Diskussion um Müll im Allgemeinen und Beutel im Speziellen
Hundekot erregt die Gemüter

Lotte -

Nicht nur zum Thema Müll, zu dem Besucher der Lotter Jugendtreffs in einem Artikel ihre Ideen äußerten, sucht die Gemeinde den Dialog. Dazu ist ein Diskussionsforum im April geplant. Zuvor hat die Gemeinde jetzt konkrete Fragen beantwortet, die sich aus den Anmerkungen der jungen Leute ergeben haben.

Donnerstag, 14.02.2019, 18:22 Uhr aktualisiert: 14.02.2019, 18:24 Uhr
Hundekot ist nach den Erfahrungen der Gemeindeverwaltung auch deshalb ein Problem, weil sich viele Hundebesitzer trotz Piktogramme und Tütenspender davor ekeln, die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge damit aufzunehmen und zu Hause oder im nächsten Mülleimer zu entsorgen.
Hundekot ist nach den Erfahrungen der Gemeindeverwaltung auch deshalb ein Problem, weil sich viele Hundebesitzer trotz Piktogramme und Tütenspender davor ekeln, die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge damit aufzunehmen und zu Hause oder im nächsten Mülleimer zu entsorgen. Foto: Ursula Holtgrewe

Rund 150 Mülleimer gibt es laut Mitteilung der Verwaltung in der Gemeinde, die in der Regel wöchentlich geleert werden.

Leider ist der von den Bürener Jugendlichen angesprochene demolierte Mülleimer im Bürgerpark kein Einzelfall: In den vergangenen Jahren seien 25 Müllbehälter durch Vandalismus beschädigt worden.

Hundekotentsorgungsstationen mit integriertem Mülleimer gebe es zwar nicht, wohl Hundekottütenspender. Sie sind zu finden am Haus Hehwerth , an der Ecke Krümpelstraße/Saerbecker Damm, am Bürgerpark Büren, am Sportplatz Büren, in den Brookwiesen und an der Straße Auf dem Berge. Die Tütenspender werden nach Auskunft der Verwaltung vom Hausmeister, dem Servicebetrieb der Gemeinde oder von Privat nach Bedarf aufgefüllt. „Leider wird immer häufiger festgestellt, dass nach einer Befüllung die Tüten in Gänze von Personen entnommen werden und damit offensichtlich der persönliche Vorrat aufgefüllt wird“, beklagt die Gemeinde den Egoismus einiger Hundehalter.

Wie die Jugendlichen aus dem „Bansen“ haben auch die Mitarbeiter des Servicebetriebs und der Gemeindeverwaltung beobachtet, „dass es zahlreichen Hundebesitzern häufig zuwider ist, den Kot ihres Hundes aufzusammeln, auch wenn die Beutel zur Verfügung stehen. Jeder Hundebesitzer, der darauf Wert legt, nimmt in der Regel eine kleine Patrone mit Hundekotbeuteln mit, die an der Leine befestigt werden kann“, so die Gemeinde. Leider seien Hundekotbeutel auch keine Gewähr dafür, dass diese samt Inhalt dann auch im Mülleimer landen: „Oftmals werden die Tüten dann in die Landschaft geworfen, was aus ökologischer Sicht sicherlich auch zu hinterfragen ist.“

Dank des Engagements von ehrenamtlichen Helfern finde in der Gemeinde einmal jährlich eine Müllsammelaktion statt. „Hier ist leider bereits ein Rückgang der Beteiligung festzustellen. Auch das freiwillige Engagement zur Übernahme einer Beetpatenschaft lässt nach“, bedauert die Verwaltung.

Sie verweist auch darauf, dass eine neue Kraft eingestellt wurde, die in erster Linie den ruhenden Verkehr überwacht. „Sie wurde auch dahingehend geschult, dass Hundebesitzer, die die Hinterlassenschaften ihrer eigenen Hunde nicht entfernen, verwarnt werden. Problem ist dabei nur, dass man die Personen auf frischer Tat ertappen muss, was natürlich schwierig ist.“

Den durch das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept und die Jugendbefragung in Gang gesetzten Kommunikationsprozess möchte die Gemeinde nach eigenen Angaben auf jeden Fall fortsetzen. Wie Hauptamtsleiterin Petra Tepe im Fachausschuss des Rates bereits bekannt gab, soll dazu voraussichtlich am Freitag, 5. April, um 17 Uhr im Alt-Lotte Haus Hehwerth ein „Dialogforum“ stattfinden, in dem Jugendliche mit Kommunalpolitikern, aber auch Verwaltungsmitarbeitern unter anderem über das Thema Müll reden.

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