen, Vorsitzende des Vereins Westerkappelner Elterninitiative für Spielen und Erleben (Wespe) ein positives Fazit der Arbeit. Dank vieler Ehrenamtlicher und Honorarkräfte sei der Verein in der offenen Jugendarbeit, im offenen Ganztag der Grundschule am Bullerdiek sowie in der Organisation der Kinderkulturkarte aktiv.

Bevor sich die Genossen auf die Reibekuchen stürzen konnten, lobte Frank Sundermann den unermüdlichen Einsatz der ehrenamtlichen Kulturschaffenden in den drei Kommunen. „Sie alle brennen für die Sache“, machte der Landtagsabgeordnete deutlich, bevor er den Startschuss für den gemütlichen Teil des Abends gab.

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