Hauptversammlung des SPD-Ortsverein
Nordbahn kontrovers diskutiert

Lotte -

Die dritte Hauptversammlung der fusionierten SPD-Ortsvereine Wersen und Lotte eröffnete Vorsitzende Heike Laters kürzlich im Haus Hehwerth. Gemeinsam mit den beiden Vorstandsmitgliedern Susanne Siemering und Hermann Brandebuse­meyer gab sie eine Rückschau auf das abgelaufene Parteijahr.

Sonntag, 03.03.2019, 16:00 Uhr
Jürgen Coße und Frank Sundermann mit den geehrten langjährigen Mitgliedern Erika König, Friedel König, Jürgen Diekmeyer, Cornelia Wallenstein und Rainer Lammers sowie Heike Laters (von links).
Jürgen Coße und Frank Sundermann mit den geehrten langjährigen Mitgliedern Erika König, Friedel König, Jürgen Diekmeyer, Cornelia Wallenstein und Rainer Lammers sowie Heike Laters (von links). Foto: Olaf Wienbrack

Neben der Hauptversammlung gab es nur eine Mitgliederversammlung. Das soll sich im neuen Jahr ändern, weil die Partei in einen intensiveren Dialog mit allen Genossen kommen will. Deshalb sind für den 26. Juni und den 22. November Mitgliederversammlungen geplant. Darüber hinaus soll es zwei öffentliche Veranstaltungen zu aktuellen Themen zusammen mit dem Ortsverein Westerkappeln geben.

Susanne Siemering konnte über die gute Entwicklung im Bereich der Kindergärten berichten. Auch im Sportstättenbereich gehe es voran. Klima- und Umweltschutz waren die Themen, die Hermann Brandebusemeyer besetzte. Er erinnerte daran, dass es die SPD war, die bereits im Oktober 2014 einen Antrag gestellt hatte, gemeindeeigene Immobilien mit Photovoltaikanlagen auszurüsten. Und zwei Jahre später kam die Forderung, Ladesäulen auf dem Rathausplatz zu errichten und kommunale Fahrzeuge auf Elektroantrieb umzustellen.

Mit dem Quartierskonzept für Büren, das die SPD stets begrüßt habe, werde bald eine deutliche energetische und qualitative Verbesserung für diesen Ortsteil erreicht. Brandebusemeyer forderte auch eine Optimierung der Elly-Heuss-Tagesstätte und stellte die Frage nach der weiteren Nutzung dieser Einrichtung. Ebenso stellte er heraus, dass man bezüglich der Schaffung sozialen Wohnraums erfolgreich war. In Halen und Büren werden von Investoren Häuser gebaut, in denen Sozialwohnungen eingerichtet werden.

Das Thema der Tecklenburger Nordbahn wurde im Rahmen der Versammlung kontrovers diskutiert. Einigkeit bestand aber darüber, dass man auf alle Fälle in der Gestaltung und Mitbestimmung aktiv im Rennen bleiben müsse.

Für den Unterbezirksparteitag am 16. März in Rheine waren Delegierte zu bestimmen. Den Ortsverein werden dort vertreten: Markus Hövels, Werner Birkhahn und Erwin Frank. Als deren Stellvertreter wurden gewählt: Philip Middelberg, Mareile Jannaber und Inge Frank.

Langjährige Mitglieder konnte Heike Laters im Rahmen der Versammlung auch ehren. Auf 40 Jahre Parteizugehörigkeit blicken Rainer Lammers und Jürgen Diekmeyer zurück. 25 Jahre in der Partei haben Cornelia Wallenstein, Erika König, Friedel König und Wilhelm Tietze zurückgelegt.

Auf seine 40 Jahre in der SPD kam Rainer Lammers in seiner Gastrede zu sprechen. Als er 1979 eintrat, gab es noch zwei Ortsvereine. Und nur der Verein in Wersen hatte damals 130 Mitglieder. Von den 33 Ratsmitgliedern stellte die SPD damals alleine 18. „Damit war uns die absolute Mehrheit sicher“, stellte Lammers heraus.

Frank Sundermann berichtete über wesentliche Punkte aus der Landespolitik. Die Planung der CDU, die Stichwahlen abzuschaffen, nannte er einen Angriff auf die Demokratie.

Das Thema Europa und Europawahl hatte der Fraktionsvorsitzende der SPD im Kreistag, Jürgen Coße, in den Mittelpunkt seiner Ausführungen gestellt. „Wenn die englischen Parlamentarier erkennen, dass der Brexit ein Fehler ist, beweisen sie Stärke, wenn sie den Fehler mit einem neuen Referendum rückgängig machen“ stellte Coße heraus. Europa dürfe nicht abstrakt gesehen werden; das Positive müsse sich ganz praktisch im Alltag zeigen.

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