Auf die Freiwillige Feuerwehr Lotte wartet ein ereignisreiches Jahr
„Vieles zum Positiven geändert“

Lotte -

Ein ereignisreiches 2019 steht der Lotter Freiwilligen Feuerwehr bevor mit dem 20-Jährigen der Jugendwehr, Richtfest und Einzugsfeier fürs Wersener Gerätehaus sowie der Umsetzung des Brandschutzbedarfsplanes. „Ich habe die Wahrnehmung, dass sich in den zurückliegenden Monaten vieles zum Positiven geändert hat und dass die Gemeinde viel für die Wehr übrig hat“, sagte der Steinfurter Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier.

Sonntag, 20.01.2019, 16:50 Uhr aktualisiert: 20.01.2019, 16:52 Uhr
Gut aufgestellt ist die Lotter Wehr mit ihrem engagierten Nachwuchs und dessen Förderern. Seit 60 Jahren ist Hans Hofer Mitglied der Lotter Feuerwehr u nd jetzt in der Ehrenabteilung.
Gut aufgestellt ist die Lotter Wehr mit ihrem engagierten Nachwuchs und dessen Förderern. Seit 60 Jahren ist Hans Hofer Mitglied der Lotter Feuerwehr u nd jetzt in der Ehrenabteilung. Foto: Ursula Holtgrewe

Bislang kennen den Bedarfsplan nur die Verwaltung, der Gemeinderat und die Wehr. Lottes Wehrleiter Marcus Prinz im Alt-Lotter Gerätehaus beim Jahrestreffen dazu: „Es ergibt sich für uns ein roter Faden für die nächsten fünf Jahre. Wir hoffen, durch die Maßnahmen weitere Mitglieder zu gewinnen.“ Bislang sei es ein Entwurf, der noch von Steinfurter Gremien genehmigt und anschließend vom Rat verabschiedet werden müsse.

Bürgermeister Rainer Lammers berichtete: „Man hatte den Eindruck bei der Vorstellung des Plans, dass wir schlecht sind, weil wir viele Versäumnisse begangen hätten. Dazu möchte ich sagen: Wir sind gut. Ich weiß, dass andere Wehren uns beneidet haben um Fahrzeuge und Ausrüstung.“ Und doch räumte Lammers Defizite ein, erklärte, dass Versäumnisse nachgeholt worden seien, und unterstrich im Namen von Rat und Verwaltung: „Wir sind immer für die Feuerwehr da.“

„Ich habe die Wahrnehmung, dass sich in den zurückliegenden Monaten vieles zum Positiven geändert hat und dass die Gemeinde viel für die Wehr übrig hat“, sagte der Steinfurter Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier . Sinnvoll sei es gewesen, wegen der Missstimmung in der Wehr einen externen Gutachter hinzuzuziehen. „Man liest nicht alles gern, aber das war ein Anlass, etwas zu ändern“, fasste Meier den Mediatoreinsatz kurz zusammen.

Zukunftsweisend sei, dass Marcus Prinz und Feuerwehrmann Martin Schmidtmeier Verwaltungsmitarbeiter sind. Vergleichbares gebe es vorerst nur in Nordwalde. Über das Jahr 2018 und die Einsätze auch der Lotter Wehr erinnerte Meier an Sturmtief Friederike, weitere Großeinsätze, auch mit ABC-Lage (Gefahrstoffe), und zahlreiche Flächenbrände wegen der Dürre im Sommer.

Lottes stellvertretender Wehrleiter Gerd Nüsse präsentierte die Statistik 2018. „Bei Einsätzen können wir in Alt-Lotte auf 34, in Wersen auf 49 Kräfte zurückgreifen“, beschrieb er die Personalsituation. Sein Wunsch: mehr Diensteifer der aktiven Helfer. Im Berichtsjahr gab es 122 Einsätze, darunter 33 Brände, 13 Umwelteinsätze, 36 Hilfeleistungen. „Wir haben insgesamt 200 Einsatzstunden und 2200 Arbeitsstunden geleistet. Unberücksichtigt sind die Stunden, die dafür im Rathaus nachgearbeitet wurden“, erklärte Nüsse. Er berichtete, dass die First Responder (Ersthelfer vor Ort) 61 Einsätze bedient hätten, und hob hervor: „Ihr Einsatz kann über Leben und Tod entscheiden.“

Beförderungen

Beim Jahrestreffen der Lotter Feuerwehr wurden befördert Julian Birkenkämper zum Brandmeister, Sebastian Kutz und Thomas Dölemeyer zu Unterbrandmeistern, Katja Rahe zur Feuerwehrfrau, Simon Cord und Marc Tepe zu Feuerwehrmännern.Aus der Jugendfeuerwehr nach Vollendung des 18. Lebensjahres rückten in den Kreis der Aktiven auf Alina Weber als Feuerwehrfrau und Thorben Heiken als Feuerwehrmann. Als „Quereinsteiger“ sind nun Maren Hoffeld und Pia Brüggemann Feuerwehrfrauen-Anwärterinnen sowie Julius Klösel Feuerwehrmann-Anwärter.Die Leistungsspange als höchste Auszeichnung der Jugendwehr erhielten TimoCzichowski, Kevin Hartung, Jan-Hendrik Hose, Lasse Niederbrüning, Nic Schönhoff, Luca Schreiner und Franziska Wedemeyer

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Wie seine Vorredner dankte auch Jugendfeuerwehrleiter Julian Birkenkämper Rat und Verwaltung und lobte das Engagement der elf Betreuer: „Ohne euch würde die Jugendarbeit nicht funktionieren.“ In den zurückliegenden 20 Jahren seien immerhin 37 Nachwuchsfeuerwehrleute zu den Aktiven gewechselt, berichtete er und kündigte an, dass der runde Geburtstag gefeiert werden soll. „Es ist eine klasse Sache, dass die Jugendwehr so gut funktioniert. Wir müssen sie unterstützen, damit das so bleibt“, sagte der Fördervereinsvorsitzende Sven Lomberg im Kurzbericht über die Anschaffungen für die Wehr. Als wichtiger Termin steht auf dem Jahreskalender die 43. gemeinsame Nordlichtübung der Wehren aus Hopsten, Lotte, Mettingen, Recke und Westerkappeln am 10. Mai, die diesmal die Lotter ausrichten werden.

Seit 60 Jahren ist Hans Hofer Mitglied der Lotter Feuerwehr und jetzt in der Ehrenabteilung.

Seit 60 Jahren ist Hans Hofer Mitglied der Lotter Feuerwehr und jetzt in der Ehrenabteilung. Foto: Ursula Holtgrewe

Nach dem Bericht aus der Verbandsarbeit übernahm Frank Burrichter, stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Steinfurt, eine besondere Ehrung: Ehrenabteilungsmitglied Hans Hofer erhielt die Sonderauszeichnung in Gold vom Land NRW für 60-jährige Mitgliedschaft in der Lotter Wehr. Nach dem launigen Bericht Wolfgang Heuers über die Aktivitäten der Ehrenabteilung stand noch eine Ehrung an: Marco Kramer hielt die Laudatio für Karsten Bendel, der „seit 25 Jahren sein Wissen und seine Freizeit für die Bürger zur Verfügung stellt.“ Bendel erhielt das vom Land NRW verliehene Ehrenabzeichen in Silber.

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