Investitionen des Lotter Abwasserbetrieb
Bürger werden nicht belastet

Lotte -

Die Bürger können sich freuen: Die Schmutz- und Regenwassergebühren bleiben 2019 trotz erheblicher Investitionen in die Sanierung beider Kanalnetze unverändert. Das ist das für die Allgemeinheit wohl wichtigste Ergebnis der Beratungen über den Wirtschaftsplan des Abwasserbetriebs und die einschlägigen Haushaltsansätze im Betriebs- und Beteiligungsausschuss der Gemeinde.

Sonntag, 10.02.2019, 15:42 Uhr
Nur eine der Baustellen in den Kläranlagen der Gemeinde: Der Durchlass selbst ist bin Ordnung, aber das Mauerwerk und das Geländer an der Zufahrt zur Kläranlage Lotte müssen erneuert werden.
Nur eine der Baustellen in den Kläranlagen der Gemeinde: Der Durchlass selbst ist bin Ordnung, aber das Mauerwerk und das Geländer an der Zufahrt zur Kläranlage Lotte müssen erneuert werden. Foto: Technaqua

Hans-Jürgen Behrens vom gleichnamigen Cloppenburger Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsbüro, der zusammen mit Stefan Litke aus der Gemeindeverwaltung den Wirtschaftsplan aufgestellt hat, erläuterte in einer Präsentation die Unterschiede zu 2018. Für dieses Jahr sei ganz neu geplant worden, weil es keine Restübertragung aus dem vergangenen Haushaltsjahr gebe. „Man kann aber die Vergangenheit berücksichtigen“, sagte er im Hinblick auf den Investitionsplan.

Ausschussvorsitzender Horst Petersson wies darauf hin, dass die geplante Kreditaufnahme aus dem Jahr 2017 nicht getätigt worden sei. Die hohe Liquidität 2017 habe zu dem Gedanken geführt, für 2020 geplante Investitionen auf 2019 vorzuziehen. Behrens betonte, dass der Wirtschaftsplan des Lotter Abwasserbetriebs insgesamt ausgeglichen sei. Der Erfolgsplan weist einen voraussichtlichen Jahresüberschuss von 646 000 Euro aus. Rund zwei Millionen Euro sind im Vermögensplan für reine Investitionen vorgesehen. Kredite für Investitionen werden im Finanzplan mit einer Million Euro veranschlagt.

Zu den Investitionen gehören unter anderem die Fortführung energetischer Maßnahmen in der Zentralkläranlage (ZKA) Wersen (170 000 Euro), die Sanierung der Schmutzwasserkanäle (150 000 Euro) und der Regenwasserkanäle (150 000 Euro), die Erneuerung der Druckrohrleitung Halen einschließlich Mitverlegung eines Glasfaserkabels zur ZKA (680 000 Euro) sowie die Anschaffung eines Radladers (70 000 Euro) und eines zusätzlichen Dienstfahrzeugs mit Elektroantrieb (15 000 Euro nach Abnzug der Fördermitttel).

Die Haushaltsansätze für den Servicebetrieb, also den Bauhof, sehen unter anderem ein Ersatzfahrzeug (230 000) für den 18 Jahre alten Unimog, bei dem künftig mit größeren Reparaturen zu rechnen sei, vor, wie Servicebetriebsbleiter Hans Georg Kunkemöller erklärte. Die Anschaffung einer Kehrmaschine (65 000 Euro) solle die Reinigung der öffentlichen Plätze in der Gemeinde erleichtern und die Bildung von Wildwuchs mindern.

Die Frage von Dieter Hörnschemeyer (Grüne), wofür denn an beiden Kläranlagen Carports nötig seien, konnte Klärwerksleiter Dirk Brönstrup schnell beantworten: Die beiden Dienstfahrzeuge stünden dort auch über Nacht und seien bisher der Witterung völlig ungeschützt ausgesetzt.

CDU-Fraktionschef Werner Schwentker wollte wissen, ob man für die Kläranlagen einen eigenen Radlader braucht, obwohl der Servicebetrieb ja auch einen Radlader habe. Sinnvoll, so Brönstrup und Kunkemöller übereinstimmend, wäre es dennoch, sich einen weiteren zu teilen: „Wenn der dann in Osterberg steht, kann man sich den höchstens mit Lotte teilen“, so Kunkemöller. Hauptstandort für den Neuen solle der Mühlengrund in Wersen sein, erläuterte Brönstrup.

Angesichts des für den Radlader veranschlagten Betrags von 70 000 Euro wurde diskutiert, ob man den nicht auch leasen oder gebraucht kaufen könne. Das soll ebenso geprüft werden wie die von Thomas Giebel (SPD) aufgeworfene Frage, ob der Servicebetrieb den Unimog nicht noch ein Jahr länger fahren kann. Konkrete Begründungen für die Anschaffung – auch der Kehrmaschine – so war schließlich der Konsens, sollen bis zur nächsten Sitzung aufbereitet werden.

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