Benefizaktion 25 mal 25 erinnert an Alte Zeiten
Auf Platt „verkohlt“

Lotte -

Bereitwillig „verkohlen“ ließen sich die Gäste bei „25 mal 25“ in den Wersener „Ratsstuben“. Angepasst ans plattdeutsche Programm gab es beim Benefiztermin bodenständige Kohlvariationen, die sich die Gäste zugunsten der Bürgerstiftung Lotte einverleibten. „Es ist unsere 18. Veranstaltung“, informierte Stiftungsratsgeschäftsführer Dieter-Joachim Srock.

Samstag, 16.02.2019, 18:00 Uhr
Beim Benefiz-Event „25 mal 25“ fühlten sich Dieter-Joachim Srock (von links), Rainer Lammers, Christina Rählmann, Wolfgang Israel, Thomas Engel, Inge Loske und Ulrich Harhues überaus wohl.
Beim Benefiz-Event „25 mal 25“ fühlten sich Dieter-Joachim Srock (von links), Rainer Lammers, Christina Rählmann, Wolfgang Israel, Thomas Engel, Inge Loske und Ulrich Harhues überaus wohl. Foto: Ursula Holtgrewe

Für die hatte Inge Loske einige augenzwinkernde Beiträge auf Plattdeutsch vorbereitet, in die sie immer wieder vortrefflich Lokalkolorit einfließen ließ. So hatte sie die Lacher all jener auf ihrer Seite, die die Spitzfindigkeiten etwa zur Reaktivierung der Tecklenburger Nordbahn oder über die Sportfreunde Lotte für sich ins Hochdeutsche übersetzten konnten. Andere stellten fest: Plattdeutsch ist eine eigene Sprache.

Nicht nur Lottes Bürgermeister Rainer Lammers hatte aus der Kindheit den Klang der Mundart im Ohr. Auch Ehrengast und Mettingens Bürgermeisterin Christina Rählmann verfügte über ein gutes passives Plattverständnis. „Früher habe ich auch am plattdeutschen Lesewettbewerb teilgenommen“, verriet sie.

Zudem warb die Bürgermeisterin charmant für Mettingen als touristisches Ziel. Lohnend seien das internationale Programm im Museum „Draiflessen Collection“, das mit Unterstützung der Familie Brenninkmeijer entstanden sei. Damit zeigte sie ihre Bodenständigkeit und Verbundenheit zu den Wurzeln ihres Unternehmens C&A , erklärte Christina Rählmann. Augenzwinkernd fügte sie an: „Alle Brenninkmeijers kommen irgendwann zurück, weil sie in Mettingen begraben werden.“ Dass ein Museumsbesuch jedenfalls interessant sei, bestätigte der Stiftungsratsvorsitzende Wolfgang Israel. Er sei zwar auch „tolopen Volk“ (Zugezogener), aber er habe das meiste verstanden, dankte er schmunzelnd Inge Loske für ihre Beiträge.

Die Idee für diesen Abend hatte Gastgeber, Ratsstubenchef Thomas Engel, der diesmal auch fürs Menü verantwortlich war: Sauerkrautsalat, Zwiebelsuppe, Kohlroulade und Apfelstrudel. „Angesichts der Plattdeutschvorträge sind wir 100 Jahre zurückgegangen und tischen das auf, was die Menschen damals im Winter gegessen haben, als es Kühlschränke noch nicht gab“, machte Engel neugierig. Seine Idee, dass 25 Gäste je 25 Euro zahlen, die abzüglich der Einkaufskosten der Stiftung zugutekommen, erbrachte dieses Mal rund 400 Euro.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6394035?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F177%2F
Neue Runde im Streit um „Rick’s Café“
„Rick‘s Café beschäftigt weiter die Justiz.
Nachrichten-Ticker