Heimatbühne Ibbenbüren spielt in Lotte-Wersen
Wie eine Vase Leben verändern kann

Lotte-Wersen -

Mit dem plattdeutschen Theaterstück „Vasen, Blömen und Schnippelkes“ zeigte die Laienspielschar der Heimatbühne Ibbenbüren am Sonntagnachmittag in Lotte-Wersen, wie eine simple Blumenvase das Leben der beteiligten Personen komplett auf den Kopf stellt.

Montag, 18.03.2019, 18:40 Uhr aktualisiert: 18.03.2019, 18:42 Uhr
Plattdeutsches Theater der Heimatbühne Ibbenbüren: Turbulente Szenen präsentierte die Heimatbühne Ibbenbüren in den Ratsstuben Wersen.
Plattdeutsches Theater der Heimatbühne Ibbenbüren: Turbulente Szenen präsentierte die Heimatbühne Ibbenbüren in den Ratsstuben Wersen. Foto: Daniela Lepper

Wenn Männer eine Vasen-Allergie haben, vorübergehender Gedächtnisverlust für neue Verträge sorgt und ein Polizist seinen Dienst damit verbringt, ständig die Kleidung zu wechseln, dann gastiert die Heimatbühne wieder in den Ratsstuben.

Schon seit einigen Jahren sind die Laienschauspieler im Frühjahr mit ihrem aktuellen plattdeutschen Theaterstück zu Gast in Wersen. Die Komödie von Ubbo Gerdes, der unzählige plattdeutsche Theaterstücke veröffentlicht hat, haben die Ibbenbürener noch ein wenig angepasst und mit eigenen Ideen aufgepeppt. Stückauswahl, Bühnenbild, Kostüme, Requisiten – alles übernehmen die Mitglieder der kleinen Gruppe selbst. Im bunt dekorierten Blumenladen, der Schauplatz des Geschehens ist, wurde mit viel Liebe zum Detail eine tolle Kulisse geschaffen.

Zur Geschichte: Marta Rogge (Anni Voss) ist seit 20 Jahren Pächterin des Blumenladens und mit dem Besitzer Walter Bock (Alfred Jostmeier) liiert. Dieser hat nun aber plötzlich eine neue Liebe: Eva Balduan (Elke Mergel), der er sogar Martas Blumenladen überlassen will. Die Verträge mit Makler Gustav Klug (Reinhold Bäumer) sind bereits geschlossen.

Situation eskaliert

Als Marta und ihre Mitarbeiterin Antje Wunder (Marita Kriege) das erfahren, eskaliert die Situation: Marta schlägt Walter mit einer Blumenvase nieder, der verliert für einige Stunden sein Gedächtnis, und die kluge Geschäftsfrau nutzt die günstige Gelegenheit, um ihm eine Lektion zu erteilen, die sich gewaschen hat. „Ne Marta Rogge lött man nich einfach so sidden“, verkündet sie, während sie den Zeigefinger schwingend in die Luft streckt. Ihre Angestellte Antje Wunder ist mit der Situation völlig überfordert und sinniert immer wieder jammernd: „Wenn dat man guet geiht.“ Und weil zeitweise alles nach einer Straftat aussieht, wird auch der Polizist Gerd Knoll (Stefan Hackmann) zur Aufklärung herangezogen.

Nicht nur die Vasen-Allergie, die Walter nach dem kleinen Anschlag auf ihn entwickelt, sondern auch die teilweise turbulenten Szenen und so mancher Wortwitz entlockten den Zuschauern viele herzhafte Lacher.

Nicht ganz ausverkauft

Insgesamt neun Aufführungen bietet die Heimatbühne Ibbenbüren in diesem Jahr. Im Gegensatz zu den bisherigen fünf Auftritten, die alle ausverkauft waren, blieben in Wersen einige Plätze leer. Schade eigentlich, denn das wirklich witzige Stück, die passend gesetzten Pointen und die gut aufgelegten und mit viel Spielfreude agierenden Akteure sorgten für einen unterhaltsamen Theaternachmittag „up Platt“.

Die Heimatbühne Ibbenbüren spielt das Stück noch dreimal im Hotel Restaurant Bergeshöhe in Mettingen. Termine sind der 24. März, der 30. März jeweils um 16 Uhr und am 29. März um 19.30 Uhr.

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