Richtfest für Feuerwache Wersen
Räuberleiter mit dem bunten Kranz

Lotte-Wersen -

Der Neubau für die neue Feuerwache Lotte-Wersen macht Fortschritte. Am Mittwochnachmittag wurde Richtfest gefeiert. Zunächst stand die Frage nach dem Standort des Richtkranzes im Vordergrund.

Donnerstag, 14.03.2019, 15:20 Uhr
Über zwei Stockwerke hievten die Feuerwehrleute den Richtkranz auf das Dach der künftigen Feuerwache.
Über zwei Stockwerke hievten die Feuerwehrleute den Richtkranz auf das Dach der künftigen Feuerwache. Foto: Friedrich Schönhoff

Architekt Edmund Flatau schlug aufgrund des Dauerregens vor, den Kranz in der Halle aufzustellen. Das aber war nicht im Sinne der Feuerwehrleute, die unisono der Auffassung waren, dass ein Richtkranz auf das Dach gehöre.

Und so bildeten sie kurzerhand die gute alte Räuberleiter über zwei Stockwerke. Sie hievten das bunt geschmückte Kunstwerk über das Gerüst, wo es fachmännisch befestigt wurde. In den kommenden Tagen wird jeder schon von Weitem sehen können, dass der Neubau der Feuerwache am alten Standort an der Bergstraße, zeitlich im Soll liegt.

Notwendig war der Neubau nach einem Brand im Sommer 2017 geworden. Ein Jahr später lag die Genehmigung vor, so dass am 22. August 2018 die Bauarbeiten für die neue Feuerwache in Wersen begannen.

Die eigentliche Kunst des Architekten bei einem Neubau dieser Dimension sei weniger die Planung selbst, als vielmehr die Berücksichtigung der Interessen aller Beteiligten, erzählte Flatau während der Feierstunde. „Da muss man ein guter Zuhörer sein“, sagte der Architekt. Anscheinend konnte das Architektenteam das besonders gut, denn wenn Kommunalpolitiker, Bürgermeister und die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr zufrieden sind, dann wurde letztlich wohl alles richtig gemacht.

Tatsächlich waren der Leiter der Lotter Feuerwehr , Marcus Prinz und sein Stellvertreter Gerd Nüsse, voll des Lobes für den Neubau, der mit 1039 Quadratmetern Nutzfläche fast doppelt so groß sein wird, wie das alte Gebäude. Vor allem beim Thema Sicherheit seien ihre Wünsche vollständig berücksichtigt worden.

Bei der alten Feuerwache gab es das Problem, dass sich ausfahrende Löschfahrzeuge und die privaten Fahrzeuge der ankommenden Feuerwehrleute oft gegenseitig behinderten. Künftig gebe es eine eigene Zufahrt für die privaten Autos mit einem großen Parkplatz, von dem aus die Einsatzkräfte direkt in die Umkleideräume und dann zu den Dienstfahrzeugen gelangten.

Großzügig fällt auch die neu entstandene Multifunktionshalle aus. Hier wurde überdachter Raum zum Waschen und Bestücken der Fahrzeuge, aber auch Platz für ein weiteres Löschfahrzeug geschaffen.

Zentral für die Lotter Feuerwehr, die aus den beiden Löschzügen Alt-Lotte und Wersen besteht, wird künftig das Lager in der neuen Feuerwache Wersen sein. Hier werden Sandsäcke, Bindemittel, Ersatzschläuche und alles aufbewahrt, was für den Ernstfall vorgehalten werden muss.

Auch die Wünsche nach besserer Trennung des sauberen und des Schmutzbereiches, größere Kleiderspinde, in denen Privat- und Dienstkleidung getrennt werden können, sowie modernere und größere Schulungsräume fanden sowohl bei der Bewilligung der Gelder, als auch bei der Planung der Architekten Berücksichtigung.

„Der Gemeinde ist unsere Feuerwehr viel Wert“, hatte Bürgermeister Lammers bei der Begrüßung der etwa hundert Gäste auf der derzeit größten Baustelle der Gemeinde gesagt. Das, so fanden viele Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, könne man dem Gebäude ansehen.

„Die Einweihung wird im Herbst sein“, sagte Lammers, der schon jetzt darauf hinwies, dass in dem Zusammenhang das Jubiläum „20 Jahre Jugendfeuerwehr“ und ein Tag der offenen Tür den Rahmen setzen werden.

Mit dabei sind dann auf jeden Fall auch wieder die Mitglieder der Ehrenabteilung, um ihren ehemaligen Feuerwehrchef Günter Tüpker.

Für sie war es nach 1986 das zweite Richtfest einer Wersener Feuerwache. Damals wie heute endete das Fest mit einem Grillbuffet, reichlich Getränken und dem lauten Ruf des gemeinsamen Mottos das da lautet: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.“

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